Das BRD-Märchen

Im Pavillon des roten Clowns

Ein politisches Märchen über die BRD


Wie meinen Sie? Der Neu-Rechte Massemensch sei das Gegenteil vom La-La-Ist? Nun ja, in gewisser Weise kann man das so sehen, wenn man sich nämlich selbst bereits im Pavillon des roten Clowns aufhält. Dann scheint Neu-Rechts das Gegenteil von Neu-Links. Beide sind jedoch Teil der Transformation, die der rote Clown in seinem Pavillon zelebriert. 


Aber der rote Clown hat einen Feind, der sich nicht im Pavillon aufhält und erkennt, von seinem Standpunkt außerhalb, beim Hereinblicken durch das bunt geschmückte Schaufenster Sozialismus, mit dem der rote Clown weitere nützliche Idioten zum Konsumieren anregen will, dass dort merkwürdige Dinge vor sich gehen, die er nicht einordnen kann und wenn, dann befürchtet er nichts Gutes. Das war der Herr Individuum. 


Der Herr Individuum hatte gesehen, dass der rote Clown sich mit Blut schminkte und seinen Zuschauern ein Marionettentheater vorspielte. Er sah einige Marionetten, ganz in Grün gekleidet, die komische Sachen mit kleinen Kindern machten und anderes abstoßende. Der rote Clown nannte sie: "Trägerwelle der Revolution". Dann gab es andere Marionetten, ganz in braun, die die Grünen bekämpften. Der rote Clown sprach da von: "Scheinalternative für die Unzufriedenen". Zwischen drin tauchte immer wieder einmal eine Marionette auf, die ihn an Beduinen erinnerte. Die der rote Clown "nützliche Idioten" nannte, zusammen mit den Marionetten der Medienwelt und Politik. Doch als das Marionettentheater endete, waren alle in ein Rot gekleidet, vom selben Farbton wie die Schminke vom roten Clown.

Der Herr Individuum wurde misstrauisch. Der Herr Individuum ist kein auffälliger Mensch, denn er färbt sich nicht die Haare, um seiner Individualität Ausdruck zu verleihen. Er ist einfach eine Person, die ein ruhiges und beschauliches Leben in seiner kleinen netten Stadt führen möchte und sich den einzigen Luxus erlaubt, seine eigenen Überlegungen anzustellen, auf dem er seine Meinung äußert. Doch der Herr Individuum hat zur größten Sorge, dass ihm diese Lebensweise genommen werden könnte. Den roten Clown mochte der Herr Individuum noch nie, wegen dessen Maske, die verhindert dessen wahres Gesicht zu sehen. Er ist besorgt, denn jeder in der Stadt weiß, dass der rote Clown gern Bürgermeister sein würde. Und daher fragt er sich, ob das Marionettentheater damit etwas zu tun habe.

Nun ist jedoch auch der rote Clown besorgt, denn er hat gesehen, wie der Herr Individuum mit besorgtem Gesicht durch sein Schaufenster sah. Er weiß, dass es verheerend für ihn wäre, wenn der Herr Individuum gesehen hat, woran er in seiner Alchemiestube gearbeitet hatte. Schnell läuft er hinüber, in seinem bunten Kostüm, mit der Hupe und den Süßigkeiten für die Kinder, zu seiner sehr guten Freundin, die Frau Bertelsmann. Die hat Einfluss in der Stadt, sie hat beinahe alle Zeitungen, Radio- und TV-Stationen der Stadt und bittet Sie um Hilfe, ehe besorgte Bürger, aus schlechten Motiven heraus ihm ein Leid an tun könnten. Schließlich möchte er nur, dass ihn alle Leute lieb haben, weil er doch alle lieb hat und ihnen Freude machen möchte. Und schon am nächsten Tag strahlt der rote Clown. Denn auf allen Sendern und in den Zeitungen wird der rote Clown gelobt und vor besorgten Bürgern gewarnt. 
Das ist aber noch nicht genug, denn der rote Clown sendet seine La-La-Isten aus, um den Herrn Individuum zu beobachten.

