Chronologie gegen die Demokratie

Chronologie gegen die Demokratie:

wird fortwährend ergänzt... 

Diese Zeittafel soll die Entwicklung hin zum bevorstehenden Supergau aufzeigen. Uns wird nicht erlaubt die Geschichte in Zusammenhang zu bringen, sondern darf nur in vorgegebenen Häppchen serviert wird, als handle es sich um Singuläre Ereignisse, statt das Produkt vorhergehender Ereignisse.
Ich glaube aber sehr wohl, dass es dem einen oder anderen helfen wird, das wahre Bild unseres Problemes zu erfassen, wenn wir uns einen Abriss verschaffen über die Entwicklungen seit der Französischen Revolution. 
Daher möchte ich diese Seite als zusätzliches Material zur Verfügung stellen, für den interessierten Leser. Sie ist noch nicht vollständig und soll ständig erweitert werden.
Die Sache ist, dass der Kampf gegen Rechts nur ein Vorwand ist, um uns in der "gelenkten Demokratie" von der tatsächlichen Gefahr abzulenken. Es geht um ein Intrigenspiel wo sich Rechtsradikale und Linksradikale zusammenfinden, um das Bürgertum, die Republik und die Demokratie zu bekämpfen.

1793

Paris: Französische Revolution in der terroristischen Phase

Das Revolutionstribunal ersetzt jetzt die gewöhnlichen Gerichte. Es gibt keine Berufungen mehr. Das Urteil ist endgültig. Schauprozesse sollen über Justizwillkür und de facto außergerichtlichen Hinrichtungen hinwegtäuschen. 
Unter den Jakobiner taucht ein linkes Ritual auf, welches danach immer wieder bei ihren Revolutionen auftaucht: Grabschändung.
September: Mit dem Gesetz über die Verdächtigten erreicht die linke Diktatur einen erneuten Höhepunkt. Der Verdacht ist bereits eine Überführung als Täter. Damit sollen die Willkürtötungen als scheinbar Rechtspruch legitimiert werden. Plebiszite Bewegungen scheinen grundsätzlich leicht in den Hexenwahn zu verfallen.
Ausgerechnet der "Wohlfahrtsausschuss" ist Zentrum des Staatsterror.
Das Gesetz über die Verdächtigten wird von den Jakobinern gegen die Girondisten angewendet, damit wird der ursprüngliche Revolutionsträger liquidiert. Dies läuft immer wieder so ab. Das Volk wird mit Idealen gefüttert und aufgehetzt, um einen Bürgerkrieg zu provozieren. Dazu wird ein Revolutionsträger geschaffen (Girondisten) und anschließend von einer linken Mafia (Jakobiner) beseitigt, um sich dann als neuer und allmächtiger Adel zu installieren. Genauso war es in Russland, wo der Revolutionsträger Bolschewisten war. Auch diese wurden dann von den Kommunisten beseitigt. In der Weimarer Republik schuf man als Revolutionsträger die Nazis, deren Macht mit dem Röhm Putsch wieder beseitigt werden sollt, funktionierte aber nicht. In der bevorstehende Revolution heißt der Revolutionsträger Bessermensch (Gutmensch) und Muslim. Freilich werden auch die anschließend wieder beseitigt.

1794 
Das Prairial-Dekret verschärft nochmals den Staatsterror in Frankreich. Todesurteil bei Verdächtigungen und den Angeklagten wird ein Rechtsbeistand verwehrt.
Juli Putsch gegen die Jakobiner, der sich erst im Dezember komplett behauptet.
September: Die Entchristianisierung Frankreichs wird beschlossen.
24.Dezember: Weberaufstand in Augsburg wird von Revolutionären angezettelt, die sich an der Französischen Revolution orientieren. (Revolutions Export)

1795
Januar: Revolutions Export. Frankreich macht aus den Niederlanden die Batavische Republik.
1. April Germinal-Aufstand aufgrund einer Hungersnot in Paris, Grund Misswirtschaft.
20. Mai Prairialaufstand der Hungernden in Paris, fordern: Brot und die Verfassung von 1793. Wird nach drei Tagen niedergeschlagen.
Juni, trotz der Hungernot im Land führt die Republik weiter Krieg, getrieben vom Glauben die Revolution exportieren zu müssen und das Proletariat befreien zu müssen, obwohl die gar nicht wollen. Während das eigene Volk bereits gegen das Regime rebelliert und blutig niedergeschlagen wird. Probleme im Innern weiß man nicht zu lösen und begegnet ihnen mit Kriegen nach Außen. 
Luxemburg wird von Revolutionstruppen erobert.
14. Juli Die Marseillaise wird Nationalhymne und besingt den Völkermord.

22. Juli Das Massaker Quiberon schließt sich der Emigrantenschlacht an, wo die Revolutionstruppen ihre Kriegsgefangenen (Königstreue Franzosen) töten.
August Nichtwähler zeigen ihre Ablehnung des Regime der "Befreier".in Neuwahlen wird ausgerechnet der Feind, die Bourgeoisie, begünstigt. Das Volk will Ordnung und Essen und traut den Revolutionären nicht mehr.
5. Oktober: Dem Brigadegeneral Napoleon Bonaparte (auf Seiten der Revolutionäre) gelingt es im Auftrag von Paul de Barras, dem Präsidenten des französischen Nationalkonvents, in Paris einen Aufstand der Royalisten niederzuschlagen.

1796
April Beginn des Italienfeldzug von Frankreich unter dem Kommando von Napoleon Bonaparte.
April Die Revolutiontruppen gründen in Italien die Republik Alba.
Mai: Ein Putsch der Jakobiner wird vereitelt.
April/Mai: Meutereien von Spithead und Nore bei der Roayl Navy scheinen auf den Revolutions Export zurück zu gehen.
19. November: Napoleon Bonaparte gründet die Republik Ancona.
30. Dezember: In Mainz rücken Truppen der französischen Republik ein.

1797
22. Februar Den Revolutionstruppen gelingt eine Invasion auf der britischen Hauptinsel, bei Fishguard (Wales), besaufen sich aber am erbeuteten Alkohol und werden von britischen Truppen kampfunfähig vorgefunden.
März: In der XYZ-Affäre provoziert Frankreich einen Krieg gegen die USA.
Der als 1. Koalitionskriege bekannte Auseinandersetzung ist auf den Revolutionsexport Frankreichs zurückzuführen und muß eigentlich als Weltkrieg gesehen werden. Die Kampfhandlungen werden in Europa, Afrika, Asien und Amerika ausgeführt. Es ist dieselbe Notwendigkeit des Exportes der Revolution, wie sie sich dann bei den Nazis, Sowjetuion, Kuba, Venezuela wiederholt. Der Krieg wird zum Raub der Güter geführt, um damit die Probleme in der Innenpolitik zu überdecken.

1798
Viele Revolutionsexporte in Kleinstaaten von Süddeutschland und Schweizer Kantone.
Februar: Frankreich er obert Rom und den Kirchenstaat.
12. April Obwohl die Eidgenössischen Truppen den einfallenden Franzosen gewachsen sind, führen Aufstände in den Kantonen, durch subversive Kriegsführung und den eingeschleusten Agenten, zur Kapitulation der Eidgenossen. Genau das macht im Moment Russland mit Deutschland, als Kriegsvorbereitung.
Mai: Die Franzosen provozieren einen Aufstand der Iren. Wird aber bald blutig von den Briten niedergeschlagen. Zeigt aber sehr schön wie die Mentalität bei diesen Volksbefreier vorherrscht, andere ins Unheil zu stürzen. Selbstverständlich nur mit "guten Absichten".
Juni: Das französische Expeditionsherr von Napoleon, nimmt auf dem Weg nach Ägypten, Malta ein.
Juli: Die Franzosen landen in Alexandria. Sie besiegen das Mammelukkenheer und das ägyptische Heer und erobern Kairo. Aber eine britische Flotte unter Admiral Nelson vernichtet die französische Flotte im Nildelta.

1799
Juni Jakobinischer Putsch misslingt in Paris.
9. Oktober Nopoleon kehrt aus Ägypten zurück nach Frankreich.
9. November Sturz des französischen Direktoriums nach Staatsstreich
10. November: Napoleon Bonaparte wird vom Rumpfparlament unter Druck des Militärs zum Ersten Konsul ernannt.
13. Dezember: Erster Konsul Napoleon Bonaparte erklärt die Französische Revolution für beendet, aber der Krieg geht weiter.

1800
24. Dezember Bombenattentat auf Napoleon schlägt fehlt.

1801
23. März Zar Paul I. wird durch ein Attentat von Rechtsradikalen (Adlige) ermordet.
24März Durch das rechtsradikale Attentat wird Alexander I. neuer Zar.

1802
20. Mai Napoleon erlaubt wieder die Sklaverei in den Kolonien, die eigentlich seit 1794 abgeschafft war.
2. August Napoleon wird zum Konsul auf Lebenszeit gewählt, 3 Mio Franzosen stimmten mit ja und 1600 Nein Stimmen.

1804
2. Dezember Napoleon Bonaparte krönt sich selbst zum Kaiser der Franzosen. Damit war die linke Utopie vom Mythos der Revolution gescheitert. Anarchie, Mord und wirtschaftlicher wie gesellschaftlicher Verfall hat es Frankreich gebracht und natürlich den Wunsch nach dem starken und ordneten Führer der Nation, der Frankreich in ein neues goldenes Zeitalter führte und endete schließlich mit einem Kaiser. Genau das passierte mit der Weimarer Republik, nur endete es mit einem Führer.

1807
9. Oktober: Friedrich Wilhelm III. von Preußen, erlässt ein Edikt zur Befreiung der Bauern von der Leibeigenschaft

1808
21. Februar: Russische Truppen überschreiten ohne vorige Kriegserklärung im heutigen Finnland die schwedische Grenze.
14. März: Mit Übergabe der Kriegserklärung in Stockholm an König Gustav IV. Adolf beginnt der Dänisch-Schwedische Krieg, von dem sich Dänemark eine Rückeroberung früherer Gebietsverluste verspricht. Schweden befindet sich bereits im Krieg mit Russland und dem napoleonischen Frankreich.
28. März Annexion Finnlands durch Russland
17. März Das Schändliche Dekret Napoleon Bonapartes schränkt die bürgerlichen Rechte der Juden ein. Napoleon bezieht seine Feindseligkeit gegen die Juden aus der Linken Bewegung. Er ist ja nicht als Kaiser geboren, sondern ist ein de facto ausländischer Migrant. Er stammt aus Korsika, dass er kurz zuvor von Genua an Frankreich verkauft wurde. Napoleon sprach Französisch mit italienischen Akzent. Das scheint verwunderlich, denn eigentlich waren die Juden 1791 von der Französischen Revolution gleichgestellt. Doch ist das ein Trugschluss, denn die Juden waren sehr wohl reglementiert, nämlich genau dann, wenn sie als bekennende Juden leben wollten. Gleichgestellt wurden sie nur, wenn sie zum Neuen Menschen wurden und das Judentum ablegten. Napoleon verschärfte nun die Gewerbetätigkeit für Juden wieder, aber wegen der linken Legenden aus den Pariser Kommunen, die annahmen, dass Juden aus mysteriösen Geschäften an unredlichen Reichtum gelangten.

ab 1809
Herausbildung des Patriotismus, als Gegenreaktion auf die französische Herrschaft. Wicht dazu der April diesen Jahres, mit der Aufstellung der Schwarzen Schar, einem Freikorps gegen Napoleon und den Tiroler Volksaufstand von Andreas Hofer.
13. Januar: Das Badische Judenedikt stellt die Juden staatsbürgerlich gleich.
5. Mai: Im Gefecht bei Dodendorf zwischen dem Freikorps Schillsche Jäger einerseits und französischen und westphälischen Truppen andererseits gelingt es keiner Seite, einen entscheidenden Sieg zu erringen. Das Gefecht ist als Vorläufer der Befreiungskriege gegen die französische Besatzung zu sehen.
13. Oktober: Der 17-jährige Friedrich Stapß wird in Schönbrunn beim Plan festgenommen, Napoleon Bonaparte mit einem Küchenmesser zu töten. Für sein Attentat wird er vier Tage später erschossen.

