Dienstag, 5. April 2016

Die Panama Papiere und der wirkliche Skandal dahinter

Tony Podesta
Wie so oft, ist das, was in deutschen Medien präsentiert wird, weniger ein Skandal. Beziehungsweise nicht der eigentliche Skandal und soll nur über die wahren Nachrichten hinwegtäuschen.
Da bekommt die Süddeutsche Zeitung (ausgerechnet!) eine Wahnsinns Neuigkeit heraus. Eine internationale Zusammenarbeit ist zur Aufarbeitung notwendig, sogar die Haaretz aus Israel ist dabei. Warum eigentlich die Haaretz? Eine Zeitung, die in Israel einen Marktanteil von 6 % hat, also eigentlich unwichtig ist. Ach so ja, die sind ja links und der Besitzer hat einen deutschen Pass. Interessant. 
Naja, jedenfalls muss die SZ sogar noch ein Video aus den Redaktionsräumen ins Netz stellen. Und eine irre Geschichte wird erzählt, wie ein mysteriöser Agent des BND, der unter falscher Identität leben muss und von der deutschen Justiz untersucht wird, unbedingt der SZ diese hochbrisanten Informationen zukommen lassen will. Dieser geheimnisumwitterte Agent ist natürlich Pressescheu, was ihn nicht daran hindert den Kontakt zur SZ zu suchen. Tja, das ist Bertelsmann live.
Aber, wir wissen freilich, dass Offshore Geschäfte seit geraumer Zeit im Verdacht sind etwas anrüchig zu sein. Eigentlich seit sie etabliert wurden, stehen sie deshalb in Kritik. Die Putinisten stimmen in den Skandal ein, denn es ist freilich eine bösartige Schutzkampagne des CIA gegen den ehrenwerten Wladimir Putin...
Eigentlich aber, wenn man es genau nimmt, sagen die Panama Papiere nichts direkt zu Putin aus. Es sind seine Freunde und Umgebenen die damit in Verbindung stehen. Freilich regt dies zu Spekulationen an und es wäre unwahrscheinlich, dass Putin nichts gewusst hat. Jedoch, wenn wir bei den Fakten bleiben, wird Wladimir Putin gar nicht direkt belastet. So sieht die Sache aus.

Was uns Bertelsmann Medien nie berichteten, war zum Beispiel, dass das US-Finanzministerium gegen die Deutsche Bank ermittelt. Lustigerweise wegen illegaler Finanzierung des Putin-Regimes. Damit der Michel das nicht mitbekommt, wurde der VW-Skandal ausgelöst und alle schrien im Chor: Die USA führen einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland! Sauber abgelenkt! 
Übrigens war der Skandal von den Die Grünen erst eingefädelt worden. Das Umweltministerium der USA wollte daraufhin diese Informationen überprüfen, fand keine ernsten Vorwürfe bestätigt und alles verlief im Sande. Das war der große Wirtschaftskrieg gegen Deutschland. Ein reines Ablenkungsmanöver.
Jetzt kürzlich lief dann durch die Presse, dass ein BND Agent verurteilt wurde, weil er für die CIA spionierte. Der Mann hat jedoch auch für die Russen gearbeitet, dass erzählte Bertelsmann uns jedoch nicht. Alles Schall und Rauch? Und wer sagt denn das der ominöse SZ-Informant nicht auch ein CIA-Doppelagent war? Das würde die Putinisten freuen. Oder hatte er am Ende gar und/auch für die Russen gearbeitet?

Dahinter steckt etwas ganz anderes. Es wird etwas zugegeben, weil man es nicht mehr leugnen kann. Aber die Geschichte wird soweit verfälscht, dass es dem Eigeninteresse nutzt.
Auf die Panama Geschäfte ist man beim FBI gar nicht durch die geheimnisvollen Panama Papiere gestoßen, sondern, als man den privaten Computer von Hillary Clinton beschlagnahmte, wegen Verdachts auf Spionagetätigkeit. Es ging um über 30 000 Dokumente, teilweise als Top Secret klassifiziert. Auch wieder so ein Vorfall den uns Bertelsmann Medien nicht berichten wollten.
Das FBI stieß nun darauf, dass der Innere Zirkel um Hillary Clinton, die mit ihrer Wahlkampagne beauftragt waren, enge Verwicklungen zu einer großen Moskauer Bank hatten, die für ihre Putin Nähe bekannt ist. Nebenbei bei sollte man vielleicht erwähnen, dass andere Dokumente belegten, dass Hillary Clinton libysche Terroristen finanzierte, die in Benghazi 2 US-Diplomaten und 2 CIA-Berater ermordeten.

Die finanziellen Verbindungen Clintons nach Moskau sind der eigentliche äußerst interessante Punkt an dieser Geschichte, wird aber in den deutschen Medien nicht berichtet. Zufall? Bei Bertelsmann wohl kaum. Man inszenierte nur einen Skandal, um die Panama Papiere, um von den eigentlichen brisanten Infos abzulenken.
Als das Weiße Haus das FBI wegen der Ermittlungen gegen Clinton unter Druck setzte, begannen FBI-Agenten, in einem Anflug von zivilen Ungehorsam Infos an die Presse durchsickern zu lassen. Das war Fatal! Clinton droht eine offizielle Anklage und mehrere Jahre Gefängnis.

