Sonntag, 10. Dezember 2017

Über die Absichten Russlands

Schreibt ein russischer Chefredakteur bei LiveJornal: 

"Hab' gerade "60 Minuten" geschaut (Anmerk.: eine abendliche Talkshow im russischen Ersten TV-Kanal). Gewöhnlich ist da nur die Rede von der Ukraine, aber heute ging es darum, wie wir gegen Amerika Krieg führen werden. Auf der Bühne dieselben Schirinowski, Stankewitsch, Mitglieder des Föderationsrats usw. Allgemeines Refrain: Die Situation muss an die Spitze getrieben werden, so richtig an die Grenze eines Krieges zwischen den USA und Russland, und parallel müssen überall lokale Kriege laufen - im Nahen Osten, in der Ukraine, zwischen Indien und Pakistan, im Nordkorea und China. Sie zählen auch die Opfer: dort 50 Millionen, hier 200 Millionen. Und weiter, ein Ultimatum an die USA: Alle Länder Osteuropas müssen aus der NATO austreten, die Ukraine soll an Russland übergeben werden! "Polen, Baltikum - das sind alles Feiglinge, die werden die NATO von allein verlassen!", schreien sie im Studio. Haben irgendeinen Professor aus Kanada gefunden, der Russisch spricht (Name Peter, den Nachnamen habe ich verpasst). Er ist im Großen und Ganzen einverstanden, warnt aber davor, dass die Kosten für hybride Kriege, militärische Aufrüstung und Außenpolitik Russland überfordern könnten. Das gab es doch schon mal in Eurer Geschichte, das Land war wegen Überlastung auseinandergefallen. "Piss dich doch nicht voll! Wir schaffen das!". Die Zuschauer klatschen. Vorhang".

Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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