Der Herr Individuum ist verwundert darüber, dass alle Medien dasselbe Thema haben. Er fragt sich, ob es nur ein Zufall ist oder der rote Clown dahinter steckt. Der Herr Individuum beginnt mit den Leuten, die auch so denken wie er, zu sprechen und stellt beunruhigendes fest. Nicht nur das Frau Bertelsmann eine gute Freundin vom roten Clown ist, nein, auch viele Menschen die den Pavillon besuchten, als Massemensch zurückkommen. Der Herr Individuum ist nun noch mehr besorgt, dass die ganze Stadt eines Tages von diesem sektenartigen Zombies übernommen werden könnte. 

Den roten Clown erreichen beunruhigende Nachrichten, denn der Herr Individuum lässt sich nicht beruhigen und es gibt andere wie er. Daher sendet er erneut seine La-La-Isten aus, die sich auf die ganze Stadt verteilen und auf das Recht pochen, für die gute Sache einzustehen, sich herausnehmen Leute zu kontrollieren und drangsalieren auf Verdacht einer der Massemenschen zu sein. Sie geben vor die Gesellschaft vor dem Erstarken eines Massemenschen beschützen zu wollen. Der rote Clown hatte vermutet so die Ängste des Herrn Individuum zu beseitigen, der sich nun keine Sorgen mehr macht. Tatsächlich scheint er auch bei einigen dieser Individuen Erfolg gehabt zu haben, die legen sich wieder schlafen. Doch eben der Herr Individuum beruhigt sich nicht, da er diese Leute kennt, sie gehören zu denen, die er damals durch das Fenster im Pavillon sah. Er sieht auch, dass sie aller Hand Dreck in der Stadt verteilen. Sie sagen es sei, um die braunen Maschinenmenschen zu bekämpfen. Sie selbst kleiden sich zur Unterscheidung alle in Grün. Doch Herr Individuum stellt sich die Frage, ob Grün das neue Braun ist oder ob Grün und Braun nicht nur die Teilaspekte vom Rot, in einer unheiligen Dreifaltigkeit repräsentieren. Daher beschließt er mit dem Bürgermeister Herrn Wirsing zu reden.

Das Haus des Herrn Wirsing ist gleich nebenan. Und er stellt fest, dass auch der bereits besorgt über den Pavillon in der Stadt war und dem roten Clown nicht traut, auch wenn er sich noch so freundlich gibt. Doch der Herr Individuum ist nun ruhiger, denn der Bürgermeister hat ihm berichtet, dass er mit den Bürgermeister der beiden Nachbargemeinden einen Bund gegen den roten Clown geschlossen hat. Das war nicht so schwer, weil der eine Bürgermeister sein Onkel Sam ist und der andere sein guter Freund Goldstein, von denen er nämlich erzählt bekam, dass in ihren Städten auch ein roter Pavillon steht.

Doch nach einigen Tagen erschreckt er erneut. Auf allen Medien wird berichtet, dass der Herr Pastor Dokumente im Pavillon gefunden habe, die belegen, dass der Herr Wirsing korrupt ist. Doch der Herr Individuum kennt den Herrn Pastor gut, denn er hat früher als Gaukler für den roten Clown gearbeitet. 


Und dann wird es noch schlimmer, denn der Herr Wirsing muss aus seinem Haus ausziehen, da dort die neue Bürgermeisterin einzieht. Alle kennen die Bürgermeisterin als Freundin von Frau Bertelsmann, die früher im Pavillon des roten Clowns die Schaufenster dekorierte. 