1810
Mai: Die Bourgeoisie in Buenos Aires rebelliert gegen die Monarchie. Ebenso wird die Erste Republik Kolumbiens ausgerufen, das Land war nicht von Simon Bolivar befreit worden.
September Beginn der mexikanischen Unabhängigkeitskrieges durch die Bourgeoisie. Auch in Chile beginnt die Unabhängigkeitsbestrebung. Ganz Lateinamerika erhebt sich gegen Napoleon, der inzwischen Spanien besetzt hält.

1811
Mai Paraguay erklärt sich Unabhängig in einer Republik der Bourgeoisie.
September: Mit dem Regulierungsedikt beginnt die Abschaffung der Leibeigenschaft in Preußen.


ab 1812
Paris: Die Französische Revolution wird Mythos und das terroristische Element wird wegen der "guten Sache" verdrängt

Mit dem Preußischen Judenedikt wurden die in Preußen lebenden Juden Inländer und preußische Staatsbürger. Einige wurden Offiziere in der preußischen Armee. Allerdings gab es viele Sonderregelungen in den Kantonen. Erst mit der Bürgerlichen Revolution 1947/48 erhielten Juden in Preußen tatsächlich Gleichberechtigung.
Juni: Napoleon marschiert in Russland ein.
September: Napoleon marschiert kampflos in Moskau ein.
Oktober: Die Franzosen verlassen Fuchtartig Moskau.
General Claude François de Malet und einige Mitverschwörer unternehmen den Versuch eines Staatsstreichs gegen Napoleon, der jedoch scheitert.

ab 1813

Befreiungskriege, beflügelt durch den Patriotismus, werden die Franzosen nicht mehr nur von Armeen konfrontiert, sondern von ganzen Völkern.

1814
Napoleon Bonapart wird abgesetzt und geht in Exil auf Elba. In Frankreich kehren die Bourbone zurück an die Macht, die eigentlich eine Fortführung der Herrscherdynastie vor der Französischen Revolution waren. Mit anderen Worten: Außer Spesen nix gewesen.

1915
Napoleon verlässt sein Exil und landet bei Cannes, mit Tausend Mann marschiert er nach Paris, um die Macht zu übernehmen. Das inspirierte später zum Marsch Mussolinis nach Rom, den Hitler kopieren wollte. Mann lasse sich nicht davon täuschen, dass Napoleon sich Kaiser nannte. Das ist nur ein Titel, wichtig ist die Macht, die sich damit verbindet. Napoleon kam aus dem Proletariat. Er war viel mehr ein Volkstribun. Seine Macht kam aus aus dem Volk, nicht aus einer Elitte heraus, wie der klassische Monarch. 
Juni: Niederlage von Waterloo, Napoleon wird nach St. Helena verbannt.

1818
23. März: Der Burschenschafter Karl Ludwig Sand tötet in Mannheim den Autor und russischen Generalkonsul August von Kotzebue, weil er ihn als Feind der Einheit Deutschlands ansieht. Das ist der Höhepunkt der Breslauer Turnfehde, der schließlich zu den Karlsbader Beschlüssen und zur Turnsperre führt.
August: Baden bekommt eine liberale Verfassung.
August: In Teplitz vereinbart der Außenminister des Kaisertums Österreich, Metternich, mit dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. und dessen Staatskanzler Hardenberg die Teplitzer Punktation über Vorkehrungen gegen „staatsgefährdende Bestrebungen“, damit ist die Demokratie gemeint, die Einführung von Zensur und Überwachungsmaßnahmen und die Bekämpfung des Liberalismus und Nationalismus (Deutschland anstelle der Kleinstaaterei) im Deutschen Bund.
August: Die Hep-Hep-Unruhen oder Hepp-Hepp-Krawalle waren eine Welle gewalttätiger Ausschreitungen gegen Juden in vielen Städten darunter Prag, Graz und Wien, sowie in Amsterdam, Kopenhagen, Helsinki,Krakau und kleineren Orten in Russisch-Polen. Sie gingen von Plebisziten (Revolutionsmasse) getragen und von Studenten angezettelt. Manche entwickelten sich Spontan und wurden dann ausgenutzt (gelenkt) andere wurden von Anfang an gezielt aufgebaut. Antijüdischen Demonstrationen, wo jüdische Bürger beschimpften, bedrohten, misshandelten, ihre Synagogen, Geschäfte und Wohnungen Angriffen und teilweise zerstörten. Den Juden wurde die Schuld am Scheitern der Französischen Revolution gegeben. Die Angriffe verbreiteten sich überregional und dauerten Monate an. Sie richteten sich gegen die jüdische Emanzipation, die durch die Bourgeoisie ermöglicht war, die die Juden gleichstellte. Der Antisemitismus der Moderne war von der Französischen Revolution nach Deutschland getragen worden. Die Jakobiner hatten diesen für ihre Intrigen benutzt, zur Sicherung ihrer Diktatur. 

1. Monarchenkongress "Heilige Allianz"
September:Der Aachener Kongress als erster Monarchenkongress. Die Monarchen Europas kommen zusammen, um gemeinsame Strategien zu besprechen, wie man die Demokratiebestrebungen der Bourgeoisie unterbinden kann. Das ist die Wahre Wurzel der im Volk kursierende Gerüchte, über die Bilderberger.
November: Durch die Aufnahme Frankreichs entsteht aus der Heiligen Allianz die Pentarchie der europäischen Großmächte Russland, Großbritannien, Österreich, Preußen und Frankreich. Sie wird auf dem Aachener Kongress deklariert. In Verlaufe der Zeit wechselten die Teilnehmer immer wieder. Diese sind die Nutzer der: gelenkten Demokratie
Man erkannte freilich die Macht einer Volksmonarchie wie die von Napoleon und versuchte seine Macht umzugestalten, orientierend daran. Mit wechselhaften Erfolg. Gleichzeit studierte man diese Jakobiner Linke, die tatsächlich eine Plebiszite Idee zur Manipulierung des Volkes genutzt hatte, um ihre Adel ähnliche Herrschaft zu sichern. Und es wurde die Macht des Antisemitismus, als politisches Machtmittel, innerhalb der gelenkten Demokratie erkannt und studiert. 
Diese Machtmittel wurden mit der Zeit immer weiter verfeinert und perfektioniert, als auch in ihrer Anwendung harmonisiert. Um das unkontrollierbare Volk zu kontrollieren und die Emanzipation der Bourgeoisie, die zur direkten Demokratie führen würde zu verhindern.
Es entwickelte sich so eine politische Linke heraus, die der äußersten Rechten (Monarchisten) diente. Dies erkennt man daran, dass die Rechtsradikalen dieselben Feinde haben, wie die Linksradikalen. Oder, dass die umgangssprachliche Rede Art von Links und Rechts, tatsächlich immer noch von der Nationalversammlung der Französischen Revolution herleitet. Schon damals hatten beide Extreme den selben Feind, die gesellschaftliche Mitte. An wahrer Demokratie haben weder Rechtsradikale noch Linksradikale ein Interesse, was die Zusammenarbeit vereinfacht. Und daher kommt es auch, warum so viele Linke Befreierideologen nie in ihrem Leben gearbeitet haben.

Ebenfalls im August, parallel zum Monarchenkongress, findet in Karlsbad eine Ministerkonferenz mit dem selben Thema statt, diese ist allerdings nur national: Erläuterung zu Strategien, zur Bekämpfung freiheitlicher und volksemanzipatorischer Tendenzen in Deutschland, die zur Demokratie führen. Die bis zum 31. gefaßten Beschlüsse verschärfen jedoch die Situation und werden als Katalysator für die Märzrevolutionen dienen. Die ministerial Empfehlungen an den deutschen Bundestag sehen drastische Einschränkungen bei der bürgerlichen Freiheit und der Pressefreiheit (Gleichschaltung) vor. Das monarchische Prinzip wird verfestigt, einige wollen sogar zum Absolutismus zurück, und Maßnahmen für Denker aus dem Volk werden festgelegt: Diffamierungen und Verfolgung.

Dies ist sehr wichtig, denn es besteht aktueller Anlass. Es geschieht gerade wieder.

25. September: Württemberg erhält eine Verfassung.
7. Dezember: Hannover erhält eine Verfassung.

1820
1. Januar Ein Staatsstreich verhindert die erneute Errichtung der absolutistischen Monarchie in Spanien.
13. Februar: Pierre Louis Louvel ermordet Charles-Ferdinand de Bourbon, duc de Berry um die Rückkehr zur Monarchie zu verhindern.

20. Oktober Beginn der Troppauer Fürstenkongress, 2. Monarchenkongress ("Bilderberger" im Volksmund) Die Teilnehmer legen Verhaltensregeln fest, wie man bezüglich der stärker werdenden Bewegungen nach einer Republik und Demokratien begegnen soll, um die Monarchien zu erhalten. Dieser Kongress fand aus aktuellen Anlass, der Revolution im Königreich beider Sizilien, statt. Zar Alexander I., Kaiser Franz I. von Österreich und Preußens Kronprinz Friedrich Wilhelm einigen sich auf gegenseitige Interventionen im Falle von Rebellionen der Bourgeoisie. Das Teilnehmende Großbritannien protestiert energisch und weigert sich die Vereinbarung zu unterschreiben.

1821
26. Januar Der Laibacher Kongress beginnt. Beim dritten Monarchenkongress steht die Situation nach dem Putsch im Königreich beider Sizilien im Mittelpunkt der politischen Beratungen.

März Griechische Revolution gegen die Osmanen

1822
20. Oktober: Der beginnende Veroneser Kongress, vierter Monarchenkongress, der Großmächte befasst sich mit der politischen Situation in Europa, in erster Linie mit einer Intervention im Spanien des Trienio Liberal. Ein Geheimdokument ermächtigt Frankreich in Spanien einzufallen, um die Republikaner zu vernichten.
Der Veroneser Kongress gilt als letztes Treffen der Heiligen Allianz. Doch werden diese Treffen unter wechselnden Teilnehmern und wechselnden Namen weiter fortgeführt.

