Freitag, 25. August 2017

Mordkomplott Chinas gegen den Diktator Nord Koreas?

Die japanische Nikkei Asian Review (NAR) berichtete diese Woche, dass die harmonischen Beziehungen zwischen Nord Korea und China am Boden liegen. Ausgelöst durch eine Verschwörung mit Unterstützung Pekings, um Kim Jong-un gegen seinen älteren Halbbruder Kim Jong-nam auszutauschen. 

Demzufolge scheiterte die Verschwörung zum Putsch, als Kim Jong-un seinen Halbbruder in Malaysia ermorden und seinen, als China freundlich bekannten, Onkel Jang Song-thaek exekutieren ließ. 

Es wurde spekuliert Jang wurde hingerichtet, weil er der Mann Pekings in Nord Korea gewesen sei. NAR bezeichnete ihn als die zentrale Verbindung zwischen Nord Korea und China. Zu dieser Zeit war Hu Jintao Präsident von China.


"Gemäss dreier Quellen, Jang soll einen Putsch gegen Kim Jong-un angeboten haben, um diesen mit Kim Jong-nam China gestützt zu ersetzen."

NAR behauptet dieses Angebot war von Jang ausgegangen, als er Peking im August 2012 besuchte. Der Nord Koreanische Offizier stand jedoch unentwegt unter Beobachtung des chinesischen Geheimdienstes, während des Besuches.

Der chinesische Präsident wollte diesen Vorschlag nicht akzeptieren, weil gerade seine rechte Hand Ling Jihua in einen Skandal verwickelt war, bei dem dessen Playboy Sohn, bei einen Autounfall mit seinem Ferrari, starb. Während Präsident Hu sich deshalb politisch zurückhielt, sendete ein hochrangiger Geheimdienstler, Zhou Yongkang, ein Überwachungsband zu Kim Jong-un, auf dem Jang über den Putsch gesprochen haben soll. Offenbar als eigenverantwortliches Machtspiel von Zhou. 

Kim Jong-un soll über das Tape zwar nicht erfreut gewesen sein, ließ seinen Onkel aber erst Ende 2013 exekutieren. Zusammen mit zwei Vertrauten Jang's, zwei hochdekorierte Kader der KP. Die Männer, Ri Ryong-ha und Jang Su-gil, wurden, zusammen mit Jang, mit Flaks erschossen und die Leichen mit Flammenwerfern verbrannt, gemäß Berichten des südkoreanischen Geheimdienstes. Alle waren des Verrates für schuldig befunden worden, berichtete New York Times

Im Buch Son-in-Law of a Theocracy beschreibt Ra Jong-yil, ein früherer stellvertretender Direktor des südkoreanischen Geheimdienstes, ausführlich die Person Jang Song-thaek. Und unterstützt die schon unmittelbar nach der Exekution aufgekommenen Vermutungen, bei dem Putsch Gerücht gegen Kim Jong-un sei missverstanden. Ra Jong-yil, der auch Professor der Politikwissenschaft ist und ehemaliger Botschafter, seines Landes, in Großbritannien und Japan, sah eher die Wirtschaftsreformen von Jang als Auslösung der Exekution.

Jang war bereits unter Kim Jong-il, dreimal mit Verbannung belegt, weil er die nordkoreanische Wirtschaft nach chinesischen Vorbild umbauen wollte. Kim Jong-il, war eine völlig vom KGB aufgebaute Marionette, die als Diktator in Nord Korea installiert wurde. Sein wirklicher Name lautete Juri Irsenowitsch Kim und in Wjatskoje, UdSSR, geboren und aufgewachsen. Die Propaganda verlegte seine Geburt dann nach China, ins Geheimlager Paektusan.

Jang unterstützte zunächst Kim Jong-un als dessen Nachfolger im Jahre 2011 und versuchte seinen Einfluss über den Diktator auszubauen und ihn zu Wirtschaftsreformen zu bewegen. 

Kim Jong-un wollte sich lediglich von diesem Einfluss entledigen und jeglicher Aufruf nach Reformen, egal welcher Art, werden in Nord Korea als Verrat gewertet. Ein Mordkomplott und gar mit Rückendeckung aus China, ist als Fake News zu bewerten, die heute noch dazu dient China als Freund des Westens zu präsentieren.

Bradley Martin, ein bekannter Nord Korea Experte, berichtete dem britischen Telepraph, dass es Jang darum gegangen war, ein Kopie des chinesischen System in Nord Korea einzuführen.

Des Diktators Halbbruder, Kim Jong-nam, wurde mit einem Nervengas am Flughafen von Kuala Lumpur, Malaysia, ermordet. Dabei ging es um nichts anderes, als dass Kim Jong-un, gemäß der absonderlichen Gesetzgebung der kommunistischen Theokratie, ein Usurpator ist. Sein älterer Halbbruder Kim Jong-nam, aus der ersten Ehe von Kim Jong-il hätte eigentlich Nachfolger werden müssen. Es ging hier also nur um Ansprüchen auf den Hammer und Sichel Thron vorzubeugen.

Präsident Hu Jintao war jedoch über die Hinrichtung seines Vertrauten in Nord Korea, Jang Song-thaek, alles andere als erfreut. Der auskunftsfreudige Geheimdienstler, Zhou Yongkang, verschwand wegen Korruption und Geheimnisverrats im Gefängnis. 

Man darf dies jedoch keineswegs damit verwechseln in China einen Rechtsstaat zu sehen. Es geht hier um Konkurrenz. Nord Korea ist sehr nach Moskau ausgerichtet. Und die Reformen von Jang Song-thaek hätten die Bedeutung Russlands zugunsten Chinas zurück gedrängt. Seit dem Jahre 2013, als diese Exekutionen geschahen, ist jedoch eine Menge passiert und China und Russland rücken unaufhörlich näher zusammen. Ob in Nord Korea eine russische Marionette regiert oder eine chinesische, würde den Nord Koreanern weder Freiheit noch Demokratie bringen, oder die Region sicherer Machen. Moskau und Peking sehen sehr wohl beide in Kim Jund-un einen Hitzkopf und würden ihn gerne mit einem berechenbaren Diktator ausgetauscht sehen. Nichtsdestotrotz muss uns klar sein, dass beide Staaten Nord Korea etwa in den Händen der Südkoreaner sehen wollen.  

Dies erkennt man auch daran, dass China als auch Russland, weiterhin Nord Korea in einem gewissen Grad unterstützen. 

Die deutlich härtere Sprache, die Peking, im Gegensatz zu Moskau, anschlägt ist durch die Drohungen der Trump-Administration von harten Wirtschaftssanktionen verursacht. Gäbe es diese Gefahr nicht, würde China ebenso lasch argumentieren wie Moskau.

Es mag weitere Beweggründe geben. Wie in etwa Angst vor einer Flüchtlingswelle, die nach China überschwappt. Oder eben eine komplette Südkoreanisch kontrollierte Halbinsel, die mit den USA alliiert ist.

Die NAR entwickelte die Vermutung vielleicht wolle Kim, der China nie völlig vertraute, aber weiss das er ökonisch nicht mit dem Giganten konkurrieren kann einfach nur mit seiner Atombombe auf einer anderen Ebene bei Verhandlung mit Peking entgegentreten. 

Die bizarrste Vermutung war jedoch, dass die Drohungen Nord Koreas gegen die USA, der Versuch seien sich der USA zu öffnen und sie an den Verhandlungstisch zu bekommen. Äußerst bizarr, allerdings reden wir auch von einer sehr bizarren Diktatur mit einem völlig abartigen kommunistischen Gottkönig.


Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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