Montag, 5. Januar 2015

Die Nazis sind Linke


Das Totalversagen der Roten beim Aufkommen der angeblich "rechten” NSDAP wird von der Geschichtswissenschaft (die in überwiegend "linken” Händen ist, um diesen Begriff hier zu verwenden), vermutlich auch deswegen so stiefmütterlich behandelt, weil die geistige Nähe der NSDAP (mit ihren roten Hakenkreuz-Fahnen) zu den kommunistischen Bewegungen ansonsten zwangsläufig zutage tritt. 

Nun hat der bekannte deutsche Historiker Götz Aly in einem erstaunlichen Artikel der FR-online die Nazis als Linke bezeichnet. U.a. schreibt Aly über die ideologische Orientierung Adolf Hitlers: 

"Nicht wenige Deutsche identifizieren Rechts mit Böse und Links mit Gut. Ihrem geschichtlichen Durchblick hilft das nicht. So belegen zum Beispiel neu entdeckte Foto- und Filmaufnahmen, dass Hitler am 26. Februar 1919 im Trauerzug für den von einem Rechtsradikalen ermordeten bayerischen (zudem jüdischen) Ministerpräsidenten Kurt Eisner mitlief. In den dramatischen Wochen der Münchener Räterepublik war Hitler von der Revolutionsregierung als Wache in den Hauptbahnhof entsandt worden. Seine Kameraden wählten ihn zum stellvertretenden Soldatenrat ihres in die Revolutionsarmee eingegliederten Regiments.” 

Er ist mit dieser Schlussfolgerung über die Gemeinsamkeiten beider Ideologien, die sich in weiten Teilen nahezu deckungsgleich überschneiden, keinesfalls allein. 

Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus, durchgeführt von DDR-Sozialisten zum Einsperren ihrer Bürger, bietet sich die Wiederaufnahme einer spannenden historischen Diskussion an. 

Der Spiegel hatte Ende Oktober 1979 per Titelbild die Frage Nationalsozialismus = Sozialismus? gestellt. In dem ausführlichen Artikel dazu wird die geistige Nähe zwischen den nationalen und den internationalen Sozialisten untersucht. Ein Themenfeld, das auch heute für genügend geistigen Sprengstoff sorgen könnte. Nachdem scharflinke Kreise aufgrund ihres erfolgreichen Marsch durch die Institutionen heutzutage überall in Medien, Parteien, Gewerkschaften, kirchlichen und sozialen Organisationen eingesickert sind und die Meinungsfreiheit in Deutschland vor allem beim Thema Islam erneut unterdrücken wollen, ist eine Neuauflage dieser Diskussion absolut notwendig. 

Ende der 70er Jahre musste sich Franz Josef Strauß mit militanten Linksextremisten herumplagen, deren Methoden frappierend denen der braunen Sozialisten ähnelten. 

Edmund Stoiber, damals CSU-Generalsekretär, wird im Spiegel 1979 zitiert: 
"Das Erstaunen in der Öffentlichkeit, als Franz Josef Strauß in Essen diese linken Chaoten als beste Schüler Himmlers bezeichnet hat, war der Ausgangspunkt.” 

In der Tat ein erhellender Moment. Der damalige stellvertretende CSU-Vorsitzende Friedrich Zimmermann ergänzte: 
"Immerhin sind aber bei den Nazis außerordentlich viel sozialistische Züge zu finden gewesen." 

Alfred Sauter, Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) Bayern, 1979 im Bayernkurier
"Jusos, Judos und sonstige Kommunistenspezies sind kriminelle Gestalten, denn sie imitieren auch mit erkennbarer Lernfähigkeit und schneller Auffassungsgabe Methoden der SS und SA sowie der übrigen Nationalsozialisten vor und nach der Machtergreifung im Jahre 1933 (…) Nationalsozialisten waren eben auch und vor allem Sozialisten.” 

Und schließlich Franz-Josef Strauß: 
"Wir werden auch nicht schweigen in dieser Auseinandersetzung, denn schließlich war der Nationalsozialismus auch eine Variante des Sozialismus, und seine große Schwungmasse hat er nicht von dem Strandgut des Ersten Weltkrieges, von den Freikorps, vom verarmten Mittelstand oder vom Bürgertum bezogen. Seine Schwungmasse hat er von den Millionen Sozialisten bezogen, die der SPD damals als Wähler davongelaufen sind.” 

Ein Umstand, der erschreckend an die Gegenwart erinnert. 

Die Gemeinsamkeiten zwischen den verbrecherischen Ideologien sind nicht von der Hand zu weisen: Totalitäre Weltanschauungen, Intoleranz, Antisemitismus, Unterdrückung der Meinungsfreiheit, Einsperren von Andersdenkenden inklusive Folter und Ermordung sowie eine grundsätzlich Gewaltbejahende Einstellung zur Durchsetzung der eigenen Ziele. 

Auf über 120 Millionen Opfer wird der Blutzoll des Kommunismus geschätzt Auch im Massenmorden standen die Sowjet-Kommunisten den Nazis kaum nach. 

Im "Schwarzbuch Kommunismus" wird eine Gesamtzahl von rund 100 Millionen Opfern erwähnt, die auf das Konto kommunistischer und sozialistischer Diktaturen gehen. Wohlgemerkt: Ohne die Nationalsozialisten. 

Höchst bemerkenswert ist allerdings, dass führende Nazi-Verbrecher ihre Partei als linke Bewegung verstanden. 

"Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links."
Adolf Eichmann, Organisator der Massenmorde an den Juden, in seinen Memoiren

"Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde."
Adolf Hitler, 24. Februar 1945, Tagung der Reichs- und Gauleiter, zitiert bei Rainer Zitelmann in Hitler–Selbstverständnis eines Revolutionärs, Seite 457 

Besonders erstaunlich auch die Einschätzung von Willy Brandt, die er 1932 – damals noch unter seinem wirklichen Namen Herbert Frahm – zu seinen Genossen von der Sozialistischen Arbeiterpartei äußerte: 
"Das sozialistische Element im Nationalsozialismus, im Denken seiner Gefolgsleute, das subjektiv Revolutionäre an der Basis, muss von uns erkannt werden." 
Wir halten also fest. Hitler selbst charakterisiert andere linke Bewegungen, als Konkurrenz. Wohingegen er "die Rechten" als Klassenfeind sah.


Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

siehe auch: