Freitag, 8. September 2017

Ende der Diktatur in Venezuela?

Diverse spanisch sprachige Medien (z.B. El Clarín, ABCDiario las Américas) diskutieren im Moment Gerüchte, über die Beseitigung der Diktatur in Venezuela. Treibende Kraft dahinter sei Organización de los Estados Americanos (OEA) und Vertreter der Katholischen Kirche. Bis zu diesem Moment scheint dies auch glaubwürdig. Beide erwähnten Parteien reagierten bereits entsprechend negativ auf den Diktator Nicolás Maduro.

Was einem jedoch zu denken geben sollte ist, dass der Papst Franziskus die treibende Kraft dahinter sei und Raul Castro dabei behilflich sein soll. Selbst wenn man annimmt, Franziskus ist nicht der linksradikale Antichrist der er zu seien scheint, sondern ein verpeilter La-La-Ist, bleibt der Umstand, dass Raul Castro der Diktator von Kuba ist. Zugegeben, es ist nicht neu sich eines Diktators zu bedienen, um einen anderen zu beseitigen, doch an diesen Mediengerüchten ist einiges oberfaul. Die Beseitigung von Nicolás Maduro ist allerhöchstens als Prestigeobjekt zu bewerten. Was dann bedeutet, dass Maduro nur durch einen anderen Diktator ersetzt wird. Die Affinität von Franziskus für kommunistische Diktatoren ist bekannt und stark kritisiert, besonders in Lateinamerika. Gerade den Argentiniern, stolz darauf das der erste Lateinamerikanische Papst von ihnen kommt, gefällt das nicht. Und El Clarín, als Ausgangspunkt des Gerüchtes, ist ein argentinisches Medium. War hier eventuell der Wunsch Vater des Gedankens?

Es wird behauptet, Kuba solle als Gegenleistung venezolanisches Erdöl erhalten. Mit Verlaub gesagt, dass bekommen sie jetzt auch schon. Also wo ist der Ansporn für Castro? Etwas Gutes tun? In Politik geht es nicht um Gut und Böse, dass ist ein weitverbreiteter Irrglaube im Volk. 

Die Zeitung gesteht ein, dass Raul Castro keinerlei Stellung bezogen hat. Was vermutlich daran liegt, dass Kuba vor allem ein Büttel Moskaus ist und das venezolanische Erdöl und Erdgas von China und Russland ausgebeutet wird. Dass heißt, sollten diese Verhandlungen tatsächlich stattfinden, dann wird hier definitiv mit der falschen Partei diskutiert. Kuba ist nicht in der Position über das Schicksal von Nicolás Maduro zu entscheiden, dies geschieht in Peking und Moskau. 

Dass diverse Präsidenten über die Beseitigung des Problemes Kommunismus beraten glaube ich gerne, aber ausgerechnet der Diktator von Kuba ist da der definitiv falsche Ansprechpartner. China und Moskau werden nur einem Austausch der Diktatoren zustimmen, sie werden aber nicht ihre Kontrolle der venezolanischen Bodenschätze aufgeben. 


Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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