Samstag, 29. Oktober 2016

Gelenkte Demokratie - Ein kriegerischer Akt

Deutschland - verkauft und verraten.

(Das ist die erweiterte Version. Eine Kurzfassung finden Sie hier.)

Wladimir Putins neue Beliebtheit, im Zuge der Bekämpfung, des von seinem Geheimdienst selbst inszenierten Islamterrors, ließ das russische Volk in naiver Weise nicht die Gefahren erkennen. Die wenigen mahnenden Kritiker trafen nicht auf denkende Individuen, sondern auf radikalisierte Fanatiker: dem Massemensch eines Führerkultes. Einem Erlöser aus einer großen Bedrohung. Inzwischen, wo die Trunkenen wieder zur Besinnung kommen, sind die meisten Kritiker nicht mehr unter uns.
In Deutschland sieht es nicht anders aus, wenn man sich die beängstigenden Umbauten im Bundesverfassungsgericht, Einschnitte in Meinungsfreiheit und machiavellistische Angriffen auf die Verfassung ansieht. Erst kürzlich traf ich auf einen deutschen Juden der kontinuierlich seine Kritik an Wladimir Putin äußerte und deswegen von der Polizei bedroht wurde.
Die Euphorie um Putin ließ die Russen nicht die verdächtigen Reformen hinterfragen, mit denen er die Föderation de facto in einen Zentralstaat, nach Vorbild der Sowjetunion umbaute. Die neuen Namen blieben, doch die Veränderungen in den Strukturen, lassen das alte Reich des Bösen erkennen. Das war keine Eigenmächtigkeit, sondern vom Parlament abgesegnet. Die Kommunistische Partei der Russischen Föderation hatte am 15. März 1996 den Antrag eingebracht, die Auflösung der Sowjetunion für nichtig zu erklären. Die Mehrheit der Duma-Abgeordneten, Vertreter verschiedener Parteien, stimmte dafür. Dies wird in Deutschland heruntergespielt damit, dass dem keine Taten gefolgt seien. Das ist entweder sehr naiv, oder bewusste Täuschung. Das Aufleben von Lenin und Stalin Verehrung in Russland spricht das Gegenteil. Der Tschekist Putin baut mit beängstigender Schnelligkeit den alten Sowjet-Imperialismus auf.

Diese sowjetische Transformation, wird von Putin als „gelenkte Demokratie“ bezeichnet. Um die Befehlskette aufzuzeichnen sei erwähnt, dass Gregor Gysi den Begriff in Deutschland bekannt macht und von seiner Partei verbreitet wurde, in Verbindung mit demokratischer Sozialismus. Sozialismus ist nicht demokratisch, sondern die Transformation zum Kommunismus.
Gelenkte Demokratie ist nichts anderes als manipulierte Demokratie, sprich keine freie Gesellschaft.
Das Konzept tauchte zeitgleich überall in der Welt auf, bei Politikern mit starken Moskau Verbindungen. So in den USA bei Bernie Sanders.
Der Begriff der gelenkten Demokratie, erscheint erstmals 1920 bei Walter Lippmann US-Journalist, Kind deutsch-jüdischer Migranten. Das Problem ist, dass der Schöpfer dieses Konzeptes, sehr wohl die „gelenkte Demokratie“ mit Manipulation identifizierte. Er verglich Journalisten mit Gatekeeper (Torhüter), der entscheidet welche Nachricht die Öffentlichkeit erreicht und welche ihm verschwiegen wird. Was uns dann verdeutlicht, dass Lügenmedien nicht das geeignete Wort ist (obwohl auch das mal vorkommt), sondern Auslassmedien genauer ist.
Lippmann sagte, dass die Zeitung lediglich eine Selektion von Nachrichten ist. Der Journalist ist an Auswahlkriterien gebunden, die der Besitzer vorgibt. Gleiche Auswahlkriterien, bei verschiedenen Zeitungen, etwa weil sie den gleichen Besitzer (siehe Bertelsmann Medien) haben, oder diese sich untereinander absprechen (nämlich in der BertelsmannStiftung) führen zu einer „Konsonanz der Berichterstattung“ (Lippmann). Beim Konsumenten wird der Effekt vom „schon Mal gehört“ erzeugt, was dieser als Bestätigung und „Qualitätsmedien“ interpretiert: „Alle sagen das doch!“