1923
1. Februar Das Vizekönigreich Neuspanien, wird zur Bundesrepublik Mexiko.
1. März: In Wien wird der Volksgarten als erster Park in Hofbesitz für die Öffentlichkeit zugänglich. Damit versuchen sich die Habsburger als Volksmonarchie zu präsentieren.
April: Frankreich fällt in Spanien ein.
Mai: Miguel von Portugal Putscht gegen seinen liberalen Vater Johann VI., um eine absolutistische Monarchie wieder aufzubauen. Der Putsch misslingt.
31. August: Die Schlacht von Trocadero, die Truppen der Heiligen Allianz siegen über Spanien.
2. Dezember: US-Präsident James Monroe formuliert in seinem Bericht an den Kongress der Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin. Darin behauptet er die Existenz zweier politischer Sphären, betont die Nichteinmischung der USA in europäische Konflikte und fordert ein Ende aller Kolonialisierungsbestrebungen in Amerika. Damit wollte er die neuentstehenden Republiken schützen und von den Machtspielen der europäischen Eliten abschirmen.

Kurfürst Wilhelm II. von Hessen-Kassel erhält Drohbriefe, dass man ihn töten werde, sollte er nicht demokratische Reformen zulassen. Er reagiert mit Repressalien eines Polizeistaaten, gegen das ganze Land. Drohbriefaffäre

1824
Aufstand der Königin Charlotte Johanna und des Prinzen Michael gegen den liberalen König Johann VI. scheitert.

1825-1917
Russland zur Zarenzeit: politische Todesurteile: 6321 oder 6360 politisch Verurteilte, davon 3932 hingerichtet


1825
24. Dezember: In Russland übernimmt Nikolaus I. als Nachfolger seines am 1. Dezember überraschend verstorbenen Bruders Alexander I. formell als Zar die Regentschaft.
26. Dezember: In Russland verweigern die Dekabristen – Offiziere der russischen Armee – den Eid auf den neuen Zaren, um gegen Autokratie, gegen Leibeigenschaft, Polizeiwillkür und Zensur zu demonstrieren. Die Rädelsführer werden gehängt, einige degradiert und rund 600 nach Sibirien verbannt und zu Zwangsarbeit verurteilt.

1826
26. April: Nach dem Tode seines Vaters Johann VI. besteigt Kaiser Peter I. von Brasilien als Peter IV. den portugiesischen Thron.
29. April: In Portugal tritt die Verfassungscharta, die zweite Verfassung des Landes in Kraft. 2. Mai: Peter IV. von Portugal dankt zugunsten seiner Tochter Maria II. ab, behält jedoch den brasilianischen Thron. Da Königin Maria II. noch minderjährig ist, führt Isabella Maria von Portugal die Regentschaft.
14./15. Juni: Nach einem Beschluss zur Auflösung der Janitscharen und einer dadurch ausgelösten Rebellion lässt Mahmud II. die Janitscharen vernichten, was er im Resultat als „Wohltätiges Ereignis“ bezeichnet.

1828
11. Juli: Umsturz in Portugal. Der Absolutismus wird wiedereingeführt, Michael I. entthront seine Nichte Maria II.

1830
3. Februar: Mit dem zweiten Londoner Protokoll zu Griechenland wird das Ziel der Griechischen Revolution, ein vom Osmanischen Reich unabhängiges Griechenland, zwar erreicht, jedoch auf Druck von Großbritannien, Russland und Frankreich nicht als Republik unter Präsident Ioannis Kapodistrias, sondern als Monarchie.
Julirevolution
27. Juli: In Paris beginnt die Julirevolution der Bourgeoisie gegen die absolutistische Politik von Karl X. Ihr folgen Aufstände und Flüchtlingsströme in ganz Europa. 
2. August: Sturz von König Karl X. von Frankreich 
9. August: Der Herzog von Orléans nimmt als Louis-Philippe I. die ihm angetragene Königskrone von Frankreich an und nennt sich König der Franzosen.

30. August: In Aachen äußert sich sozialer Protest über vor allem durch das Trucksystem hervorgerufene miserable Lebensbedingungen in Unruhen. Die Bürgerwehr stellt „Ruhe und Ordnung“ wieder her. 
September: Die Schneiderrevolution in Berlin bricht aus.
Ab September gibt es in den meisten Schweizer Kantonen Volksaufstände, welche die aristokratischen Regimes stürzen und in rund der Hälfte der Kantone bis 1831 zu liberalen Verfassungen führen.
7. September: Bei einem Aufstand in Braunschweig wird Herzog Karl II. vertrieben und das erste Braunschweiger Schloss niedergebrannt
24. bis 28. Dezember: Während der Münchner Weihnachtstumulte kommt es zu mehreren Zusammenstößen zwischen Studenten und Handwerksburschen einerseits sowie Soldaten der Münchner Garnison und bürgerlicher Landwehr andererseits. Der Anlass der Auseinandersetzungen ist die temporäre Verhaftung zweier Studenten. Die Professoren Friedrich Thiersch und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling können am 29. Dezember mäßigend auf die Studentenschaft einwirken. Harsche Bestrafungen durch König Ludwig I. von Bayern wie kollektive Universitäts- und Stadtverweise werden aus Angst vor Aufstand nach wenigen Tagen wieder aufgehoben.
29. November: In Warschau beginnt die Bourgeoisie, orientiert am Beispiel der französischen Julirevolution, der Novemberaufstand in Polen gegen die russische Herrschaft. Die russischen Truppen und Großfürst Konstantin Pawlowitsch Romanow ziehen sich überrascht aus Polen zurück.
9. Oktober: Das erste griechische Staatsoberhaupt Ioannis Kapodistrias wird beim Kirchgang in Nauplia von zwei Anhängern der Republik erschossen.
November: Der Aufstand der Seidenweber in Lyon wird blutig niedergeschlagen.

1831
26. Mai: Russische Truppen schlagen die republikanisch polnische Armee in der Schlacht von Ostroleka und schleppen die Cholera ein.
8. September: Russische Truppen schlagen den Novemberaufstand in Polen nieder, die Stadt Warschau kapituliert. Kongress-Polen wird russische Provinz, Verlust der Autonomie

1832
27. Mai: Dem Aufruf von Philipp Jakob Siebenpfeiffer und Johann Georg August Wirth zum Marsch auf die Maxburg, das Hambacher Schloss, folgen circa 30.000 Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und vielen Nationen. Bis zum 30. Mai feiern Demokraten und Nationale das Hambacher Fest für Einheit und Freiheit in Deutschland unter der schwarz-rot-goldenen Fahne.
5. Juni: Beginn des Juniaufstandes in Paris
5. Juli: Im Deutschen Bund wird der Gebrauch politischer Abzeichen gesetzlich verboten. Das zielt besonders auf Schwarz-Rot-Gold als Zeichen nationaler Gesinnung. Als Reaktion auf das Hambacher Fest werden ferner Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt. (Erinnert sei an Angela Merkel, die einem Minister erzürnt die Schwarz-Rot-Goldene Fahne entriss und versteckte.)

1833
3. April: 50 Aufständische unter Gustav Bunsen, Gustav Körner und Theodor Engelmann versuchen in Frankfurt am Main die Hauptwache und die Konstablerwache zu erstürmen, um dort inhaftierte Journalisten zu befreien. Mit der Niederschlagung des Frankfurter Wachensturmes und dem gleichzeitigen Scheitern der Franckh-Koseritz’schen Verschwörung in Ludwigsburg endet vorerst der Versuch einer gesamtdeutschen revolutionären Erhebung zur Abschaffung der Monarchie und Errichtung der Demokratie. Als Folge wird im Juni auf Betreiben des österreichischen Kanzlers Klemens Wenzel Lothar von Metternich im Deutschen Bund die Bundes-Central-Behörde eingerichtet.
9. April: In Lyon rebellieren Seidenweber und fordern republikanische Verhältnisse.
15. April: Der zweite Aufstand der Seidenweber in Lyon wird von Armeeeinheiten blutig niedergeschlagen. Bei der mehrtägigen Rebellion verlieren über 600 Leute ihr Leben.
31. Oktober: Der 23-jährige Mecklenburger Fritz Reuter wird auf der Durchreise in Berlin in Haft genommen, weil er Mitglied der Jenaer Burschenschaft Germania ist, die die Demokratie zu etablieren sucht. Seine anschließenden Erlebnisse verarbeitet der spätere niederdeutsche Schriftsteller im Roman Ut mine Festungstid.

1834
März: Georg Büchner verfasst einen Entwurf für ein Pamphlet über soziale Missstände in Hessen.
Mai: Friedrich Ludwig Weidig überarbeitet Büchners Entwurf und gibt der Schrift den Namen Der Hessische Landbote.
31. Juli: Georg Büchners revolutionäre und sofort von der Obrigkeit verfolgte Streitschrift Der Hessische Landbote, die soziale Missstände im Vormärz anprangert, wird heimlich im Großherzogtum Hessen verteilt.
Georg Büchner gründet die geheime „Gesellschaft der Menschenrechte“.

1835
28. Juli: Am Jahrestag der Julirevolution verübt Joseph Fieschi mit Mitverschworenen ein Attentat auf Frankreichs König Louis-Philippe I. mittels einer Höllenmaschine (Bombe). Der Regent wird dabei leicht verletzt, doch 12 Personen aus seinem Gefolge sterben. Weitere Tote und Verletzte gibt es in den Zuschauerreihen auf dem Pariser Boulevard du Temple.
3. August: Die sogenannte Feuerwerksrevolution in Berlin bricht aus.
Verbot der literarischen Bewegung Junges Deutschland und deren Schriften durch den Frankfurter Bundestag
9. September: Im Frankreich der Julimonarchie führen die Septembergesetze zur Wiedereinführung der Zensur für die Presse und höheren Strafandrohungen für Journalisten. Das Bekenntnis zur Republik und Demokratie wird verboten.
Daraufhin wird der Bund der Geächteten in Paris unter Führung von Jacob Venedey und Theodor Schuster gegründet.

1836
16. Februar: Nach einem Bombenattentat auf König Louis-Philippe I. im Juli des Vorjahres werden Joseph Fieschi und zwei seiner Mitverschwörer in Paris mit der Guillotine hingerichtet.
9. September: Beginn der Septemberrevolution in Portugal. Die Cartisten verlieren zugunsten der Setembristen die Macht.
3. November: Fehlgeschlagener Aufstand der portugiesischen Königin Maria II. und konservativer Kräfte gegen die Regierung der Setembristen (Belenzada).

1837
20. Juni: Durch den Tod ihres Onkels, des britischen Königs Wilhelm IV. übernimmt Queen Victoria dieses Staatsamt. Zugleich endet die 123-jährige Personalunion mit dem Königreich Hannover, das künftig Ernst August I. regiert. Dieser setzt das Staatsgrundgesetz von 1833 außer Kraft und beschwört damit den Hannoverschen Verfassungskonflikt herauf.
Juli: Konservative Truppenteile aus dem Lager der Cartisten unternehmen mit Unterstützung von Königin Maria II. einen Putschversuch gegen die Regierung der liberalen Setembristen in Portugal. Der Aufstand der Marschälle wird von Bernardo de Sá Nogueira de Figueiredo bis zum 7. Oktober niedergeschlagen. Die aufständischen Herzöge António José de Sousa Manoel de Menezes Severim de Noronha, Pedro de Sousa Holstein und João Carlos de Saldanha Oliveira e Daun müssen das Königreich Portugal verlassen und sich ins Exil begeben.
18. November: Die Professorengruppe der Göttinger Sieben reichen schriftlich ihren Protest gegen die Rücknahme der liberalen Verfassung durch ihren Landesherrn, König Ernst August I. von Hannover ein.
12. Dezember: König Ernst August I. von Hannover entlässt die Göttinger Sieben. Er wirft den Professoren Hochverrat vor.

