Sonntag, 1. April 2018

"Sie haben uns in den Arsch gefickt!", russische Söldner über das Fiasko in Syrien

Das Weiße Haus gab kürzlich Bildmaterial und abgefangene Funksprüche heraus, im Zusammenhang mit dem Angriff auf die US-Truppen in der Nacht vom 7. zum 8. Februar (13. Februar durch Bloomberg bekannt gemacht) bei Deir al-Zor (Syrien), der um die 200 tote russische Söldner der Wagner Group zurückließ. Die Wagner Group wird von Dmitry Utkin gelenkt, der über Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin (alias: Koch des Kremls) zum engeren Umkreis von Wladimir Putins Schergen zählt. Der Kreml hatte zuletzt behauptet, nachdem er seine offizielle Stellungsnahme mehrfach änderte, dass die russische Regierung nichts mit den Söldnern zu tun habe. Die Funksprüche zeigen jedoch ein anderes Bild, dass ihnen die offizielle Unterstützung erst verwehrt wurde, nachdem sich das Fiasko der Unternehmung herausstellte.

"Sie haben unsere Ärsche gefickt", ein russischer Söldner über die demütigende Niederlage durch die USA in Syrien, vor einigen Tagen, die Berichten zufolge durchgesickert sind. Die Funksprüche, die angeblich von russischen Söldnern in Syrien stammen, wurden während des Gefechts Mitte Februar aufgezeichnet. US-Streitkräfte waren von gemischten islamistischen und russischen Soldaten angegriffen worden. Die US-Truppen hatten danach kein Menschenleben zu beklagen, aber es gab 300 tote und verwundete Russen. Wie ich damals schon vermutete, regt der Kreml großen Groll über die wiederholte Demütigung durch US-Streitkräfte.


Der Ton, der die Berichte von Reuters und Bloomberg  untermauert, scheint auch Aussagen des Außenministeriums Russlands zu widersprechen, nichts mit dem heimtückischen Hinterhalt zu tun zu haben. Die Tapes wurden von der US-Regierung veröffentlicht. 

Russische Söldner wurden offenbar geschickt, um, in einem absurd geplanten Angriff, ein von den USA kontrollierte Ölraffinerie zu erobern. Als das Fiasko erkennbar wurde, verweigerten die regulären russischen Truppen ihre Unterstützung. Die Aufnahmen wurden von einer Quelle aus dem Kreml geschmuggelt. 

Das Pentagon bezeichnete den Angriff als "unprovoziert". Der Gegner hatte den Euphrat überquert, der als Grenze zwischen den von den USA unterstützten und von Russland unterstützten Truppen fungiert.

Das Pentagon sagt, dass etwa 500 Mann auf die Position vorrückten und dass die USA mit Luftangriffen und Artilleriefeuer reagiert habe. 

Auch im Audio ist Unmut darüber zu sehen, wie Russland auf die Situation reagiert hat. Zunächst bestritt Russland, dass seine Bürger an dem Zusammenstoß beteiligt waren. Später sagte die Sprecherin des Außenministeriums, dass fünf gestorben sind. Letzte Woche sagte das russische Außenministerium in einer Erklärung, dass der Kampf "mehrere Dutzend Verletzte" hinterlassen habe und dass einige gestorben seien.

Die Tonaufnahmen, in denen Stimmen zu hören sind, die sagen, 200 Menschen starben "sofort", scheinen Berichte von Reuters, Bloomberg und dem Pentagon zu bestätigen, dass ungefähr 200 - wenn nicht sogar mehr - Russen im Kampf starben. Und ca. 100 Verletzte in Militärkrankenhäuser nach Russland verlegt wurden. Reuters hat Quellen zitiert, die besagen, dass der Zweck des Angriffs war, die Reaktion der USA zu prüfen. Es scheint, die Antwort kennen sie nun.

Man geht davon aus, dass Russland Söldner in Syrien und nicht sein Militär einsetzt - Experten spekulieren, dass es die Leugnung von Kriegshandlungen ermöglicht und die wahren Schuldigen des Kampfes vor dem russischen Volk verbergen soll. 

