Donnerstag, 19. Mai 2016

Islamterror im Dienste Putin's

Überall in Europa, wo Politiker Angst haben sich als Putinisten zu erkennen zugeben, verfällt man darauf zu bedenken zu geben, dass es ein politischen Feld gebe, auf dem Wladimir Putin unverzichtbar ist: Bekämpfung des islamischen Terror. Das kommt sogar von Jenen, die die islamischen Terroristen als "unsere Kinder" bezeichnen.

Ich weiß nicht, inwiefern das zutreffen sollte. Ich sehe auch nicht das Wladimir Putin das Problem mit ISIS lösen würde, denn es gibt offenbar wenige, die die selbstherrlichen Medienberichte in den putinistischen Medien durchschauen.

Seit geraumer Zeit ist ein merkwürdiges Spielchen zwischen Washington und Moskau zu erkennen. Zwar wurden einige Personen des Umfeldes von Wladimir Putin mit Sanktionen belegt, wegen der Eroberung der Krim, aber viel zu bewirken scheint das nicht, der Krieg weitet sich in der Ukraine aus und die deutsche Partei Die Linke unterstützt dabei, genauso wie der ISIS sich ausweitet, obwohl dieser angeblich so ruhmreich bekämpft wird von Moskau.
Die Eroberung der Krim war keine Aktion des regulären Militärs gewesen, es war eine Operation des Geheimdienstes FSB, dessen Chef Alexander Bortnikov von Obamas Regierung nicht sanktioniert wurde. Im Gegenteil, im Februar 2015 war dieser von Obama ins Weiße Haus eingeladen worden. Er wohnte dort 3 Tage lang, als persönlicher Gast des US Präsidenten. Das ganze ist eine sehr mysteriöse Angelegenheit, da Bortnikov angeblich wegen einer Konferenz zum Bekämpfung von Extremismus dagewesen sei. Mysteriös ist es deshalb, weil an dieser Konferenz James Comey, der Chef des FBI, nicht teilnehmen durfte.

Im August 2015 berichtete die Novaya Gazeta dann etwas sehr seltsames, nach einer ausgedehnten Untersuchung im Kaukasus. Die Zeitung ist eine der wenigen unabhängigen, die nach Putins Gleichschaltung übrig geblieben ist. Und so kam Elena Milashina, die diese Untersuchungen leitete, zu dem Schluss, dass die russischen Spezialkräfte und FSB den Fluss der Djihadisten zum ISIS kontrolliert. Laut FSB um die Strukturen des ISIS zu unterwandern. Dies ist reichlich verwirrend, denn wie kann ein Agent einen islamischen Fanatiker, der den Koran kennt, nachahmen? Wie passt die plötzliche Offensive aller ISIS Kommandanten gegen Israel dazu, die sich Mai 2016 abspielte? Warum verbündet sich ISIS nun mit den Palästinensern, die einen guten Draht nach Moskau haben, genauso wie in den Iran, der zufällig Russlands Verbündeter in Syrien gegen den ISIS ist, der aber in Wahrheit gar nicht bekämpft wird?
Oder besser gesagt, es sieht eher danach aus, als ob Russland zusammen mit dem Iran, den ISIS lenkt und zwar hinein in eine Querfront mit den Palästinensern und gegen Israel, just im Moment, als der kleine Staat der Juden Vollmitglied der NATO wurde.

So sehr dem einen oder anderen Leser es widersprüchlich erscheinen mag, dem Feind seines Verbündeten Baschar al-Assad zu helfen, so entspricht dies durchaus den üblichen geheimdienstlichen Praktiken oder dem Prinzip Putins, von der "gelenkten Demokratie". Die Stasi hat in der BRD nahezu jede terroristische Aktivität gelenkt, sei es kommunistischer Terror, Neonazi Terror oder Islam Terror. Es ist ebenso lange Tradition der Tschekisten (KGB Offiziere). Der Trick ist eben, dass der eigene Feind einen anderen Feind bekämpft und nicht sich an einem selbst entlädt. Und eben diesen Deal hat Putin mit dem ISIS gemacht, der sich nun gegen Israel lenkt.

Frau Milashina führte ihre Untersuchungen in der Ortschaft Novosasitili (Dagestan) im Distrikt Khasavyurt durch. Seit 2011 waren 22 von 2 500 Bewohnern zum ISIS nach Syrien gegangen. Davon waren 5 getötet worden im Krieg gegen die Kurden. Und 5 waren zurück gekehrt. 
Dieser Verkehr zwischen Russland und ISIS kontrolliertes Territorium war nur möglich, weil der FSB einen "grünen Korridor" organisierte, der - welch Überraschung - über die Türkei führt. Und wer sich darüber schon wundert, dem sei gesagt, dass die Türkei an der Gazprom-Pipeline durch die Ostsee beteiligt ist, um russisches Öl und Gas nach Deutschland zu bringen. Russen benötigen auch kein Visum, um in die Türkei zu fliegen. Ich vermute eben auch, das Frau Merkel einen solchen "grünen Korridor" zur Türkei plant, um ISIS mit Kämpfern zu versorgen. Die deutsche Wirtschaft kauft billiges ISIS-Öl.

Der Bürgermeister von Novosasitili, Akhyad Abdullaev, geht über die Aussagen von Milashina weit hinaus: 
"Ich kenne jemanden der seit 15 Jahren im Krieg ist. Er kämpfte in Tschetschenien, Afghanistan, Irak und jetzt in Syrien. Mit Gewissheit kommt er nicht mit Frieden klar. Wenn solche Leute in den Krieg ziehen, verliert man nicht. In unserem Dorf ist eine Person, ein Unterhändler. Er, zusammen mit dem FSB, brachte mehrere Anführer dazu den Untergrund zu verlassen und schickte sie in den Dschihad. Dadurch wurde der Untergrund in Tschetschenien geschwächt, jetzt geht es uns gut. Sie wollen kämpfen, lasst sie kämpfen, nur nicht hier!"
Also wollte Milashina diesen Unterhändler interviewen, von dem der Bürgermeister sprach. Und dieser berichtete, soweit möglich, von seiner Rolle zwischen den Islamisten und dem FSB zu verhandeln und die Reisen der Islam-Terroristen in die Levante zu organisieren. 2012 arbeitete er zusammen mit dem "Emir des Nordsektor" erklärte er, "ein sehr gefährlicher Mann". Der FSB kennt ihn als Organisator vieler Islam-Terror Attacken. Er half ihm über den grünen Korridor zum ISIS zu gelangen.
Es war der russische Geheimdienst der ihm einen Pass gab und agierte darüber hinaus als dessen Reiseagentur. Dafür hatte er sich dem FSB zur Mitarbeit zu verpflichten. Dieser Emir wurde inzwischen getötet, aber der Unterhändler fügte hinzu, noch andere Kämpfer zum ISIS gebracht zu haben. "Das war noch 2012", genau bevor der Korridor nach Syrien sich öffnete. Oder, um genauer zu sein, sie (FSB) öffneten ihn."