1838
Kniebeugestreit in Bayern, war keineswegs eine Bagatelle, sondern ein Angriff auf monarchistische Ehrungen.

1839
6. September: Im Züriputsch sollte die liberale Verfassung von Zürich beseitigt werden.

1840
7. Juni: In Preußen tritt nach dem Tode von König Friedrich Wilhelm III. sein Sohn Friedrich Wilhelm IV. die Regentschaft an.
6. August: Monarchie freundliche Verfassung des Königreichs Hannover

1843
18. März: Karl Marx beendet seine Arbeit bei der „Rheinischen Zeitung“ in Köln als Redakteur wegen politischer Zensur.
3. September: Griechenland wird durch einen Staatsstreich zur konstitutionellen Monarchie. König Otto I. findet sich damit ab, dass er ab dem 15. September die Macht mit dem ersten Ministerpräsidenten Andreas Metaxas teilen muss.

1844
4. Juni: Der schlesische Weberaufstand beginnt. Er wird innerhalb von zwei Tagen blutig niedergeschlagen.

1846
18. Februar: In der Republik Krakau findet ein Aufstand statt, der auf Selbstverwaltung ihrer Angelegenheiten gerichtet ist. Die österreichische Armee schlägt das Aufbegehren der Polen nieder.
16. April: Der frühere Forstwärter Pierre Lecomte verübt mit einer Doppelflinte ein Attentat auf Frankreichs Bürgerkönig Ludwig Philipp I. beim Schloss Fontainebleau. Die in einer Kutsche heimkehrende königliche Familie bleibt unverletzt. Der Attentäter wird am 8. Juni hingerichtet.
Am 29. Juli richtet der Stahlwarenfabrikant H. Henry zwei Schüsse aus einer Pistole auf den im Garten der Tuilerien angetroffenen König, die ihr Ziel verfehlen.
6. November: Die Republik Krakau wird in einem Vertrag der polnischen Schutzmächte Russland, Preußen und Österreich aufgelöst und ihr Territorium dem österreichischen Besitztum Galizien zugeschlagen.
16. November: Die Republik Krakau wird als Großherzogtum Krakau vom Kaisertum Österreich annektiert.

1847
23. Juli: Das Preußische Judengesetz bringt eine Rechtsvereinheitlichung und gewährt dieser Bevölkerungsgruppe Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit.
29. November bis 8. Dezember: Gründung des Bundes der Kommunisten, an dessen Konstituierung Karl Marx und Friedrich Engels maßgeblich beteiligt sind, in London

1848

In ganz Europa erhebt sich die Bourgosie, der sich Teile der Bauern und des Proletariats anschließen, gegen die Adelsherschaft und vorder Republik und Demokratie. Die Aufstände beginnen im Februar in Frankreich und erfassen dann Deutschland. Dann das Reich der Habsburger und Italien. Letztlich gelangen sie bis Brasilien (damals noch Kaiserreich).
9. Februar: Wegen Handgreiflichkeiten zwischen der Bevölkerung und der studentischen Leibgarde seiner Konkubine Lola Montez verfügt der bayerische König Ludwig I. die sofortige Schließung der Universität München und fordert alle Studenten zum Verlassen der Stadt auf. Dies löst tags darauf starke Proteste in der Stadt aus.
21. Februar: In Paris führt das Verbot eines Banketts zur Wahlrechtsreform durch den Bürgerkönig Louis Philippe von Orléans zu öffentlichen Protesten, die sich zur Februarrevolution ausweiten.
21. Februar: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest.
24. Februar: Absetzung des französischen Königs Louis-Philippe von Orléans in der Februarrevolution 1848. Die zweite französische Republik wird ausgerufen.
27. Februar: Der Funke der französischen Februarrevolution springt auf das Großherzogtum Baden über und löst die Badische Revolution aus: Auf der Mannheimer Volksversammlung wird eine Petition mit vier Forderungen an die Regierung beschlossen.
28. Februar: Eine Mainzer Volksversammlung erhebt freiheitliche Forderungen gegenüber der großherzoglich hessischen Regierung in Darmstadt. Heinrich von Gagern stellt einen Antrag auf „Einberufung einer Nationalrepräsentation“ und auf „Erneuerung des Bundesoberhaupts“.
März: Märzrevolutionen in den meisten deutschen Staaten sowie anderen europäischen Ländern
5. März: Die Heidelberger Versammlung beschließt die Einsetzung eines Siebenerausschusses, eine wichtige Vorentscheidung für das Entstehen der Frankfurter Nationalversammlung.
18. März: Ausbruch der Revolution in Berlin. Angriff der Kavallerie auf das Volk vor dem Berliner Schloss
19. März: Es beginnt der Barrikadenbau an der Neuen Königsstraße in Berlin.
19. März: Straßenschlachten in Berlin fordern 187 Tote.
20. März: König Ludwig I. von Bayern dankt zu Gunsten seines Sohnes Maximilian II. Joseph ab.
21. März: König Friedrich Wilhelm IV. reitet hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Berlin. 
22. März: Die Aufbahrung der Särge gefallener Berliner erfolgt auf den Stufen des Domes. 
30. März: Einzug des Vorparlaments in die Frankfurter Paulskirche 
2. April: Die Karlsbader Beschlüsse von 1819 gegen liberale Bestrebungen werden vom Deutschen Bundestag aufgehoben. 
12. April: Friedrich Hecker und Gustav Struve rufen in Baden die Republik aus 
13. April: Der Heckerzug beginnt. Badische Revolutionäre machen sich auf den Weg von Konstanz in die Hauptstadt Karlsruhe. 
20. April: Gefecht auf der Scheideck. Friedrich von Gagern wird getötet, der Heckerzug zersprengt 
27. April: Die Badische Revolution im Rahmen der Märzrevolution scheitert: Im Gefecht bei Dossenbach unterliegt die Deutsche Demokratische Legion unter Führung des revolutionären Dichters Georg Herwegh konterrevolutionären Truppen aus Württemberg. 
18. Mai: Das erste gesamtdeutsche Parlament, die Frankfurter Nationalversammlung, wird in der Paulskirche eröffnet. 
4. Juni: Gründung der ersten deutschen Reichsmarine 
12. Juni: Beim zweiten Wartburgfest fordern Studenten, an die Frankfurter Nationalversammlung gerichtet, die Überführung der Universitäten in Nationaleigentum, akademische Selbstverwaltung und gesamtstaatliche Finanzierung. 
14. Juni: Während der Deutschen Revolution kommt es zum Sturm auf das Berliner Zeughaus, wo sich die Menge mit Waffen versorgt. 
14. Juni: Die deutsche Nationalversammlung beschließt im Schleswig-Holsteinischen Erhebung die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine 
28. Juni: Die Frankfurter Nationalversammlung erklärt den Bundestag (Deutscher Bund) für aufgelöst. 
11. Juli: Einzug des Reichsverwesers Erzherzog Johann in Frankfurt 
2. September: Manifest des deutschen Arbeiterkongresses 
18. September: Septemberunruhen in Frankfurt am Main: Die Abgeordneten der Nationalversammlung Hans von Auerswald und Felix Fürst Lichnowsky werden ermordet, bei Barrikadenkämpfen fallen 30 Aufständische und 12 Soldaten. 
16. Oktober: Die Berliner Bürgerwehr schießt auf aufständische Arbeiter.
4. November: Nach der Februarrevolution verabschiedet die französische Nationalversammlung die Verfassung der Zweiten Republik, welche die Wahl eines Präsidenten vorsieht.
10. November: Mit dem Einmarsch preußischer Truppen unter Generalfeldmarschall Friedrich von Wrangel beginnt das Ende der Revolution in Berlin. 12. November: Die Frankfurter Nationalversammlung verabschiedet das Gesetz betreffend einer deutschen Kriegs- und Handelsflagge, das erstmals die Farben Schwarz-Rot-Gold als nationales Symbol vorschreibt. 15. November: In Preußen löst das von König Friedrich Wilhelm IV. beorderte Militär Beratungen der preußischen Nationalversammlung auf, die sich gegen die angeordnete Sitzverlegung vom revolutionären Berlin in die Stadt Brandenburg sträubt. Der König lehnt zudem – wie auch verschiedene konservative Abgeordnete – den Verfassungsentwurf, die Charte Waldeck, ab. 5. Dezember: Die ihm widerspenstige Preußische Nationalversammlung wird von König Friedrich Wilhelm IV. durch Verordnung aufgelöst. Am selben Tag erlässt der Regent die Preußen nach seinen Vorstellungen oktroyierte Verfassung.
10. Dezember: Nach der Februarrevolution wird Louis Napoléon Bonaparte, der Neffe Kaiser Napoleons I., zum Staatspräsidenten Frankreichs gewählt.
28. Dezember: Verkündung der Grundrechte des deutschen Volkes im Reichs-Gesetz-Blatt

Österreich
13. März: Der Ausschuss des Hl. Wenzel des Jahres 1848 wird in Böhmen ins Leben gerufen, der kurz darauf in Nationalausschuss umbenannt wird. 
13. März: Der österreichische Staatsmann Fürst von Metternich tritt zurück und flieht nach London. 
15. März: Im Zuge der Märzrevolution verspricht Kaiser Ferdinand I. den Österreichern den Erlass einer Verfassung. 
15. März: Anfang des ungarischen Aufstandes und Freiheitskampfes gegen die österreichische Herrschaft. Flagge der Repubblica di San Marco 
22. März: Im Rahmen der Märzrevolutionen in Mitteleuropa besetzt Daniele Manin mit mehreren Begleitern das Arsenal in Venedig, eine wichtige Absicherungsmaßnahme für die Ausrufung der Repubblica di San Marco am Folgetag. 
2. Juni: In Prag beginnt unter dem Vorsitz des Historikers František Palacký ein Slawenkongress. Die Versammlung berät bis zum Ausbruch des Prager Pfingstaufstands über den Wunsch einer föderativen Umwandlung der Donaumonarchie. 
7. September: Die sogenannte Erbuntertänigkeit, einer Leibeigenschaft ähnelnd, wird im Kaisertum Österreich durch ein Patent Ferdinands I. aufgehoben. 
6. Oktober: Der Wiener Oktoberaufstand 1848 bricht los, als Truppenteile meutern. 
23. Oktober: Das in der Zeit der Deutschen Revolution vom Oktoberaufstand erfasste Wien wird von konterrevolutionären Truppen unter dem Befehl von Joseph Jelačić von Bužim und Alfred I. zu Windisch-Graetz eingeschlossen. 
2. Dezember: Franz Joseph I. wird Kaiser von Österreich. 
15. Dezember: Der ungarische Reichstag erklärt die Abdankung Kaiser Ferdinands I. für ungültig und protestiert gegen die Thronbesteigung Kaiser Franz Joseph I. Die Regierung Lajos Kossuths erhält Rückendeckung. Rumänische Revolution von 1848

Marx: kommunistisches Manifest: emanzipatorische Ansätze, aber mit Aufruf zur Gewalt - Ziel: Weltkrieg interpretiert als Weltrevolution
Das Manifest hat emanzipatorische Ansätze, gleichzeitig aber totalitäre Elemente, denn Friede ist nicht vorgesehen, sondern nur Sieg der Ideologie oder der Untergang der Gesellschaft in einer neuen Revolte. Die ganze Welt soll in ein Freund-Feind-Schema (linker Manichäismus) gepresst werden als Vorwand, wann immer möglich einen Bürgerkrieg anzetteln zu können. Kommunistisches Manifest: 

"Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen. Freie und Sklaven, Patrizier und Plebejer, Barone und Leibeigene [...], kurz Unterdrücker und Unterdrückte standen in einem steten Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen [...] Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen."