1925 greift der selbst als Spin-Doctor (Meinungsmanipulator) tätige Edward Bernays das Konzept auf. Er lässt seinen Onkel Sigmund Freund auf sich wirken, der im Menschen eine irrationale, triebhafte Kreatur sah, die gesteuert werden muss. Insbesondere sieht Bernays das im Bezug auf die Psychologie der Massen. Das wurde im 3. Reich auch umgesetzt, wie noch nie zuvor zur Erzeugung eines Massemenschen. Dieses Tandem der NAZI-Massenmanipulation und Bezüge zu Konzepten, die sich bei linken Anti-Demokraten, die direkt oder indirekt unter der Beeinflussung der Frankfurter Schule standen, ist nicht überraschend, sondern offenbarend. Die Frankfurter Schule hat demzufolge nicht nur die Pseudowelt der 68-er geschaffen, sondern auch die der Nazis. Nicht nur ideell, sondern auch physisch: Die Kommunisten der Fabian Society und Moskau unterstützten die Frankfurter Schule genauso wie die Nazi-Bewegung. Bernhard Shaw von der Fabian Society rechtfertigte Massenmorde von Stalin, Hitler und Mussolini in den Medien. Die Frankfurter Schule war eng verbunden mit den Nazi-Intellektuellen Carl Schmitt und Martin Heidegger. Letzterer viel bei den Nazis in Ungnade, weil er selbst denen zu radikal war, wurde aber von der Frankfurter Schule beschäftigt. Walter Hallstein arbeitete für die Nazis und Frankfurter Schule, ehe er zum Vater der Europäischen Union wurde. Heinz Maus arbeitet sogar für die Nazis bei der UFA. Ernst Niekisch kritisierte zwar die Nazis, aber weil diese die Macht nicht durch eine blutige Revolution an sich reißen wollten.

Wohl deshalb erleben wir gerade dieses Merkel-Gängelregime, von „direkte Demokratie ist gefährlich“. Ja! Gefährlich vor allem für den Machterhalt.
Der Denkfehler dabei ist, dass die Personen, die sich herausnehmen andere manipulieren und steuern zu müssen, selbst irrationale, triebhafte Kreaturen sind. Nur glauben diese genau das nicht. Und das ganz eindeutig aus dem Grund, da sie sich über das Pack und Mischpoke erhaben fühlen. Der Bessermensch-Dünkel, als ein neuer Herrenmensch (Der neue Mensch des Sozialismus).
In ihrer Arroganz und Narzissmus stecken sie ein ganzes Volk in einen Meinungsgulag.

Bernay erklärte seine Begrifflichkeit engineering of consent (etwa: Erzeugung von Einverständnis) wie folgt:
Wenn wir den Mechanismus und die Motive des Gruppendenkens verstehen, wird es möglich sein, die Massen, ohne deren Wissen, nach unserem Willen zu kontrollieren und zu steuern.“

Zur Komplettierung des Problems sei darauf hingewiesen, dass nicht nur Bertelsmann & Co. , dies betrifft, sondern ebenso die „Gegenseite“. Und beide Seiten haben feste Verbindungen zum Kreml. Bei Bertelsmann ist es Gerhard Schröder und bei den Neurechten Jürgen Elsässer.
Durch die Auswahlkriterien wird die öffentliche Meinung polarisiert und radikalisiert. Durch die Kontrolle beider Lager wird daraufhin dem Kreml die Macht gegeben, die deutsche Gesellschaft komplett zu kontrollieren. Gemäß Lippmann wird dem Konsumenten eine „Pseudoumwelt“ in seinem Hirn verankert, die er für wahr hält. Lippmann, gemeinsam mit Charles Merz, erklärten dies am Beispiel der New York Times und ihrer Berichterstattung zur Oktoberrevolution. Kann aber beliebig auf Compact-Magazin oder Süddeutsche Zeitung angewendet werden.

Der gefährlichste deutsche Spin Doctor seinerzeit war Bodo Hombach, der Berater des Putinistischen Kanzlers Gerhard Schröder. Auf diese Gefährlichkeit wies Klaus Kamps in Politisches Kommunikationsmanagement: Grundlagen und Professionalisierung moderner Politikvermittlung (VS Verlag, 2007, S. 184-185) hin. Bernays schrieb in seinem Buch Propaganda - Die Kunst der Public Relations (orange-press, 3. Auflage 2011):
Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

Von Putins Russland der „gelenkten Demokratie“ (in Wahrheit ein Machiavellistisches Monster), ist wohl nichts anderes zu erwarten, ein Land dass ausschließlich Monarchen und Diktatoren kennt. Doch dass er dies hier via seinen Marionetten auch in Deutschland betreibt, ist im Fall der Marionetten als Hochverrat zu bewerten und im Bezug auf den Kreml als kriegerischer Akt.

Pro forma behielt Wladimir Putin zwar Verfassung, Parlament ja selbst Wahlen bei, unterzog sie jedoch enormen Kontrollen. Die Gewaltenteilung der Macht besteht offiziell weiter, wurde aber einer nun vierten Gewalt untergeordnet, dem allmächtigen Geheimdienst.

Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


siehe auch:

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