Gemäß Achmed Yarlya vom staatlichen Moskau Institut zur Untersuchung internationaler Beziehungen, unterhält das russische Außenministerium ein Kontingent von Islamischen Soldaten, von denen sie 2000 bis 3000 zum ISIS entsendeten, bis August 2015. Und zwar mit dem konkreten Ziel, den ISIS durch trotzkistischen Entrismus zu unterwandern und zu einer Moskau hörigen Truppe umzugestalten. Natürlich waren diese eine nach russischen Normen ausgebildete Kampfeinheit. Die dem ISIS eine neue Agilität in der Kriegsführung verliehen. 
Und daher sind diese jüngsten Verständigungen der Russen und des ISIS und dessen Wendung gen Israel wohl auf die Einflussnahme Moskaus zurück zuführen. 

Tanya Lokshina, vom russischen Human Right Watch, gestand nichts bezüglich der Unterwanderung des ISIS durch den FSB zu wissen, aber:
"Es ist beeindruckend dass (russische) Behörden und Sicherheitsagenturen stolz prahlen, dass bewaffnete Konflikte um 50 Prozent zurückgegangen sind. Sie begründen dies mit dem Erfolg der Regierung im Kampf gegen den Terror. Aber in Wirklichkeit, lenken sie nur vom Umstand ab, dass die aggressivsten und besten Islamterroristen nicht länger in Dagestan sind, sondern in Syrien beim ISIS."
"Was war die bedeutendste politische Entscheidung, die wir machten um die Sowjetunion nieder zu ringen?" fragte Glen Howard, Präsident der Jamestown Foundation und Spezialisiert auf Kaukasus und Zentralasien. "Wir schickten ausländische Söldner nach Afghanistan. Das ist eine einmalige Chance es uns heimzuzahlen. Schaffe einen Sumpf in Syrien, verzettel uns darin, und ständig offerierst du deine Hilfe, um den Terrorismus zu beenden."

Tanya Lokshina vermutete, wenn es dieses FSB Komplott gibt, werden sie nicht auf nationaler Ebene operieren, es wird auf lokaler Ebene sein, mit Feldagenten im Nordkaukasus. Sie werden potentielle Islamisten unter Druck setzen und schikanieren, damit sie, um diesen Quängeleien zu entfliehen, in den Untergrund gehen.

Andrej Soldatow, ein Journalist spezialisiert auf geheimdienstliche Operationen, stimmte dem zu: "Für mich sieht es so aus, als versuche der FSB alle in Dagestan dazu zu bringen, den radikalen Islam zu unterstützen. Es scheint eine sorgfältig geplante Operationen des FSB zu sein, um Unruheherde von Russland weg, ins Ausland zu verlegen."

Und unbestreitbar ist, dass die einstige Taktik der USA, aus Afghanistan ein russisches Vietnam (wo Moskau den Vietcong unterstützte) zu machen, gut funktionierte. Nun aber sich Russland vom Islamterror befreit, während eben Europa, Israel und USA darunter mehr und mehr leiden. 

Die Bloggerin Joanna Paraszczuk von Radio Free Europe/Radio Liberty, erklärt: 
"Viele sind junge Knaben werden Rußland oder Dagestan rekrutiert und dann nach Istanbul geschickt. Von dortaus gelangen sie ins ISIS Gebiet, gewöhnlich über Rakka. Sind sie auf der Beobachtungsliste? Wie gelangen sie an Reisepässe um das Land zu verlassen? Und das seltsamste: Einige der Hassprediger tauchen auch im Kaliphat auf!"
Die Nachricht ist klar, der FSB ist nicht nur selber darin verstrickt, er lässt auch die Abgesandten ISIS frei gewähren. Jetzt fehlte nur noch, dass herauskommt, Pierre Vogel, Stefan Lau und Jürgen Todenhöfer arbeiten für den FSB. Gerade bei letzterem wäre das die Schlagzeile schlechthin.

Da ist der seltsame Fall des Nadir Abu Khalid, der als Islamist unter Hausarrest in Dagestan stand. Doch plötzlich tauchte er im Irak auf, zusammen mit einem, der Abu Dschihad genannt wurde und als enger Freund von Abu Umar al-Shishani gilt. Dieser ist bekannt als ein tschetschenischer Befehlshaber der ISIS bei Aleppo und enger Vertrauter vom Tschetschen Chef Ramsan Achmatowitsch Kadyrow, der vergangenes Jahr öffentlich Putin die Treue bis in den Tod geschworen hatte. "Was gerade geschieht ist, dass eine wachsende Nummer von Dagestan Predigern einen inneren Zirkel für Rekrutierungen im Irak haben," sagte Paraszczuk.

Und vor allem muss man der Terror-Rethorik von Putin bedenken (genauso wie hier in den Putinisten Medien). Im Juni 2015 offerierten die "Regierung" des kaukasischen Emirates, eine Allianz der ISIS, sie offerierten sich al-Baghadi, als eine Provinz in einem großen eurasischen Land. "Man möchte annehmen, dass dies schrecklich für Moskau war. Allerdings war es das nicht. Russland war darüber glücklich, denn nun konnten sie das Ausland beschuldigten, mit ISIS, als einer angeblich von USA und Israel, gegründeten Organisation, Terror gegen das russische Volk zu tragen, dass sich fest hinter seinem Präsidenten scharrt," sagte Paraszczuk.

Prompt im Juli 2015 erklärte Kadyrow, der sich Präsident der  Tschetschenen nennt jedoch ein Warlord ist, auf seinem bevorzugten Instagram, dass ISIS eine Erfindung  
"westlicher Geheimdienste ist... Jedermann weiß das Abu Bakr al-Baghdadi für die CIA arbeitet und von General David Petraeus während seiner Zeit in Camp Bucca im Irak rekrutiert wurde."