1848/1849
Marx und Lenin begreifen die bürgerliche Demokratie nicht. Sie begreifen nicht, dass weltweiter, freier Markt auch weltweiter, militärischer Friede bedeuten muss und bleiben beide absolutistisch stur.

Judenhass ist eine Erfindung von links und geht auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und hasste die Juden, denen er vorwarf den Liberalismus erfunden zu haben.

1849
Engels, angefacht von den Revolutionen - wahrlich eine Weltrevolution, allerdings für Demokratie und gegen den Adel - hofft auf einen "nächsten Weltkrieg", um "nicht nur reaktionäre Klassen und Dynastien", sondern auch "ganze reaktionäre Völker vom Erdboden verschwinden machen" zu können (Massenmord).

Marx und Engels hetzen mit Rassismus in der Neuen Rheinischen Zeitung erfinden eine Theorie der "Völkerabfälle", der von ihnen unbeliebten Völker, die sich reaktionär der Revolution widersetzten. 

Lenin prophezeit einen "nächsten Weltkrieg", der alle reaktionären Klassen und Dynastien vernichten wird, predigt Russenhass, Kroatenhass und Tschechenhass.

Marx und Lenin unterscheiden zwischen "fortschrittlichen Nationen, die ein Lebensrecht haben", und " 'geschichtslosen' Völkern, die nur die Knute verdienen" .

9. Februar: Im Kirchenstaat ruft im Rahmen des Risorgimento Giuseppe Mazzini die Römische Republik aus. Sie wird umgehend durch das Eingreifen französischer und spanischer Truppen bis zum 3. Juli gewaltsam niedergeschlagen.
7. März: Nach Erlass der Oktroyierten Verfassung im Kaisertum Österreich durch Kaiser Franz Joseph I. wird der Reichstag in Österreich-Ungarn gewaltsam aufgelöst.
27. März: Die Frankfurter Nationalversammlung beschließt die Paulskirchenverfassung.
28. März: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen wird von der Frankfurter Nationalversammlung zum Deutschen Kaiser gewählt, um den Bürgerkrieg zu beenden und doch die Adelprevilegien teilweise retten zu können.
3. April: Ablehnung der Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm IV. gegenüber der Kaiserdeputation. Er versteht sich als Gottgesandt. Eine Krone im Namen des Volkes will er nicht.
4. April: In der Ungarischen Revolution gehen die Rebellen aus der Schlacht bei Tápióbicske siegreich gegenüber den österreichischen Truppen hervor.
3. Mai: Der beginnende Dresdner Maiaufstand zielt auf den Sturz von König Friedrich August II. von Sachsen und die Errichtung einer Republik. Der am 4. Mai eintreffende russische Anarchist Michail Bakunin setzt sich an die Spitze der Revolutionäre, zu denen auch Gottfried Semper und Richard Wagner zählen.
6. Mai: Karl Marx verkündet im überfüllten Saal des Gürzenich sein Manifest der Kommunistischen Partei.
11. Mai: Badische Revolution – In der Festung Rastatt meutern Soldaten. Der Aufstand weitet sich landesweit aus und zwingt Großherzog Leopold wenige Tage danach zur Flucht aus Karlsruhe.
26. Mai: Preußen, Sachsen und Hannover schließen das Dreikönigsbündnis, einen Versuch, die deutsche Einheit unter Führung Preußens herzustellen.
31. Mai: Märzrevolution: letzte Sitzung der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main, anschließend Umzug als Rumpfparlament nach Stuttgart
18. Juni: Das nach Stuttgart ausgewichene Rumpfparlament der Frankfurter Nationalversammlung wird durch militärische Gewalt aufgelöst. Nichtwürttembergische Abgeordnete werden des Landes verwiesen.
23. Juli: Rastatt wird von preußischen Truppen eingenommen. Der nach dem Heckeraufstand erneute Versuch, im Großherzogtum Baden eine Republik zu errichten, ist wiederum gescheitert.
13. August: Im Unabhängigkeitskrieg in Ungarn kapituliert die Armee unter General Artur Görgey gegenüber russischen Truppen. Im Rahmen der Heiligen Allianz (Bilderberger) schlagen diese gemeinsam mit österreichischen Einheiten die Revolution der Magyaren nieder.
5. Dezember: Einführung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen

1850
Marx hat mit seinen Ideen noch keinen Erfolg der Welt bleibt das kommunistische Gemetzel bis 1917 erspart. Die Revolution in Deutschland hatte das Bürgertum gestärkt.

Marx bekennt sich zur "rücksichtlosen Unterdrückung der Klassengegner" durch die "Permanenzerklärung der Revolution, die Klassendiktatur des Proletariats".

1851
Engels spricht dem polnischen Volk jede historische Entwicklung ab: Brief von Engels an Marx:

"Die Polen haben nie etwas anderes in der Geschichte getan, als tapfere, krakeelsüchtige Dummheit gespielt. Auch nicht ein einziger Moment ist anzugeben, wo Polen (...) den Fortschritt mit Erfolg repräsentierte oder irgend etwas von historischer Bedeutung tat." 
2. Dezember: Staatsstreich von oben, Präsident Charles-Louis-Napoleon Bonaparte in Frankreich. Er lässt sich mit diktatorischen Vollmachten ausstatten und schaft die Demokratie ab.
22. Dezember: Außenminister Palmerston verlässt das britische Kabinett. Das eigenmächtige offizielle Billigen des Staatsstreichs des französischen Präsidenten Charles-Louis-Napoleon Bonaparte vom 2. Dezember führt zum unfreiwilligen Rücktritt.
31. Dezember: Der österreichische Kaiser Franz Joseph unterzeichnet das Silvesterpatent und hebt damit die Oktroyierte Märzverfassung auf.

1852
4. Oktober bis 12. November: Prozess gegen Mitglieder des Bundes der Kommunisten in Köln, am 17. November löst sich der Bund selbst auf.
21. November: Das Plebiszit zur Einführung des Kaiserreichs in Frankreich wird mit überwältigender Mehrheit mit „ja“ beantwortet.
2. Dezember: Präsident Charles-Louis-Napoleon Bonaparte lässt sich als Napoleon III. zum Kaiser der Franzosen krönen. Er wurde Kaiser, weil er das Volk zu manipulieren wusste.

1853
18. Februar: Der ungarische Schneidergeselle Janos Libényi verübt ein Attentat auf Kaiser Franz Joseph in Wien, das aber vom kaiserlichen Adjutanten Maximilian Karl Lamoral O’Donnell und dem Fleischhauer Josef Ettenreich vereitelt wird.

1854
28. Februar: In Ripon (Wisconsin) wird die Republikanische Partei der Vereinigten Staaten gegründet, die sich gegen eine Ausbreitung der Sklaverei wendet. Ihr gehören viele Gegner des Kansas-Nebraska Act an.
27. März: Herzog Karl III. wird in Parma auf offener Straße von einem Unbekannten niedergestochen. Der Tote war wegen seines Willkürregimes in der Bevölkerung verhasst.
3. Dezember: Der als Eureka Stockade bezeichnete Aufstand von Diggern in Australien wird von britischen Polizei- und Militärkräften niedergeschlagen. Diese Erhebung hat Signalwirkung zu einer demokratischen Entwicklung auf dem fünften Kontinent.

1855
2. März: Alexander II. wird während des Krimkrieges russischer Kaiser, nachdem sein Vater Nikolaus I. gestorben ist.
28. April: In Paris scheitert ein Attentat von Giovanni Pianori auf Frankreichs Kaiser Napoleon III.

1856
2. September: Der Schweizer Kanton Neuenburg erlebt einen Putschversuch von Rechtsradikalen (Monarchisten). Sie wollen den preußischen König wieder als Landesherrn haben.
13. Dezember: Preußen bricht die diplomatischen Beziehungen zur Schweiz wegen des Streits um das Fürstentum Neuenburg ab und ordnet die Mobilmachung von Truppen an. Erst im Vertrag von Paris wird der Neuenburgerhandel beigelegt.

1858
14. Januar: In Paris scheitert der italienische Graf Felice Orsini bei einem Attentat auf Kaiser Napoleon III.
19. August: Bei einer Konferenz in Paris beschließen die europäischen Großmächte aus den beiden Fürstentümern Walachei (Ţara Românească) und Moldau (Moldova) ein Fürstentum zu bilden, den Vorläufer des heutigen Rumäniens

1859
25. August: Imam Schamil, religiös-politischer Führer der muslimischen Bergvölker Dagestans und Tschetscheniens, ergibt sich den russischen Truppen im Kaukasuskrieg in seiner Heimatstadt Gunib. Er wird nach Sankt Petersburg gebracht und anschließend nach Kaluga in die Verbannung geschickt. Der russische Eroberungsfeldzug konzentriert sich in der Folge auf die Gebiete der Tscherkessen.

1860
Italienische Vereinigung

Kaiser Franz Joseph I. erlässt am 20. Oktober das Oktoberdiplom in Form eines Manifests für das Kaisertum Österreich. Das stark föderalistische Gesetz beinhaltet die Grundzüge einer neuen Verfassung, mit der die Staatsform einer konstitutionellen Monarchie eingeführt wird.

Blutige Unruhen zwischen christlichen Maroniten und muslimischen Drusen in der syrischen Stadt Damaskus gipfeln am 9. Juli in einem Massaker im christlichen Stadtteil durch aufgewiegelte Muslime. Die osmanischen Behörden unternehmen nichts, um das Blutvergießen zu verhindern, und leisten den Angreifern sogar indirekte Hilfe. Den Gewalttaten, die sich auch auf den folgenden Tag erstrecken, fallen insgesamt etwa 6.000 Personen zum Opfer.

1861
Nach der Wahl von Abraham Lincoln zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im November des Vorjahres erklären Anfang des Jahres mehrere Südstaaten ihren Austritt aus der Union und gründen wenig später die Konföderierten Staaten von Amerika. Jefferson Davis wird zum Präsidenten der Konföderation gewählt. Mit dem Angriff auf Fort Sumter beginnt am 12. April schließlich der Amerikanische Bürgerkrieg, bei dem beide Seiten noch mit einem baldigen Ende innerhalb eines Jahres rechnen.

In Mexiko ist gleichzeitig der Bürgerkrieg zugunsten des verfassungsmässig gewählten Präsidenten Benito Juarez zu Ende gegangen. Doch der Krieg hat das Land an den Rand des wirtschaftlichen Ruins geführt. Die Erklärung, dass die Bezahlung von Staatsschulden im Ausland eingestellt werden, ruft die europäischen Mächte Großbritannien, Spanien und Frankreich auf den Plan. Im Dezember landet ein spanisches Expeditionskorps in Veracruz, die Vorhut der europäischen Invasion in Mexiko.