Die Washington Post berichtete letzte Woche, dass US-Geheimdienstberichte mit abgefangenen Nachrichten zeigen, dass ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin einem hochrangigen syrischen Beamten sagte, er habe vor dem Vormarsch der US-Truppen "eine Erlaubnis" aus dem Kreml erhalten.

Die Berichte in der Audioausgabe stimmen auch mit den Berichten darüber überein, wie der Kampf ausging, und stellten eine unvorbereitete Truppe dar, die eine überwältigende Luftangriffsreaktion erhielt, bevor die Kampfhubschrauber die Verbleibenden beschossen.

Maria Zakharova,
Pressesprecherin des russisches Außenministerium,

Maria Zakharova, Pressesprecherin des russischen Außenministerium, log zum Vorfall unverblümt die Öffentlichkeit an: 
Quelle: Webseite des Russischen Außenministerium, 15. Februar 2015
Übersetzung:
"Material über den Tod von Dutzenden und Hunderten von russischen Bürgern sind eine klassische Fehlinformation. Es sind nicht 400, nicht 200, nicht 100 und nicht 10. Nach vorläufigen Angaben, aufgrund eines bewaffneten Zusammenstoßes, dessen Umstände untersucht werden, können wir vom Tod von 5 Menschen ausgehen, vermutlich russische Bürger. Es gibt weitere Opfer, aber all dies erfordert insbesondere eine Überprüfung und vor allem die der Staatsbürgerschaft - ob sie alle Bürger Russlands oder anderer Länder sind."

Die Sprecherin des Ministeriums ist die einzige Person, die öffentlich zum kriegerischen Akt Moskaus sich äußerte. Und zwar ca. eine Woche nach dem Ereignis der Nacht zwischen dem 7. und 8. Februar. Bloomberg hat davon am 13. Februar erstmals der Öffentlichkeit berichtet. 

US-Verteidigungsminister Jim Mattis wies daraufhin, dass die US-Truppen in Notwehr gehandelt haben. Sie waren angegriffen worden von Truppen, die sie zunächst für Streitkräfte des Assad-Regime hielten.

Die US-Truppen wussten von der Anwesenheit der Russen in der Region und informierten die russische Regierung über ihre eigene Anwesenheit in Deir al-Zor, um genau das zu vermeiden was der Kreml Mitte Februar provozierte. Aber der Kreml dementierte die Präsenz von ihren Leuten vor Ort.

Die Witwe eines der getöteten russischen Söldner gab dem Kreml die Schuld: "Sie wurden in den Kampf getrieben, wie Schweine."

Und Alexey Navalny nannte die Regierungserklärung von  Maria Zakharova eine Lüge (Video Russisch):

"Es ist schwer vorstellbar, dass es so lange dauern würde", sagte Nawalny, die Nationalität der Verwundeten festzustellen, speziell "da die Verletzten nach Russland zurücktransportiert wurden".

In diesem Zusammenhang ist eine jüngste Erklärung von Wladimir Putin interessant (im Zusammenhang mit Vertuschungen um den Brand im Kemerowo Kaufhaus), die so auch von der Bundesregierung stammen könnte. Die Leute sollen nicht den Sozialmedienplattformen glauben, sondern nur den Staatsmedien.

Die Staatsmedien Russland haben eine sehr lange Tradition in Lügen, Betrügen und Propaganda:


Russland schämt sich verständlicherweise seiner eigenen Kriegsmarine. Radio Eriwan veröffentlichte dieses Bild von der russischen Marine. Angeführt von dem rauchenden Diesel-Fiasko Admiral Kusnezow. Beim Eintritt in den Ärmelkanal. Das tatsächliche Bild wurde jedoch geändert, mit einem Bild der atomaren Flugzeugträger-Kampfgruppe der United States Navy. Wie tief kann der Kreml noch sinken? Wenn sie die Schiffe von politischen Gegnern benutzen, um sich aufzuwerten. 



Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!



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