Ebenso prompt wird dieses Gerücht durch Die Linke in Deutschland und dem Compact-Magazin verbreitet.

Glen Howard argumentierte daher, das Moskau sich ein transnationales Heer von Terroristen aufbaut, dass er mit anti-USA und anti-Israel Verschwörungen alimentiert und lenkt. Wie sonst konnte ISIS in so kurzer Zeit soviel Territorium erobern, außer sie haben einen starken Gönner? "Es war in Baghdad, anderthalb Jahre zuvor," sagte Howard. "Im al-Raschid Hotel sah ich jede Menge Russen mit Angehörigen der irakischen Regierung herum rennen. Iraker sagten mir ständig etwas von dieser Verschwörung, dass Amerika den ISIS schuf. Aber fragte irgend jemand in Washington jemals, ob die Russen diese Verschwörung im Irak in Umlauf setzten?"

Verbindungen zwischen Moskaus Geheimdiensten und Islamterror gehen zurück bis zur Zarenzeit. Während des Kalten Krieges finanzierte der KGB jede Art von Terror in der Dritten Welt, als Stellvertreterkrieg gegen den Westen.
Der ehemalige KGB-General und Chef der Gegenspionage, Oleg Kalugin, meinte, dass die Geschichte der Novaya Gazeta nicht nur plausibel ist, sie entspricht auch der Arbeitsweise des russischen Geheimdienstes. "Ich bin mir sehr sicher, dass das, was berichtet wurde auch tatsächlich passierte", sagte er. Kalugin bemerkte, dass der russische Geheimdienst eine lange und schändliche Geschichte darin hat "die extremistischten Elemente voran zutreiben und ihre Fähigkeiten zu nutzen um den größtmöglichen Schaden der lokalen Bevölkerung zu zufügen".
Und genau das entspricht der sowjetischen Strategie Anfang der 1990er Jahre, als Aufstände, wie von Shamil Basayev von dem GRU, dem russischen Mitlitärgeheimdienst, unterwandert wurden, um die ganzen Tschetschenische Nationalbewegung zu kontrollieren. Und zwar nicht nur die radikal islamische, sondern auch jene der nicht religiösen Demokraten.
Basayev wurde zu einem wichtigen Werkzeug des Kreml und der FSB übernahm ihn in seine Dienste ab 2006. Basayev war der Gründer des Emirats im Nordkaukasus, ehe das Kaliphat der ISIS in den Medien auftauchte.

Anatoly Kulikow, ehemaliger Leiter des russischen Innenministeriums und stellvertretender Ministerpräsident der Regierung von Boris Jeltsin, berichtete der Tageszeitung Argumenty i Fakty im Jahre 2002, dass er "eine Menge Beweise" habe, dass Boris Berezovsky, der damals der mächtigste Oligarch in Russland war und eine Schlüsselrolle in der Jeltsin Regierung hatte, den Russischen Sicherheitsrat dazu benutze, um die Tschetschenischen Aufständischen zu finanzieren, einschließlich Basayev, obwohl das russische Militär sie Medienwirksam bekriegte. Moskau sagte das Geld war dazu verwendet worden, um Geiseln freizukaufen. Tatsächlich aber korrumpierten sie Schlüsselpositionen der Aufständischen und kauften sich die Tschetschenen, die inszwischen ein ultra-treuer Verbündeter Moskaus sind. Auch in Deutschland hat Moskau mindestens 1000 dieser Kämpfer einsickern lassen. Abgesehen davon unterwandert man jede extremistische Strömung hier. 

Alex Goldfarb, der ein Kenner des inneren Kreises um Berezovsky ist, hatte sich ähnlich schon 1999 geäußert. Doch das Ziel des Kreml ist längst über die bloße Kontrolle der Islamisten hinausgewachsen, inzwischen habe man sich eine islamische Guerillaarmee in Tschetschenien und Dagestan geschaffen, die Russland im Kaukasus auch schon gegen Moskau feindliche Muslime einsetze. Doch Moskau diente der Islamterror auch dazu, Ausnahmezustand und Kriegsrecht zu verhängen, um jede Demokratie und Wahlen auszusetzen und die Bevölkerung dies stillschweigend duldete, denn nicht der Kreml habe ja Schuld, sondern die muslimischen Terroristen, die ja sogar Anschläge im Moskau machten. Und genau diese Strategie läuft auch gerade in Deutschland ab, wo sich eine ganz ähnliche Jakobiner Mafia das Land unter den Nagel riss, wie in Russland und zwar begann dies unter der Schröder Regierung, also zur selben Zeit wie in Russland und ausgerechnet als man einen Putinisten hier zum Kanzler gemacht hatte. 

Im Jargon des russischen Geheimdienstes nennt sich diese Strategie provokatsiya. Der ehemalige NSA Analytiker John Schindler charakterisierte es, als "einfach gesagt, Kontrollnahme über den Feind im Geheimen und anstiften zu Dingen die sie in Misskredit bringen und dir selbst helfen".
Bereits die zaristische Okhrana nutzte diese Strategie, gegen die Bolschewisten und andere Revolutionäre. Lenin und Stalin nutzten diese Strategie gegen den Westen, vor allem jedoch gegen die Weimarer Republik und Putin verwendete sie gerade reichlich in der Ukraine.

Berezovsky bekam später Asyl in London und wurde einer der größten Kritiker von Putin außerhalb Russlands, als der Tschekist Putin und eigentlicher Verantwortlicher für diese Strategie in Tschetschenien und Dagestan, an die Macht kam. 
Kurz bevor er aus Russland flüchtete berichtete Berezovsky über seine ORT Fernsehnetzwerk, um der Öffentlichkeit zu erzählen, welche schmutzigen Dinge Putin insbesondere bezüglich des Zweiten Tschetschenien Krieges gegen die eigene Bevölkerung getan hatte. Daraufhin ließ Putin die Medien von Berezovsky enteignen und machte daraus ein staatliches Fernsehen. Dann in London berichtete Berezovsky das Putin selbst die russischen Islamisten kontrolliert und zu Terrorismus in Russland angestiftet hatte, um unter dem Vorwand einer islamischen Bedrohung die Demokratie auszuschalten. 