Die Rede ist von der russischen Sberbank, die ihre US-Transaktionen über die Podesta Group abwickelt. Also, aus gutem Grund, ungern persönlich in Erscheinung tritt. Wie es die Deutsche Bank tat und prompt ein Geldwäscheverfahren auf den Hals bekam. Die Podesta Group gehört zur Clinton Lobby, wie auch die Huffington Post z.B. 
Einer von drei Finanziers von Clintons Kampagne ist Tony Podesta, der auch die Kampagne seines Bruders John Podesta organisierte, der Wiederum ein Mitbegründer der Podesta Group ist. Gemäß eines Berichtes von Politico hatte sich Clinton, Podesta und zwei weitere Hillary-Lobbyisten, noch kurz vor dem ungewollten Hausbesuch durch das FBI, seltsamerweise dafür ausgesprochen, eine Linderung der Sanktionen gegen Russland erwirken zu wollen. Und wiederum ganz zufällig lobte zur selben Zeit Frau Merkel die Fortschritte Russlands und wollte sich für eine komplette Aufhebung der Russlandsanktionen einsetzen. Hier stinkt es nun gewaltig gegen den Himmel!

Wie es der Zufall so will, waren die Eltern von Tony und John russische Staatsbürger, die zur Zeit der UdSSR in die USA emigrierten. Das FBI untersucht jedoch gerade Spuren die die russischen Einwanderer mit dem damaligen KGB verbinden.

Die Podesta Group ist involviert in drei ausländische Offshore Firmen die Troika Dialog Group Limited auf den Cayman Island, die SBGB Cyprus Limited auf Zypern und SB International in Luxemburg. Gründer aller drei Firmen waren rein zufälliger Weise die Eltern von Tony und John. Sowohl die Sberbank als auch die Troika Dialog Group Limited sind die Verbindungen des inneren Zirkels um Putin nach Panama. Wohlgemerkt, von den Clinton Verbindung wird in diesem "Skandal" kein Wort erwähnt.
Mehrere Tochterfimen der Sberbank, die für Putin persönlich tätig sind, sind ebenfalls mit Troika Dialog Group Limited eng vernetzt. De facto wird die Firma inzwischen von Sberbank geleitet. Und diente nach FBI Erkenntnissen erheblich dem russischen Fahrzeugbau, als auch "unbekannten offshore" Geschäften einer Avto Holdings. Diese Firma war offiziell im Mitbesitz von Sergei Roldugin, einem sehr engen Putinfreund.

Fest steht jedoch das strategisch bedeutsame russische Firmen über Clinton Zugang zum inneren Dokumentverkehr des Weißen Hauses hatten und aus unbekannten Gründen Gelder zu Clinton flossen.
Die Sberbank ist offiziell eine Privatbank, weshalb ihre Aktivitäten und demzufolge die Podesta Group, geringe Aufmerksamkeit der US-Behörden (gemäß dem Foreign Agent Registration Act) genoss. Doch die Verbindungen zum Kreml sind unleugbar, sowohl Clinton, als auch Podesta Group will zur Situation keinen Kommentar abgeben.

Kommentare:

  1. Wie Clinton nach Benghazi überhaupt kandidieren darf, ist mir ein Rätsel. In Deutschland kaum bekannt, war das seit langem ein vieldiskutiertes Thema in den USA.

    Mir erschließt sich der Panama Papers 'Skandal' ohnehin nicht, wie er uns in Print und TV präsentiert wird. Der wahre Skandal ist die Motivation, die hinter der Veröffentlichung der ausgewählten Namen steckt. Und wenn man sich die Finanziers der Auswertung durch die sogenannten investigativen Journalisten ansieht, trifft man auf die üblichen Verdächtigen: Foundations von Kellog, Ford und Soros.

    Sind das verzweifelte Strampeleien von Akteuren, die bis zum Hals im Treibsand stecken, weil die Stimmung in den Völkern kippt? Oder haben die Akteure dermaßen Oberwasser, dass sie uns ungeniert alles auftischen können?

    Was mich wieder einmal der Verzweiflung nahe bringt, ist das Desinteresse des breiten Publikums sich endlich aktiv an (politischen) Meinungsäußerungen zu beteiligen. Was für knüppeldick aufgetragene 'News' braucht's noch? Kann man mit uns Deutschen, Europäern und Nord-Amerikanern mittlerweile tatsächlich alles machen? Ist die komplette Ignoranz und Gleichgültigkeit ein Ergebnis der vorgeblichen Befreiung von Konventionen durch linke Strömungen?

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    1. "Sind das verzweifelte Strampeleien von Akteuren, die bis zum Hals im Treibsand stecken, weil die Stimmung in den Völkern kippt?" Ich denke ja.
      "Was mich wieder einmal der Verzweiflung nahe bringt, ist das Desinteresse des breiten Publikums sich endlich aktiv an (politischen) Meinungsäußerungen zu beteiligen." Nun, meiner Erfahrung nach, wird Politik nur von Wenigen kreiiert, die dann versuchen ihre Meinung einer möglichen Mehrheit zu "verkaufen". Da - je größer die Mehrheit - die Dummheit zunimmt, muss man dem entsprechend, seine elitäre Meinung vereinfachen. Dies ist ein Punkt der mir selber schwer fällt. Komplexe Themen sind nun mal komplex, sie so auszudrücken dass die Mehrheit sie versteht ist schwierig. Ich rede hier auch von Reichsbürgern, aber eigentlich gibt es die nicht, es ist eine Medienkreation für einige Gruppen, die tatsächlich untereinander äußerst unterschiedlich sind.

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