In Europa wird Wilhelm I. neuer König von Preußen, Kaiser Franz Joseph I. von Österreich erlässt das Februarpatent und das Protestantenpatent und Zar Alexander II. hebt die Leibeigenschaft im Russischen Reich auf. Nach dem erfolgreichen Einigungskampf wird das Königreich Italien unter Viktor Emanuel II. ausgerufen und Fürst Alexandru Ioan Cuza proklamiert das neue Fürstentum Rumänien.

In einem Staatsstreich stürzt Kriegsminister José María Achá am 14. Januar den bolivianischen Staatspräsidenten und „Diktator auf Lebenszeit“ José María Linares, der vier Jahre zuvor selbst bei einem Putsch an die Macht gekommen ist. Linares geht ins Exil nach Chile, wo er noch im selben Jahr stirbt. Bolivien erhält am 5. August eine neue Verfassung.

Wegen anhaltender militärischer Übergriffe durch das benachbarte Haiti bittet der Präsident der Dominikanischen Republik, Pedro Santana, Spanien um eine militärische Intervention und neuerliche Übernahme der Verwaltung des Karibikstaates. Spanien, das eine Möglichkeit zur Rückgewinnung seiner ehemaligen Kolonie sieht, geht über eine Übernahme der Verwaltung jedoch hinaus. Am 18. März kommt es zur Proklamation der Annexion, was zu landesweiten Unruhen führt. Pedro Santana, der zwar zum Generalgouverneur und Generalkapitän in Santo Domingo ernannt wird, muss jedoch bald erkennen, dass wichtige Entscheidungen nur noch in Spanien getroffen werden.

Preußischer Verfassungskonflikt: Das Preußische Abgeordnetenhaus bewilligt neuerlich provisorisch 5 Millionen Reichstaler für die Heeresreform von Kriegsminister Albrecht von Roon.

2. Januar: Wilhelm I. wird nach dem Tod seines Bruders Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen.
24. Januar: Shōgun Tokugawa Iemochi schließt mit der Preußischen Ostasienexpedition unter Friedrich zu Eulenburg in Edo den Preußisch-Japanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag. Seine Nachgiebigkeit gegenüber dem Ausland führt zu Widerständen in den Reihen der Samurai und fördert den Bakumatsu, das Ende des Shōgunats. Die Eulenburg-Expedition macht sich im Anschluss auf den Weg nach China.
25./27. Februar: Anlässlich des 30. Jahrestages der Schlacht bei Grochów kommt es im russischen Teil Polens zu Massendemonstrationen. Dabei werden fünf Menschen durch Schüsse der Kosaken getötet. Das führt zu einer Verschärfung der Lage und weiteren Demonstrationen.
3. März: Zar Alexander II. hebt die Leibeigenschaft im Russischen Reich auf. Der Entwurf für das Emancipation Manifesto stammt zum größten Teil von Nikolai Alexejewitsch Miljutin.
8. April: Bei einer Großdemonstration in Polen kommen über 100 Menschen ums Leben.
6. Juni: Liberale Abgeordnete um Max von Forckenbeck gründen die Deutsche Fortschrittspartei. Die Fraktion der Altliberalen um Georg von Vincke wird dadurch deutlich geschwächt.
14. Juli: In Baden-Baden wird Preußens König Wilhelm I. bei einem Attentat durch den Studenten Oskar Becker leicht verletzt.
5. Oktober: Der Erzbischof von Warschau, Antoni Melchior Fijałkowski, stirbt. Sein Begräbnis, an dem mehr als 1000 Menschen teilnehmen, wird zu einer politischen Kundgebung umgewandelt.
18. Oktober: In der Schlosskirche in Königsberg findet die prachtvolle Krönungsversammlung Wilhelms I. statt. Wilhelm setzt sich selbst die Krone aufs Haupt und nimmt das Zepter, den Reichsapfel und das Reichsschwert vom Altar, danach krönt er seine Frau Augusta zur Königin. Die Krönung stellt einen Kompromiss zwischen der von Wilhelm bevorzugten Erbhuldigung und der von der Verfassung vorgeschriebenen Eidesleistung des Königs im Parlament dar.
12. Dezember: Bei der nach dem Dreiklassenwahlrecht durchgeführten Wahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus wird die Deutsche Fortschrittspartei auf Anhieb stärkste Fraktion.

In Pest tritt am 6. April auf Basis des Februarpatents der ungarische Landtag zusammen, der sich bald in zwei Parteien spaltet. Die Adresspartei unter Ferenc Deák, die den ungarischen Standpunkt der Februarverfassung gegenüber in einer Adresse an den Monarchen darlegen und damit den Weg von Verhandlungen betreten will, setzt sich letztlich nach langen Debatten am 5. Juni mit 155 gegen 152 Stimmen gegenüber der Beschlusspartei unter Kálmán Tisza durch, die die Rechtsgültigkeit der 1848er Gesetze durch einfachen Beschluss erklären will. Die Forderung, den österreichischen Einfluss auf Ungarn auf eine Personalunion mit Österreich zu reduzieren, wird jedoch am 8. Juli vom Kaiser mit der Forderung beantwortet, vorher die Märzgesetze aus der Ungarischen Revolution zu revidieren. Als der ungarische Landtag daraufhin in einer zweiten Adresse die Pragmatische Sanktion und die Gesetze von 1848 als die allein annehmbare Grundlage bezeichnet, die Krönung Franz Josephs von der Wiedervereinigung der Nebenländer mit Ungarn abhängig macht, die Beschickung des Reichsrats in Wien ablehnt und gegen jeden Beschluss desselben protestiert, bricht die Wiener Regierung unter Staatsminister Anton von Schmerling alle weiteren Verhandlungen ab und löst den Landtag am 21. August auf.

1862
Spätestens im Jahr 1862 zeichnet sich für die Konfliktparteien endgültig ab, dass sich der amerikanische Sezessionskrieg zu einem langen und für beide Seiten verlustreichen Krieg ausweitet. Ein Marsch von Unionstruppen auf Richmond, Virginia, kann erst wenige Kilometer vor der konföderierten Hauptstadt gestoppt werden, und auch die Unions-Hauptstadt Washington sieht sich im Lauf des Jahres kurzzeitig mit feindlichen Einheiten in unmittelbarer Umgebung konfrontiert. Grund weshalb Abraham Lincoln zunehmend die Unterstützung für den Krieg in der Union verliert und im Lauf des Jahres gleich mehrere Oberbefehlshaber seiner Armee austauschen muss. Europäische Staaten mit starken rechtsradikalen Bewegungen, die zurück zur absoluten Monarchie wollen, drängen auf die Anerkennung der Südstaaten, die von der Partei der Sklavenhalter Demokraten beherrscht werden. Die Schlacht am Antietam wird schließlich zum blutigsten Tag der amerikanischen Geschichte. Die Schlacht, die unentschieden endet, aber von der Union als taktischer Sieg verkauft werden kann, weil der neue konföderierte Oberbefehlshaber Robert E. Lee sich aus dem Staatsgebiet der Union zurückziehen muss. Das schafft Lincoln die Gelegenheit für die bereits vorbereitete Emanzipations-Proklamation, mit der er die Sklaverei in denjenigen Südstaaten für abgeschafft erklärt, die sich mit der Union im Krieg befinden.

6. bis 8. Januar: Nachdem schon im Dezember spanische Truppen in Veracruz angekommen sind, landen auch englische und französische Schiffe in Mexiko.
25. Januar: Die republikanische Regierung unter Benito Juárez erlässt ein Gesetz, das jeglichen bewaffneten Widerstand gegen den Staat unter Todesstrafe stellt.
5. März: Der französische General Charles Ferdinand Latrille Lorencez landet in Mexiko und übernimmt den Oberbefehl über die Invasionstruppen.
12. März: Das Kabinett von Ministerpräsident Karl Anton Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen tritt zurück, das Parlament wird aufgelöst. Neuer Ministerpräsident wird am 17. März Adolf zu Hohenlohe-Ingelfingen. In seinem Kabinett sind vor allem Monarchisten vertreten. Damit endet die sogenannte Neue Ära in Preußen.
5. Mai: Ein von Kaiser Napoleon III. entsandtes französisches Armeekorps unter General Lorencez wird in der Schlacht bei Puebla von der mexikanischen Armee unter dem Befehl von Ignacio Zaragoza besiegt. Die Kavallerie unter Porfirio Díaz hat einen wichtigen Anteil am Sieg der Mexikaner. Die Schlacht bei Puebla ist der wichtigste mexikanische Sieg in der Anfangszeit der Französischen Intervention in Mexiko und dieser Tag – Cinco de Mayo – wird in Mexiko bis heute jährlich gefeiert. Die Franzosen unter General Lorencez ziehen sich nach Orizaba zurück.
6. Mai: Bei den Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus erreicht die demokratische Deutsche Fortschrittspartei die absolute Mehrheit. Ministerpräsident Adolf zu Hohenlohe-Ingelfingen reicht seinen Rücktritt ein, der von König Wilhelm I. jedoch nicht angenommen wird.
18. Mai: In der Schlacht bei Barranca Seca siegen die französischen Truppen gemeinsam mit pro-monarchistischen (rechtsradikalen) mexikanischen Einheiten unter Leonardo Márquez.
7. Juli: Provisorisch findet erstmals eine Parlamentssitzung in der späteren Hauptstadt Wellington (Neuseeland) statt.
23. September: Preußischer Verfassungskonflikt: Otto von Bismarck wird zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt. Seinem Kabinett gehören unter anderem Albrecht von Roon, Carl von Bodelschwingh, Heinrich Friedrich von Itzenplitz und Gustav von Jagow an. 
26. September: Fürst Johann II. unterzeichnet die erste Verfassung in der Geschichte Liechtensteins. Der Landtag wird damit zur Volksvertretung. Von den 15 Abgeordneten werden 3 vom Fürsten ernannt, 12 durch indirekte Wahl über Wahlmänner gewählt. Noch im gleichen Jahr erscheint die erste Zeitung im Fürstentum.
30. September: In einer Rede vor der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses äußert Ministerpräsident Otto von Bismarck die Überzeugung, dass Eisen und Blut die großen Fragen der Zeit entscheide. Er will eine Heeresreform durchsetzen. 
1. Oktober: Élie-Frédéric Forey löst General Lorencez als Oberbefehlshaber der französischen Truppen ab. Er erobert noch im Herbst, am 23. Oktober, Tampico und am 12. Dezember Xalapa, die Hauptstadt des Bundesstaates Veracruz.
13. Oktober: Bismarck löst mit seiner ersten Amtshandlung das preußische Abgeordnetenhaus auf und verkündet ein „budgetloses Regiment“, wodurch der Heereskonflikt zu einem handfesten Verfassungskonflikt wird.
24. Oktober: Durch einen Militärputsch wird König Otto I. von Griechenland abgesetzt und außer Landes gezwungen. Dimitrios Voulgaris löst Gennaios Kolokotronis als Ministerpräsident ab und bildet eine provisorische Regierung.
November: Der seit 1860 andauernde Bürgerkrieg in Kolumbien gegen die rechtsradikalen Monarchisten endet. Im folgenden Jahr entstehen aus der Granada-Konföderation die Vereinigten Staaten von Kolumbien.