Und auch die eingefleischten deutschen Putinisten kommen nicht darum herum, zu zugeben, dass Tschetschenien heutzutage vom äußerst brutalen islamischen Warlord Kadyrov beherrscht wird, der es zum Zeitvertreib liebte persönlich Gefangene zu foltern. Dieser Sadist unterhält gegenwärtig seinen eigenen Geheimdienst und eine islamische Guerillaarmee, die sogenannten Kadyrovtsky. Diese Bataillone kämpfen für die Interessen Putins gegen die Ukraine, auch im Donbass zu dem auch die deutsche Partei Die Linke und mit Partnerschaft des Kreml Materialien spendet, um diesen widerrechtlichen Krieg gegen die Souveränität der Ukraine zu unterstützen: Sie haben es schon wieder getan! und Was macht Die Linke mit den Neonazis? 2. Teil

Es gibt also klare Beweise dafür, dass der Kreml sich sehr wohl islamischer Krimineller bedient. Als einige Leibwächter von Kadyrow von der Moskauer Polizei wegen Vergewaltigung und Mord verhaftet wurden, wurden sie vom FSB befreit, noch ehe sie eine Zelle betraten und die ermittelnden Kriminalbeamten bekamen ein Verfahren wegen Insubordination. Erinnert das nicht sehr an Deutschland?

"Kadyrow bekommt Geld von zwei Quellen: dem Kreml und arabische Staaten," sagte Juri Felshtinsky, ein Historiker der russischen Geheimdienste. "Die Tschetschenen Republik, im Gegensatz zu dem was die die Medien sagen, ist ein Islamischer Staat. Was hier ablief ist dasselbe, was wir heute in Afghanistan sehen, es begann mit einem Kampf gegen russische Besetzung und endete damit, dass die Extremisten die Macht erlangten." Das Problem ist für Felshtinsky, dass es nahezu unmöglich ist, herauszufinden, welche Geschäfte genau der russische Geheimdienst FSB mit den Djihadisten betreibt, aber alles Treiben des Kreml läuft über Kadyrow.

Der russische Journalist  Andrei Soldatow erzählte: 
"Alle meine Kontakte im FSB und Innenministerium erzählten mir, dass es extrem schwierig war miltante Gruppen zu unterwandern. Mitte der 2000er, errichteten sie große Gefangenenlager in Tschetschenien, um möglichst viele Tschetschenen umzuerziehen und dann zu rekrutieren im Gefängnis, dann entließ man sie als Informanten. Wir hatten nur sehr wenige Beispiele erfolgreicher Infiltration."
Schließlich vermutet er, dass die Ermordung von Basyew von eben solchen FSB Agenten getätigt wurde.

Fest steht. dass der FSB 2005, nach einem Anschlag auf ein Gebäude der Sicherheitskräfte in Nalchik, in der Republik von Kabardino-Balkar in Südrussland, begann islamistische Diasporagemeinden zu kultivieren. Vor allem um Kontakt zu al Qaida zu unterhalten:
"Sie hatten Kontakt zu einer Diaspora von Tscherkessen etabliert, um Kontakt zu Abu Musʿab az-Zarqawi zu erhalten," sagte Soldatow. Der al Qaida Terrorist hieß eigentlich Ahmad Nazzal al-Chalaila und war wichtig für die Herausbildung des ISIS. "Nun gut, das erste Ding das sie [FSB] brauchten, war eine Liste von Jenen die den Islam studierten und praktizierten. Aber der FSB hatte diese Liste nicht. Und das brachte Kadyrow ins Spiel, er war in der Lage seine Verbindungen in Tschetschenien zu benutzen und zur Diaspora, um unverzichtbar für Moskau zu werden."

Paul Goble, ein Experte für Russische Minderheitenethnien und früherer Berater des US Außenministerium und des CIA, sagte, dass es unglaubwürdig ist, dass die russische Zentralregierung nichts von diesem schmutzigen Nexus wußte, zu den islamischen "Feinden": 
"Die russische Regierung hat verschiedene Ziele und vermischen diese und es ist schwierig zu sagen, welches sie in welchem Fall verfolgen. Zuerst einmal sind die Russen keine Idioten. Sie haben sehr wohl militante Gruppen im Nordkaukasus penetriert. Der einfachste Weg um Informationen zu gewinnen ist es, diese Militanten nach Syrien zu schaffen, als Freiheitskämpfer. Zweitens, Moskau ist dabei Pleite zu gehen und den Nordkaukasus zu kaufen und braucht daher einen neuen Weg um die Opposition hier zu kontrollieren. Und der beste Weg zur Kontrolle ist das Exil. Besser wenn sie also die US geführte Koalition in Syrien und Irak, als dass sie die russische Regierung in Dagestan und Inguschetien bekämpfen."
"Das ist wie in Viktor Serge's: Genosse Tulayew," erklärte Goble, in Anspielung an die Novelle von 1948, mit Bezug auf die Ermordung des Stalinisten Sergej Kirov und den darauf folgenden paranoiden Säuberungen in der UdSSR. "Moskau kommt an mit einem gewaltigen Ziel und du holst alle Leute zusammen mit einer Möglichkeit es zu erreichen."

David Satter hatte intensiv über Russlands Geheimdienste geschrieben und deren
doppeltes Spiel mit Islamterror, kurz vor den Olympischen Winterspielen von Sochi, wurde er der erste US-Journalist nach Ende des Kalten Krieges, der ein Einreiseverbot für Russland erhielt: "Kurz nachdem Tschetschenien offenbarte ein de facto unabhängiger Staat zu sein, der den Islamisten gehört, die verlangten, dass die Bevölkerung niemanden zu gehorchen hat, als dem Gesetz von Allah, statt der Regierung," sagte er. "Das ist etwas, was Leute im Westen nicht verstehen. Russische Authoritäten und speziell der FSB reagieren auf Islamterror nicht mit Horror wie Leute im Westen. Sie sehen darin lediglich eine andere Taktik, die man benutzen kann als Regime seine Ziele [ausschalten der Demokratie] zu erreichen. Mann kann sie nutzen gegen Ausländer und ebenso gegen das eigene Volk."


In seinem Buch Darkness at Dawn: The Rise of the Russian Criminal State (Dunkelheit nach der Dämmerung: Das Erstehen des russischen kriminellen Staates), erklärt Satter, dass der FSB den Islamterror bis zum Äußersten nutzt, besonders bezüglich September 1999 und den Bombenanschlägen in Moskau, Buinaksk (Dagestan), Wolgodonsk (Rostow), wo 300 russische Zivilisten getötet wurden und einige Hundert weitere verletzt.