Der Herr Individuum will sofort die Bürgermeister der Nachbargemeinden alarmieren. Doch er stellt fest das die Bürgermeisterin alle Telefonleitungen kappte und einen tiefen Graben, als Barriere hat ausheben lassen. Die Bürgermeisterin sagt zwar, dass alles in Ordnung sei, aber Herr Individuum weiß es besser. Diese neue Bürgermeisterin löst kein einziges Problem in der Stadt, sie schafft aber ständig neue, um von den alten abzulenken. Und wenn man sie danach fragt, weiß sie nur drei Worte zu erwidern: "Wir schaffen das!" 
Der Herr Individuum ist nun in Panik, die Bürgermeisterin gleicht keinem Menschen, sondern einer ferngesteuerten Puppe.
Probleme werden nun verwaltet, aber nicht gelöst und so verdreckt die ganze Stadt. Es ist nicht mehr die kleine nette Stadt, in der es Spaß machte zu leben. Die La-La-Isten machen sich überall breit und schon bald ist sogar der Herr Individuum von seiner einst geliebten Stadt angewidert. Die La-La-Isten behaupten von Onkel Sam und Herrn Goldstein bezahlt zu werden. Herr Individuum weiß jedoch, dass er sie im Pavillon gesehen hat, doch niemand glaubt ihnen, weil die bunte Vielfalt an Medien in der Stadt etwas anderes sagen. Und wenn bei dieser Vielfalt an verschiedenen Medien alle diese den Herrn Individuum als Kassandra-Rufer diffamieren, dann muss das wohl stimmen. Dabei vergessen die Nachbarn vom Herrn Individuum nur eine gravierende Sache: Kassandra hatte stets Recht gehabt, doch ihre aufgeklärten trojanischen Mitbürger glaubten ihr erst, als sie von den eindringenden Fremden abgeschlachtet wurden.

Die Zeiten wurden dann immer verrückter. Einmal beim Einkaufen im Supermarkt trat ein ihm unbekannter Mensch an ihn heran, ganz in Braun gekleidet, und beginnt sich darüber zu beschweren, dass die Bürgermeisterin nichts taugt. Er sei sich jedoch sicher, dass die einzige Möglichkeit zur Rettung darin bestehe, dass der rote Clown Bürgermeister wird. Das sei genau der richtige Mann zum Durchgreifen und Ordnung schaffen.
Der Herr Individuum ist etwas verwundert, wie jemand glauben könnte, dass der rote Clown ein guter Bürgermeister sein könnte. Doch dann blickt er sich im Supermarkt um und sieht, dass sich viele seiner Mitbürger in Massemenschen verwandelten, die einen kleiden sich in Grün und die anderen in Braun. Und beide bekämpfen sich gegenseitig. Die einen fördern die Perversion und die anderen geben sich als die Rettung vor den Perversen aus, angeführt vom roten Clown der Ordnung verspricht, wenn er Bürgermeister geworden ist. Nur noch wenige Individuen kann der Herr Individuum in der grün-braunen Menschenmasse erkennen und alle sind sie weit verstreut, er kann sie nicht erreichen, oder sich mit ihnen kommunizieren. 

Und als er Hilfesuchend nach oben blickte, stand dort hoch über ihm der rote Clown, der die Strippen von Marionetten bediente und dabei lachte.

Eines Tages dann, nach dem Kampf und nachdem die Stadt verwüstet wurde, kommen Männer mit einer Namensliste zum Haus des Herrn Individuum und nehmen ihn mit. Er erkennt sie wieder, einige waren früher Grün andere Braun, doch nach dem Kampf wurde aus den Überlebenden ein roter Massemensch. Genauso rot wie die Schminke des Clowns. Nun gab es nur noch ihn und einige Individuen, die die roten Männer nach einander in den Wagen zu ihm zwangen. Es gab nur noch den roten Massemenschen und die Individuen.


"Wo bringt ihr uns hin?", fragte der Herr Individuum einen der Roten.
"Zum Pavillon!", antworte der mürrisch.
Dennoch fragte Herr Individuum: "Warum? Was haben wir getan?"
"Ihr habt euch der Transformation in eine Moderne Gesellschaft verweigert, ihr könnt als Modernisierungsverlierer und Reaktionäre nicht unter uns leben."
"Also zwingt ihr uns nun alle gemeinsam im Pavillon zu wohnen?"
"Nein!", sagte der Rote. "Dort werdet ihr nicht wohnen, dort stehen aber die Öfen."




Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!



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