1873?
Engels billigt Germanisierung und Magyarisierung. Engels spricht in seiner Polemik gegen Bakunin und gegen den Panslawismus Deutschland das Recht auf Germanisierung minderwertiger "Natiönchen" zu (Hitler tat es auch), denn Zitat 
Albert C. Sellner (in: Karl Marx, der Visionär und Kulturimperialist. Zum Schwarzbuch des Kommunismus - ein Essay über die Quellen des grossen Hasses; In: Die Zeit, 28.5.1998): 


"Es sei ein Verbrechen, Zitat Engels: 'dass die Deutschen und Magyaren zu der Zeit, als in Europa die grossen Monarchien eine 'historische Notwendigkeit' wurden, alle diese kleinen, verkrüppelten, ohnmächtigen Natiönchen zu einem grossen Reich zusammenschlugen und sie dadurch befähigten, an einer geschichtlichen Entwicklung teilzunehmen, der sie, sich überlassen, gänzlich fremd geblieben wären. [...] Ohne Gewalt und eherne Rücksichtslosigkeit wird nichts durchgesetzt in der Geschichte."

Engels prophezeit somit den kleinen "Natiönchen" in einem nächsten Krieg den Untergang (Sellner, ebenda).

ab 1880 ca.
Rassismus gilt als "Wissenschaft"

1881
Nach der Ermordung von Zar Alexander II hetzen russische Linke gegen die Juden, denen sie die Schuld an der Ermordung geben. Es kommt zum Pogrom. Obwohl die Attentäter gefaßt wurden, sie gehörten zu Narodnaja Wolja, eine linksterroristische Gruppe, die eine kommunistische Revolution verursachen wollte.

1886
Edouard Drumont publiziert La France Juive, Gilt als der erster antisemitische Autor der Moderne. Linken und propagandierte den rassischen Antisemitismus. Begründet die jüdische Weltverschwörung der Rothschilds und Freimauer. Wird von den Nazis zur wissenschaftlichen Begründung ihrer Rassentheorie genutzt.

1887
Paul de Lagarde, eigentlich: Paul Anton Böttcher, linker "Kulturphilosoph", antisemitischer Autor: Juden seien "wucherndes Ungeziefer" das es zu zertreten gelte.

Zitat Lagarde:
"Mit Trichinen und Bazillen wird nicht verhandelt. Trichinen und Bazillen werden auch nicht erzogen, sie werden so rasch und gründlich wie möglich vernichtet."

Die Anfang 20. Jh. aufkommende ideologischen Phantasie lässt Kommunismus und Nationalsozialismus entstehen
(
Manfred Henningsen, Der Holocaust und andere Demozide; aus: ders.: Das Jahrhundert der Demozide. Ist der Holocaust wirklich unvergleichbar? In: Die Zeit 4.6.1998)

1905
Kommunistische Revolution in Russland wird niedergeschlagen. Die Kommunisten lenken die Schuld auf die Juden, es kommt zu Pogromen.

ab 1912 ca.
Europa: Juden werden politisch-retorische "Allzweckwaffe"
Die Juden werden für extremistische Politiker von links wie von rechts zur "Allzweckwaffe" als Urheber aller Weltübel, einmal als Urheber des Marxismus und dann als Schuldige der kapitalistischen Ausbeutung.

Aug 1917
Moskau: Dscherschinskij will ruckartige Veränderung der russischen Gesellschaft
Felix Dscherschinskij überlegt, durch Ausrottung bestimmter Klassen (Kulaken und Juden) die Kräfteverhältnisse im russischen Staat ruckartig zu ändern.

Okt 1917
Moskau: kommunistische Revolution nach dem Vorbild der französischen Revolution
mit der Erwartung, dass am Ende die radikalste Partei siegen wird, wie damals in Frankreich auch. Mittel zum Sieg ist der Vernichtungskrieg gegen oppositionelle Klassen und Völker.
Die Täuschung durch den Mythos der französischen Revolution bleibt bis heute bestehen.

Russland: Revolution: Ausrufung der Herrschaft des "Proletariats" obwohl im agrarischen Russland noch fast gar kein Proletariat existiert. Die Revolution ist unmöglich. In der Folge bleibt die ländliche Bevölkerung in Dörfern bzw. "das Dorf" an sich ein "Menetekel" des sozialistischen Staates und der Beweis des Irrtums.

ab Okt 1917
Moskau: Die Verbrechen des Kommunismus sind in den utopischen Weltvorstellungen des Marxismus angelegt und Lenin lässt die Utopie gewaltsam durchsetzen.

Nov 1917 ca.

Moskau: Lenin betraut Dscherschinskij mit der Bildung der Tscheka der "Allrussischen Sonderkommission zum Kampf gegen die Konterrevolution, die Spekulation und die Sabotage", später NKWD und KGB.

20.12.1917

Moskau: Gründung der politischen Geheimpolizei "Tscheka" - Terror wird zur Maxime
durch den polnischen Kommunisten Dscherschinski. In der Folge wird Staatsrerror zur Regierungsmaxime Lenins. Nacheinander werden Streikende, Sozialrevolutionäre, Sozialdemokraten, Liberale, Anarchisten und alte Eliten ermordet, Deportationen in die Gulags.
Lenin will sofort den Bürgerkrieg und die Umgestaltung und führt gegen die Tradition der Zweiten Internationale eine geheime professionelle Revolutionspartei ein:

  • um den Staat zu entmachten und durch die Einheitspartei abzulösen
  • um die Menschen selbst im Sinn der kommunistischen Ideologie umzugestalten (Sozialisierung des Menschen), notfalls mit Terror
  • um die Marxschen Schriften nicht mehr zu diskutieren, sondern sofort einen idealen Menschen (Neuer Mensch) zu schaffen
  • ist Vorbild für Mussolini und Hitler

20.12.1917-Ende Feb 1918 ca.
Sowjetunion: über 12.000 Todesurteile durch die Tscheka, doppelt so viel in wenigen Wochen wie unter der Zarenzeit in 87 Jahren (
Nicolas Weill, Ein Massengrab, so gross wie die Erde; In: Le Monde 21.11.1997).

1917-1953
Lenins und Stalins Strategie: eine "Mischung aus gezieltem Klassenkampf, Hunger und ökonomischen Katastrophen" (
Volkhard Knigge, "Die grosse Vereinfachung macht dumm." Ein Gespräch mit Joachim Käppner; In: Deutsches allgemeines Sonntagsblatt 19.6.1998)

Sowjetunion: Lenin- und Stalin-Diktatur: 15 Mio. Opfer, durchschnittlich 2-2,7 Mio. Häftlinge jährlich bei sehr unterschiedlichen Bedingungen und Haftdauer.

ab 1917
Russland: Terror Lenins

  • Lenin versucht sogar, seinen Terror theoretisch zu rechtfertige
  • der Kommunismus setzt systematisch Hungersnot als Waffe ein, um den Widerstand der Opposition zu brechen
  • auf dem Altar der Utopie des Kommunismus werden Millionen Menschen geopfert 
  • alle kommunistischen Krisen, Säuberungen und Hungersnöte sind hausgemacht 
  • der Kommunismus täuscht eine Mission vor und kann so Massen begeiste
  • der Kommunismus spiegelt universalistische Prinzipien vor
  • kommunistische Massenmorde und Hungersnöte gegen Bauern und Arbeiter, also eigentlich genau der Teil, aus dem angeblich die Regierungen kamen und genau die Schichten, für deren Rechte die Einheitsparteien zu kämpfen vorgeben
  • Tötungsmethoden: Genickschuss, Vergasung, Hunger, Entkräftung bei Zwangsarbeit, Deportation oder Vertreibung in geplanten politischen Hungersnöten und auf Todesmärschen

1918
Russland, Bürgerkrieg: Die Bolschewiki benutzen den Krieg zum "härteren Durchgreifen"

Feb 1918

Lenins Parole: "Wer sich widersetzt, ist zu erschiessen" gegen die Bourgeoisie

März 1918
Lenin nennt sein neues Regime "kommunistisch" um es von der vorausgehenden sozialistischen Bewegung besser unterscheiden zu können.

Aug 1918 ca.
Moskau: Lenin propagiert offiziell den Staatsterror

5.9.1918
Lenins Regime proklamiert den "Roten Terror"
hat wenig mit dem "Bürgerkrieg" mehr zu tun. Lenin:

  • fordert "Konzentrationslager"
  • fordert "summarische Erschiessungen" 

ab 5.9.1918
Russland: Erschiessung von 10-15.000 Menschen durch die Tscheka
Menschewiken, Sozialrevolutionäre, Offiziere, Polizisten, Verwaltungsbeamte, streikende Arbeiter und selbständige Bauern/Kulaken.

Parteiführer Grigorij Sinowjew erklärt:

"Um unsere Feinde zu vernichten, brauchen wir unseren eigenen sozialistischen Terror. Von den 100 Millionen Einwohnern des sowjetischen Russland müssen wir etwa 90 Millionen auf unsere Seite ziehen. Was die anderen angeht, so haben wir ihnen nichts zu sagen. Sie müssen ausgelöscht werden."

Gleichzeitig wird eine "Versorgungsdiktatur" organisiert, Hunger als politisches Mittel eingesetzt. Die Umstände eskalieren:

  • plündernde und mordende Armeen ziehen durchs Land, "Requisitionen" werden als Steuern eingezogen
  • Bauernunruhen bedrohen die Lenin-Regierung, Bekämpfung durch die Rote Armee mit Artillerie, Flugzeugen und Gasmunition
  • die Tscheka richtet Konzentrationslager ein

Herbst 1918
Russland, Bürgerkrieg, Lager: In 2 Monaten mordet die Tscheka 10-15.000 Menschen
aus politischen Gründen. 120.000 Leute in Lagern, 8000 Geistliche des Klerus ermordet, 50.000 Mitglieder der Bourgeoisie auf der Krim in 6 Wochen ermordet.

ab 1918

Moskau: Lenin: Ziel ist die "proletarische Weltrevolution" (Weltkrieg)

1919
Sowjetunion: Beginn der kommunistischen Systeme als "Ökonomie des Terrors"
Diverse kommunistischen Parteien sind Mitläufer.

Frühjahr 1919
Lenins weltweite Einheitspartei mit Ideologen und Terror

  • Lenin macht sein kommunistisches Regime zur Grundlage einer Weltbewegung mit dem Namen "kommunistische Internationale", macht die Partei zu einer Weltpartei mit nationalen Sektionen
  • alle nationalen kommunistischen Sektionen übernehmen in den Grundelementen das russische Modell, womit der Totalitarismus in die ganze Welt getragen wird.
  • Einheitspartei
  • ein allmächtiger Parteiführer
  • Einheitsideologie
  • Massenterror.

Es bildet sich eine von Moskau streng kontrollierte "Gründergeneration" heraus, die bis in die 1960er/1970er Jahre die kommunistischen Bewegungen trägt und kontrolliert .

1919-1999
Terror von Nationalsozialismus und Internationalsozialismus: 170 Mio. Tote

ab 1919

Moskau: Leitmotiv des Tschekisten Latsis zur Auslöschung der Bourgeoisie
Zitat: 

"Wir führen nicht Krieg gegen bestimmte Personen. Wir löschen die Bourgeoisie als Klasse aus."