Heutzutage meint eine bedeutende Anzahl von Szenekennern beider Lager, pro und Anti Putin, dass diese islamischen Operationen von Kadyrow und FSB dirigiert wurden. "Dieses beflügelten auch einen wenig bekannten pensionierten Oberstleutnant [Wladimir Putin] der Geheimpolizei, der von President Jelzin zum Premierminister ernannt worden war, nur einen Monat zuvor," erklärt John B. Dunlop, von der Hoover Institution der Stanford University. "Dreieinhalb Monate nach den Moskauer Bombenattentaten, wurde Putin zum Präsidenten des Landes gewählt, im März 2000." Wladimir Putin verdankt seinen Kometenhaften Aufstieg zu einem Weltverändernden Faktor und autokratischer Macht vor allem dem Islamterror.

Putin war der Chef des FSB zur Zeit des Islamterror in Russland. Gleichzeitig wurde er zum Ministerpräsidenten auserkoren, als die Islamisten in Dagestan und Tschtschenien äußerst aktiv waren, unter dem Kommando von Basayew, und viele glauben das dies alles geplant war vom Krel aus, als die letzte Etappe der provokatsiya. Anderthalb Wochen nach dem zweiten Bombenanschlag, auf das Gebäude am Kashirskoye Highway in Moskau, benutzte Putin eine Ausdrucksweise der russischen Mafia, die ihn von einer der Öffentlichkeit wenig bekannten Person in die nationale Prominenz katapultierte: "Wir werden die Terroristen überall verfolgen," erklärte er damals. "Wenn sie auf einem Flughafen sind, dann im Flughafen, und, verzeihen sie mir, wenn wir sie auf der Toilette fangen, dann werden wir sie letztlich auf dem Scheißhaus ausradieren."

Die offensichtlichsten Hinweise, dass der Geheimdienst, geleitet von selbigen Putin, hinter diesen Bombenanschlägen steckt, gibt ausgerechnet die Bombe die nicht explodierte: Kurz nach 21.00 Uhr am 22. September 1999, meldeten Bewohner eines Apartments im Gebäude in Ryazan, einer Stadt südöstlich von Moskau, drei verdächtige Gestalten, die im selben Auto ankamen und in den Keller des Hauses gingen. Die Bewohner gingen daraufhin hinunter in den Keller und fanden mehrere Zuckersäcke und eine elektrische Zündvorrichtung. Die Polizei wurde gerufen und befand, dass es sich um eine "live Bombe" handelte. Sie bestand aus Hexagon, was in den Zuckersäcken sich befand, was sehr schwer zu besorgen ist für Zivilisten. Nur Polizei, Geheimdienst und Militär haben Zugang zu diesem Material. Es war derselbe Typ Bombe, wie bei den früheren Attentaten. Die Bombe sollte um 5:30 Uhr am folgenden Tag explodieren und hätte wohl allen 250 Bewohnern des Hauses das Leben gekostet. 

Dann an eben jenem 23. September, wo die Bombe hätte explodieren sollen, verband das Telefonamt den Anruf zu einer öffentlichen Telefonzelle in Moskau, von einer Stadt zu Stadt Verbindung, der Anrufer sagte lediglich: "Teilt euch auf und jeder nimmt einen anderen Weg raus." Der Angestellte des Telefonamtes alarmierte die Polizei, die den Anruf zurückverfolgte, die Nummer des Anrufer war auf den FSB zugelassen. "Kurz darauf," schrieb Satter (PDF), "mit Hinweisen aus der Bevölkerung, verhaftete die Polizei zwei der vermeintlichen Terroristen. Die sich mit Dokumenten des FSB auswiesen und auf Befehl aus Moskau freigelassen werden mussten."

Am 24. September, anderthalb Tage nachdem Nikolai Patrushew das Amt Putins beim FSB übernommen hatte, erklärte dieser, dass es sich bei der Ryazan Bombe um eine Übung gehandelt habe, um zu "testen" wie die lokalen Autoritäten mit einer möglichen Gefahr durch Terroristen umgehen. Das Bombenräumkomando der Polizei jedoch sagt, dass die Bombe keineswegs eine Attrappe gewesen sein. Patrushev jedoch blieb bei der Lüge, es sei nur Zucker gewesen. Der Polizist der die Bombe entschärfte erzählte Pavel Voloshin, Reporter bei der Novaya Gazeta, dass der Zünder militärischer Herkunft gewesen sei und nicht im Eigenbau entstanden war.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss wurde von der Partei Einheit, die pro Putin agierte, sabotiert. Diese Partei löste sich 2001 auf und ging in der Putinistenfraktion auf. Der Journalist Maxim Glinkin beobachtete 2002, bezüglich der Hinweise des Islamterror, der zu Wladimir Putin führte: 
"Die Authoritäten benehmen sich selbst wie Kriminelle in einem Agatha Christie Roman die von Hercule Poirot überführt wurden."

Die Theorie von der FSB Urheberschaft des Islamterror wurde von zwei ehemaligen FSB Agenten unterstützt, die nach ihren Aussagen Ziel der Nachstellungen durch den FSB wurden. Einer dieser war der Ex-Oberstleutnant Mikhail Trepashkin, der für die Konterspionage des FSB als Leiter vorgesehen war. Er hatte schon Mitte der 1990er Beweise veröffentlicht, dass der FSB mit den Tschetschenischen Extremisten paktiert und auch mit der Moskauer Mafia. Er sollte zuerst eine Auszeichnung dafür erhalten, wurde dann aber vom FSB gemobbt und mit Nikolai Patrushew ersetzt.

Trepashkin hatte enthüllt das der "russische Mohammed Atta" eigentlich ein Wladimir Romanovich war, der als Agent für den FSB arbeitete und auch Mafiaboss war. 
Trepashkin wurde 2003 verhaftet wegen illegalen Waffenbesitz, aber natürlich war das eine FSB-Aktion, um sich an dem "Verräter" zu rächen. Er wurde zu vier Jahren Arbeitslager verurteilt, allerdings nicht wegen des illegalen Waffenbesitzes, sondern kurioserweise, wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen. Amnesty International kritisierte das Verfahren gegen Trepashkin scharf, als politischen Schauprozess. Er wurde 2007 mit einer schweren Krankheit entlassen, wegen der er nie angemessen behandelt wurde. Gegenwärtig ist er wie vom Erdboden verschwunden und lässt sich nicht auffinden.


Der zweite Ex-FSB Offizier bezeugte ebenfalls, das die Regierung Staatsterrorismus gegen das eigene Volk einsetzt, war der wohl besser bekannte Alexander Litvinenko, der in der Ökonomische Kriminalität Division des russischen Geheimdienstes arbeitete und die Verbindungen des Kreml zur Mafia offen legte. Litvinenko erhielt Asyl in London im Jahr 2000 und half dem MI6 die Infiltrationen der Russenmafia und des FSB offen zulegen, nicht nur in Großbritannien, sondern der gesamten EU.
Zusammen mit Juri Felshtinsky schrieb er das Buch Blowing Up Russia: Terror from Within, wo er auf die Bombenattacke der Tschetschenen zu sprechen kam. Er nannte sie Falsche Flagge Aktionen des FSB unter Leitung von Wladimir Putin. Litvinenko starb 2006 an einer Polonium 210 Vergiftung, zugefügt durch den FSB auf direktem Befehl von Putin, gemäß der Ermittlungen des Scotland Yard. Man ist sich sicher dass dieser Mordanschlag durch die russischen Agenten Dmitri Kovtun, der von der Roten Armee zu Geheimdienst wechselte, und Andrei Lugovoi ausgeführt wurden. Letzterer hat inzwischen den FSB verlassen und ist nun ein hochgeheerter Duma-Abgeordneter. Die britische Regierung zeigte sich zwar diplomatischer, dennoch benannten sie offiziell die russische Regierung als "sehr wahrscheinlich der Sponsor dieser Tat".

Der Journalist Anton Orekh nannte die "Apartment Bomben" 2011 "ein Schlüsselmoment in unserer jüngeren Geschichte. Weil diese Bomben kein Unfall waren in der Folge von Ereignissen die folgten: wenn, um es klar zu benennen, sie das Werk unsere Autoritäten  waren, wird alles jetzt und für immer seinen angestammten Platz einnehmen. Denn das ist keine und kann keine Spur von Zweifel sein, über jene die uns beherrschen. Dann sind diese Leute nicht kleine oder große Schwindler und Diebe, sondern sie gehören zu den allerschlimmsten Kriminellen."

Das Boston Marathon Attentat war ebenfalls eine solche FSB Falsche Flagge Aktion, dass nach demselben Muster ablief, wie die Apartment Bomber. US-Spezialisten der Anti-Terror Einheiten machten den Fehler die Verbindung des älteren der beiden Terroristen, Tamerlan Ansorowitsch Tsarnaev, zum FSB zu verfolgen. Die Erkenntnis, bei beiden Terroristen handelte es sich um Muslime, reichte den Ermittlern als Tatmotiv aus. Dennoch wurde Tsarnaev wegen dieser Verbindungen dem FBI übergeben, die ihn dann an den CIA überstellten. Im April 2014 veröffentlichte der CIA einen 168 Seiten Bericht, der nicht klassifiziert wurde, durch den Generalinspekteur der CIA, Justizministerium und Homeland Security. In diesem wird berichtet, dass im März 2011 der FSB ein Memo an die offizielle Vertretung des FBI in Moskau sendete, das Tamerlan Tsarnaev und seine Mutter Subeidat erwähnte. Im CIA bericht heißt es:
"Gemäß der Übersetzung ins Englische durch das FBI, sagt das Memorandum, dass beide dem radikalen Islam angehörten, und das Tamerlan Tsarnaev sich auf eine Reise nach Russland vorbereitete, um unspezifisch 'Untergrundgruppen von Banditen' in Dagestan und Tschetschenien beizutreten und bemerkt das er seinen Nachnamen in 'Tsarni' [der Nachname eines Onkels] änderte. Die russischen Behörden fügten persönliche Informationen über Tamerlan Tsarnaev und Subeidat Tsarnaeva hinzu. Inklusive ihrer Telefonnummern und E-mail Adressen und forderte das das FBI dem FSB spezifische Informationen über diese zur Verfügung stellt, inklusive möglicher Reisen nach Russland."
Das Memo enthielt zwei verschiedene Geburtsdaten von Tamerlan, die beide falsch waren: 21. Oktober 1987 und 21. Oktober 1988 (tatsächlich ist es der 21. Oktober 1986)
Im September 2011 sendete der FSB ein beinahe identisches Memo an den CIA. Es gibt weitere Merkwürdigkeiten. Der abweichende Familienname Tsarni und Tsarnaev wird damit erklärt, dass ersteres die tschetschenische Version ist und Zweiteres die Russifizierte. Merkwürdig aber ist, dass die Familie, die über die Türkei in die USA gelangte sich als Tsarni identifizierte, um Asyl bat und erhielt, dann aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen ihren Namen in die russische Version änderte. Die Familie erhielt ihr Asyl und 2007 eine offizielle Aufenthaltserlaubnis. Im Jahre 2011 lebte die Familie von Sozialhilfe, im September ließen sich die Eltern scheiden und der Vater, Ansor Zarnajew, zog bald zurück in seine Heimat. Interessant ist ja nicht nur, wie er das mit seiner Sozialhilfe bezahlte, sondern auch, weil er Asyl als politisch Verfolgter genoss, verfolgt eben in seiner Heimat. Im Sommer 2012 tat es ihm die Mutter gleich. Ist das nicht merkwürdig? Schon 2009 taucht der Name Tamerlan Ansorowitsch Tsarnaev bei der Bostoner Polizei auf, wegen häuslicher Gewalt gegen seine Freundin. Er heiratete 2010 eine US-Bürgerin die zum Islam konvertiert war und war Anhänger vom Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der Behauptet das die Anschläge vom 11. September 2001 von CIA und Mossad stammten. Tsarnaev brach sein Studium ab um Boxer zu sein. Am 11. September 2011 wurde Tsarnaev ehemaliger Sparingspartner und bester Freund, Brendan Mess, sowie Raphael Teken und Erik Weissman tot in einer Wohnung, in Waltham (Boston), gefunden. Alle drei Opfer waren jüdischer Abstammung, man hatte ihnen die Kehle durchgeschnitten und Marihuanna über sie gestreut. Der Mord blieb unaufgeklärt. (Erinnert das nicht irgendwie an Helters Skelter?)

Nach dem der FBI das Memo des FSB erhalten hatte untersuchten sie Januar 2011 die ganze Familie und fand keine Hinweise auf terroristische und radikale Tendenzen. Darüber wurde der FSB informiert. Dennoch nahm der CIA Tamerlan in die TIDE (Terrorist Identities Datamart Environment) auf und wegen des Memos wurde ihm die Einbürgerung in den USA verweigert. Man befragte Tamerlan jedoch nicht, was es mit seiner geplanten Reise nach Moskau auf sich hatte. 2012 hielt er sich ein halbes Jahr lang in Dagestan und Tschetschenien auf. Einen Monat nach seiner Rückkehr in die USA stellt jemand mit dem Namen auf Youtube Videos von Djihadisten ins Netz. Es gab auch Verweise auf die Islamisten  Abdul al-Hamid al-Juhani und Feiz Mohammed. Der russische Geheimdienst allerdings bezeugte jedoch keine Kenntnis über Kontakte von Tamerlan und Extremisten zu haben. Diese Geschichte stinkt gewaltig, außerdem scheinen hier Beweise platziert worden zu sein. (NSU? Warum hingen Fahndungsfotos der NSU Terroristen in der Moskauer U-Bahn aus?) 
Insbesondere nach dem Bill Keating, vom House Homeland Security Committee, August 2013 im Bostoner Rundfunk bemerkte: "Ich bekam mehr Informationen von Russland als von unserem eigenen FBI." Wieso hatte der FSB im Nachhinein plötzlich Informationen über Extremistenkontakte von Tsarnaev? Mike Rogers, ehemaliger Vorsitzender des House Intelligence Committee, berichtet etwas erhellendes: 
"Über die Tsarnev Brüder, erzählten sie [die russischen Behörden] uns etwas, und dann brachen sie ab. Als das FBI dann nachfragte, brachen sie die Zusammenarbeit ab. Ich halte das für sehr interessant, denn eindeutig wussten sie was über die Tsarnaevs und ihre Radikalisierung."
Die US-Behörden konnten nachweisen, dass der FSB weitaus mehr wusste als sie in den Memos ans FBI und CIA zugaben. Auch hatte der FSB die Telefonleitung angezapft und die Telefonate zwischen Tamerlan und seiner Mutter überwacht, in denen diese beiden über den Djihad sprachen und das Tamerlan nach Gaza gehen wollte, um gegen die Juden zu kämpfen. In einem anderen Telefonat sprach die Mutter über ein Subjekt im Kaukasus, der vom FBI überwacht wurde. Auch ist unklar, warum der FSB erst so erpicht darauf ist, das FBI und CIA in Kenntnis zusetzten über Tsarnaev, aber dann, bei dessen Ankunft auf dem Moskauer Flughafen Sheremetevo im Januar 2012, schlüpft er der Observation des FSB durch die Maschen, nachdem sie ihn in Boston aufspürten und sein Telefon abhörten? Weil sie alles bereits geplant hatten zum Islamterrorkrieg gegen die USA, was ihnen fehlte war ein geeignetes Subjekt, als dieses erkannten sie Tsarnaev. Dann sollte alles so aussehen, als haben die Behörden der USA versagt nach dem doch Moskau sie großzügig auf die Gefahr aufmerksam gemacht hatte und seinen Willen zur Kooperation gezeigt hatte.

Irina Gordienko, ebenfalls Reporterin der Novaya Gazeta, fand heraus, dass Tsarnaev tatsächlich versucht hatte den Islamisten im Kaukasus beizutreten. Die Behörden von Dagestan, insbesondere das Zentrum zur Terrorismusbekämpfung (RDCCE), die dem russischen Innenministerium untersteht, führte ihn auf der Überwachungsliste. Er stand in Kontakt zu Machmud Mansur Nidal, der Djihadisten rekrutierte. Tsarnaev hatte nur eine Unterkunft in Machatschkala, der Hauptstadt von Dagestan, bei seinem Vater. Im März 2012 machte er eine Reise nach Tschetschenien und im Mai tötete ein russisches Spezialkommando Nidal in Machatschkala.

Es ist nahe liegend, dass der FSB auf Tsarnaev aufmerksam wurde, nach dem der Kanadier russischer Abstammung und Konvertit William Plotnikov, als damals 21jähriger, verschleppt wurde vom FSB und verhört, was in der Regel heißt gefoltert. Das war kurz bevor man das Memo ans FBI sendete. Beim Verhör des Kanadiers in Dagestan wird wohl der Name von Tsarnaev gefallen sein, denn die beiden kannten sich über Social Medien. Plotnikov wurde erst im Juli 2012 wieder freigelassen, da man keine Beweise gegen ihn fand. Wurde dann aber im Jahr darauf im Dorf Utamysh im Distrikt Kayakent (Dagestan) von einem russischen Einsatzkommando erschossen.

Damit verlor Tsarnaev aber alle Kontakte zu den Djihadisten. Gordienko schrieb: 
"Die Polizei suchte seinen Vater auf, aber der behauptete das alles in Ordnung sei, sein Sohn sei in die USA zurückgekehrt. Aber sie glaubten seinem Vater nicht und unterstellten das Tsarnaev in den Wald [Untergrund] ging. Sie waren misstrauisch durch den Umstand das Tamerlan ohne seinen Reisepass ging, daher hatten sie die Daten, die sie im Memo Ende 2012 erwähnten."
Das erwähnte Memo an die CIA wurde nie beantwortet.

2013 verneint die Polizei von Dagestan, dass Tsarnaev von den Djihadisten rekrutiert worden war oder Kontakt zu ihnen besaß. Allerdings behauptet er auch (fälschlich? oder lügte der FSB?), dass sich Tsarnaev sich lediglich wenige Tage in Machatschkala aufgehalten hätte und beruft sich dabei auf eine Aussage des Vaters. Und so verwunderlich dies bereits ist, bleibt weiterhin die Frage ungeklärt, wie Tsarnaev zurück nach Moskau kam und ein Flugzeug nach New York besteigen konnte. Nicht nur das er ja keinen Pass hatte, das ließe sich durch einen Vorläufigen in der Botschaft schnell beheben, aber er war doch vom Geheimdienst gesucht worden, um ihn zu verhören? Und warum versuchte der FSB auch vom CIA Informationen über Tsarnaev zu bekommen? Offenbar hatte er sich für den FSB in Luft aufgelöst, wie war das möglich?

Dies ist keineswegs das erste Mal, das sich ein Djihadist in Dagestan verliert und später in einer herausragenden Rolle wieder auftaucht. 1996 passierte das mit Ayman al-Zawahiri, der heute als der Anführer von al Qaida gilt. Er war in Dagestan von den Russen verhaftet worden, als er über Tschetschenien nach Ägypten zu al-Dschihad wollte, die Terrororganisation deren Chef er vor al Qaida war. Er hatte früher mit den Mudschaheddin gegen die Sowjetunion gekämpft. Er reiste mit zwei weiteren Terroristen unter falschen Identitäten und falschen Papieren. Sie wurden nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft in Dagestan festgenommen und in ein Spezialgefängnis des FSB in Machatschkala gebracht.

Die russischen Behörden behaupten nicht gewusst zu haben wem sie da festgenommen hatten. Und Zawahiri behauptete das Allah die Feind blind gemacht hatte und ihnen so geholfen hätte. Ein Entkommen als Wunder Allahs? Warum haben dann die Behörden die drei Geschäftreisende festgenommen? Aus welchen Grund? Warum hatte die Polizei nicht nur Identitäten überprüft, wie normal, sondern die Drei wurden in ein Spezialgefängnis geschafft, auf dass die offizielle Justiz keinen Zugriff hat? 6 Monate befanden sie sich in Gewahrsam.

Letztlich entlassen, verbrachte Zawahiri weitere 10 Tage in Dagestan und traf sich mit Djihadisten, um dann nach Afghanistan zu gehen. Das ist bizarre! "Jeder Ivan Ivanovich [Hinz und Kunz, x-beliebiger] KGB und GRU Offizier der in Ägypten diente, in den späten 70er und 1980er kannte Zawahiri, wegen dessen Verwicklung in den Mord an Sadat.", sagte Glen Howard. Ägypten und Präsident Sadat waren sehr wichtig für die Sowjetunion gewesen, dort gab es viele Geheimdienstler im Einsatz. 
"Sie haben sein Bild im ägyptischen Fernsehen gesehen, in Massenübertragungen verfolgten sie live seine Verhaftung und den Prozess. Deswegen verhaftete ihn Moskau 1996 in Dagestan 1996 und hielten ihn für 6 Monate gefangen in einer Dagestanischen Zuchthauszelle und sagen dann, dass sie nicht gewußt hätten wer er war, nun gut, das ist purer Unsinn."

Sowohl Howard als auch Satter sind sich sicher, dass der FSB weitaus mehr über Tamerlan Tsarnaev in Dagestan wissen, als sie zugeben. Der Kreml hatte auch das Boston Attentat in jeder Möglichkeit und auf zwei wiedersprüchliche Wege ausgebeutet.

Zuerst haben sie betont, wie wichtig die Zusammenarbeit im Bereich der Terrorismusabwehr beider Kalter Krieg Rivalen sei. 
Auf zweiter Ebene versuchten sie die USA in Misskredit zu bringen, in dem sie jede mögliche Verschwörungstheorie unterstützten, die Washington die Schuld gab.
Schon im April 2013 brachte die Kreml eigene Iswestia einen Artikel über Tsarnaev, dass dieser, als er in Dagestan war, "Tagungen und Seminare" des Caucasian Fund, einer Georgischen NGO, bekommen hätte, als auch von der Jamestown Foundation. "Iswestia  besitzt Dokumente des Georgischen Innenministeriums des Departments für Spionageabwehr, welche besagen, dass die Georgische Organisation Caucasian Fund mit der amerikanischen NGO der Jamestown Foundation kollaboriert."
Diese Lüge machten sie, um eine Verbindung zum Analysten für US Außenpolitik Zbigniew Brzezinski herzustellen, der einst Direktor Jamestown Foundation gewesen war. Und lenkten die Vermutung dahingehen, es sei die USA, die einen Terrorkrieg gegen Russland führe: "und rekrutierte Bewohner des Nordkaukasus, um im Interesse der Vereinigten Staaten in Georgien zu arbeiten." Russen werden offensichtlich "rekrutiert auf Seminaren und zu Terroristenangriffen trainiert".

Die Jamestown Foundation nannte die Beschuldigungen absurd. Der Georgische Innenminister bemerkte das es den Informanten, Oberst Grigor Chanturia, auf den sich die Kremlzeitung berief, gar nicht gibt. Doch der Putinpropaganda RT war es egal und stürzte sich auf die Story, aber interessanterweise auch die Website InfoWars.com, diese wiederum gehört zu Alex Jones, der Verschwörungstheoretiker, dem auch Tsarnaev anhing.

Im allgemeinem kann man jedes Gerede über Kooperation bei der Terrorismusbekämpfung zwischen Russland und den USA als Legende abtun. Der ehemalige KGB Offizier Kalugin, sagte: "da gibt es jedes Menge Gerede aber wenig Taten". Kalugin der später für die CIA an diesen binationalen Zusammenkünfte teilnahm, sagte das die Russen nichts von substanziellen Wert sagten, sie diskutierten keine Gegenstrategien, oder die Politik in Zentralasien. Es sind immer nur Banalitäten, worüber sie reden.

Andere Analysten bemängeln, dass selbst wenn der FSB tatsächlich mit ihnen zusammenarbeiten wollte, wären da die immensen Probleme der systematischen Korruption und Inkompetenz in ihren eigenen Reihen. Was einhergeht mit einem autokratischen System, dass Posten an Loyale vergibt, statt an den Bestgeeigneten.

"Zu sagen dass Russland unser Partner sei ist eine diplomatische Aussage," so Mike Rogers, Ex-Kongressmann und Vorsitzender des House Intelligence Committee. "Es gibt einige Beziehungen, aber der FSB hasst es mit dem FBI zu arbeiten und das FBI vertrat dem FSB nicht. Und das kommt daher, weil das FBI sehr beschäftigt damit ist die russischen Spione in Amerika zu verhaften. Sie sind nicht unsere Freunde und sie sind nicht unsere Partner."

siehe dazu:
Der russische rote Jihad - Werden wir nächstes Jahr den Krieg haben?

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