Moskau: Stalin steuert kommunistische Umsturzversuche in Deutschland, Ungarn und Bulgarien. Die Gewaltsamen Umstürze scheitern, so verlegt man sich auf die Strategie des Entrismus zur Unterwanderung und Gleichschaltung von Politik und Medien.


ab 1919 ca.
Moskau: Lenin, Stalin und Trotzki spielen bewusst mit der Angst in Europa einen grossen europäischen Bürgerkrieg auszulösen, um die Bourgeoisie zu vernichten, so dass die rechten Parteien in Europa zum Teil Zulauf bekommen. Die Rhetorik und die Praxis der Kommunisten haben eine "profaschistische Wirkungen".

1919, 26. Februar 

Hitler im Trauerzug für den von einem Rechtsradikalen, Anton Graf von Arco auf Valley einem Neffen von Max von Oppenheim, ermordeten bayerischen (zudem jüdischen) Ministerpräsidenten Kurt Eisner mitlief. In den dramatischen Wochen der Münchener Räterepublik war Hitler von der Revolutionsregierung als Wache in den Hauptbahnhof entsandt worden. Seine Kameraden wählten ihn zum stellvertretenden Soldatenrat ihres in die Revolutionsarmee eingegliederten Regiments.


1920
Sowjetunion: Deportation der Kosaken vom Don und Kuban, weil sie den "Weißen" (Reaktion) angehört hatten. Die Verschleppung erfolgt nicht mehr im Bürgerkrieg, sondern als Bestrafung nach dem Bürgerkrieg. Städtezerstörungen.

1920-1922
Russland: Hungersnot als Folge der Eskalierung der Gewalt unter Lenin: 5 Mio. Tote
Lenin ist für die Hungersnot verantwortlich: 5 Mio. Tote

ab 1920 ca. 
Europa: Kommunismus verführt die Menschen, indem er höchste Ziele propagiert
und z.T. Künstler für sich sprechen lässt

1921
Moskau: Lenin reagiert auf die Hungersnot mit "Neuer ökonomischer Politik" (NEP)
ersetzt u.a. die "Requisitionen" durch Naturalsteuern.

März: Sowjetunion/Kronstadt: Streik der Marine gegen das Sowjetsystem wird niedergeschossen. Trotzki, der Gründer der Roten Armee, lässt die Revolte niedermetzeln. 

Deutschland: Thüringen bekommt durch die Duldung der KPD eine Linksregierung aus SPD und USPD.
ab 1921 ca.
Sowjetunion: Kommunismus wird Vorbild für den Nationalsozialismus
  • Enthusiasmus der Massen
  • Glaube an eine historische Mission
  • Ideologie des "neuen Menschen"
  • imperiale Faszination ("Lichtdome", "Stalin-Kathedralen" etc.)
  • Lagergesellschaften
  • Massenrepressionen mit politischer, rassistischer, religiöser und ideologischer Verfolgung

1922
Russland: Hungersnot mit 5 Mio. Toten, Erschiessung von Geiseln oder Gefangenen
Die Hungersnot ist: Zitat: "ein Massaker an Hunderttausenden von Arbeitern und Bauern, die zwischen 1918 und 1922 revoltiert haben." (Philippe Cusin, Das Jahrhundert des Kommunismus in einer Schreckensbilanz; In: Le Figaro 5.11.1997)
Leo Trotzki kritisiert den zunehmenden Nationalismus der Kommunisten. Die Utopie des Kommunismus verblasst, trotz Staatsterror wird der Widerstand stärker. Deshalb braucht man eine neue Ideologie, die die Menschen zur Regierung stehen lässt. Moskau beginnt mit einer Doppelstrategie: Internationalsozialismus nach außen und in der Sowjetunion eine Version des in der Tschechei entwickelten Nationalsozialismus, es ist der Nationalbolschewismus. Dazu braucht man einen Sündenbock. Zum einen der Westen, der Sanktionen auf die Sowjetunion legte und einen allmächtigen und verschwörerischen Feind im Innern, weswegen der Staat zu seinen grausamen Säuberungen gezwungen wird: Juden.

Italien: 3 Faktoren zum Entstehen der Macht Mussolinis

  • der verlorene Krieg der Rechten gegen die Linke Frankreichs
  • "verstümmelter Sieg" Italiens
  • Angst vor Bürgerkrieg, wegen der Unfähigen Politiker in Rom, der von Moskau gegen die Bourgeoisie gesteuert ist 
  • Die Unterwanderung Italiens von Moskau aus ist omnipräsent und wurde vielleicht nur von der Unterwanderung Deutschlands überboten

Herbst: Moskau: Lenin richtet ein Memorandum an Stalin
"Russland von allen sozialistischen, intellektuellen, liberalen und anderen 'misslichen' Elementen" zu säubern (Cusin, S.23).

ab 1922
Italien: Mussolini-Diktatur: Repression in Richtung Monopolpartei
Die faschistischen Vertretungen zwingen viele Kommunalvertretungen zum Rücktritt, schalten die Opposition gewaltsam aus  und stellen Mehrheits- und Minderheitenlisten gleichzeitig, so dass nur noch Faschisten wählbar sind. Unbeschränkte Herrschaft im kommunalen Bereich.

Deutschland: Nationalsozialismus täuscht eine Mission vor und kann so Massen begeistern
in Konkurrenz zum Kommunismus. Die massive Anlehnung an die Sowjetunion führt zur Prügele im Hofbräuhaus. Danach beginnt die NSDAP sich betont von Moskau zu distanzieren und National zu präsentieren. Es ist aber kein echter deutscher Nationalismus, sondern eine Übernahme des Nationalbolschewismus unter der Umdeutung der Begriffe.

1923

29. Mai: Italien: Prophezeiung des faschistischen Opponenten Alfredo Misuri: Garten wird Kaserne Misuri, einer der innerparteilichen Opponenten Mussolinis, beklagt im Römer Parlament, Italien sei dabei, sich "von einem Garten in eine Kaserne zu verwandeln". Misuris Voraussage: Die faschistischen Kommunalvertretungen werden bald erschöpft sein.
Zitat: 

"Das ist ein Vorgeschmack für das, was eine totalitäre Kammer sein könnte."
Am Abend desselben Tages wird Misuri von einem faschistischen Schlägertrupp überfallen und fast zu Tode geprügelt.

Oktober: Deutschland: Der Thüringer Linksregierung tritt die KPD bei, daraufhin setzen Reichswehrtruppen die Landesregierung ab.

1923/1924
Italien: Der Führer der antifaschistischen Opposition, Giovanni Amendola, benennt das faschistische Monopolsystem "sistema totalitario".

1924
Sergej Melgunow: Buch: Roter Terror in Russland wird von Kommunisten als Propaganda abgetan. (Bis Heute.)

ab 1924/nach dem Tod Lenins und Stalins Machtantritt Sowjetunion ab dem Tod Lenins: Terror wird Regierungsprogramm und wird generalstabsmässig geplant und durchgeführt. Bei fehlender Planung sind nur noch mehr Tote die Folge. Systematische Deportationen.

  • Stalin systematisiert die Hungersnot als politische Waffe
  • Kommunisten leben im Mythos, verhetzt in einer geschichtlichen Leidenschaft 
Beginn des kommunistischen Totenkults: Mit dem Mausoleum für Lenins Leiche beginnt ein bolschewistischer Totenkult, Lenin wird zur anbetungswürdigen Reliquie in altägyptischem Gestus. Dieser Leichnam wird zum Angelpunkt des Regimes für Erinnerung und neue Kraft. Das kommunistische System denkt ab nun im Mythos um die [falschen] Ideale.

2. Januar Italien: Sozialist Lelio Basso beklagt faschistischen Totalitarismus
in "La Rivoluzione Liberale":

  • der Faschismus setzt sich mit der Nation gleich (wie Nationalbolschewismus)
  • jede Opposition gegen den Faschismus sei "Verrat" (wie Nationalbolschewismus)
  • jedes Verbrechen rechtfertigt sich durch seine nationalen Zwecke (wie Nationalbolschewismus)
  • die faschistische Partei beanspruche den Volkswillen für sich, in "unterschiedslosem Totalitarismus" (wie Nationalbolschewismus)

3. Januar: Italien: Mussolini übernimmt die "Verantwortung" für alle Gewalt in seiner Rede, Zitat: "für alles, was geschehen ist", d.h.

  • den Übergang zur offenen Diktatur
  • die Unterdrückung aller Opposition
Juni: Italien: Giovanni Amendola nennt Faschismus eine "schreckliche Krankheit der modernen Welt" und sieht Demokratie und Liberalismus durch Kommunismus und Faschismus bedroht.

Ende Juni 1925 ca.
Italien: Mussolini kündigt "die 100-prozentige Faschisierung der Nation" an Totalitarismus wird zum Missionsprogramm.

ab 1925
Sowjetunion: Stalin lässt "Konterrevolutionäre" Klassen und Völker ausrotten.

1926
Moskau: neue "Kolonisierungsprojekte" Vorschlag von Dscherschinskij, ungeliebte Volksgruppen in unwirtliche Zonen abzuschieben. Planung der Jüdische Autonome Oblast (Hauptstadt Birobidschan), wohin ab 1928 und nach der Deportation der dortigen Koreaner, Juden deportiert werden.
Zitat 
Dscherschinskij:
"[...] die unwirtlichen Zonen unseres Landes mit den parasitären Elementen aus unseren Städten zu bevölkern, nach einem vorbereiteten und von der Regierung bestätigten Plan."
In der Folge beschließt die GPU (Geheimpolizei), die ehemalige Tscheka, neue "Kolonisierungsprojekte" zur Ausbeutung der Arbeitskraft und des Prinzip: Tod durch Arbeit, pharaonische Projekte am Weißen Meer und in Sibirien.

1927
1. Mai: Adolf Hitler:
"Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit ihren unlauteren Gehältern, mit ihrer Auswertung eines Menschen nach Reichtum und Besitz, anstatt Verantwortung und Leistung, und wir alle sind entschlossen, dieses System unter allen Bedingungen zu zerstören."

ab 1928
Sowjetunion: Trotzki verliert den Machtkampf mit Stalin geht ins Exil in die Türkei, dort kritisiert er Stalins Unterstützung für die NSDAP, die er als Nationalkommunismus bezeichnet und legt offen warum Deutschland so wichtig ist für die Weltrevolution. Stalin befiehlt der Geheimpolizei Trotzki zu töten. Auf der Insel Büyükada lebt er versteckt mit Leibwächter umgeben.

Deutschland: Die KPD übernimmt das von Moskau verordnete Konzept vom Sozialfaschismus.

1929
Moskau: schlechte Ernte wird zum Anlass zur "Kollektivierung". Endlich ist ein Grund gefunden, um die Kulaken zu enteignen und gleichzeitig die Massenlagerprojekte in Sibirien zu realisieren. Stalin verkündet die "totale Kollektivierung" und die "Liquidierung des Kulakentums als Klasse". Davon am meisten Betroffen sind Polen und Juden in der Ukraine.

Ende 1920er Jahre
Moskau: Einführung von Quotensystemen (Todesliste, nicht nach Verbrechen, sondern nach Ethnie) durch die Politische Verwaltung (GPU) für Leute, die zu verhaften, sind: Festlegung der Verhafteten- und Erschiessungszahlen am "grünen" Tisch in Moskau.

ab 1930er Jahre

1930-1932
Sowjetunion: Bauernaufstand gegen die "Kollektivierung", 2 Mio. Deportierte, 100.000e Todesopfer. Die Sowjetunion wird zum Sklavenstaat. Stalins Maßnahme gegen freie Bauern/Kulaken: Verschleppung von insgesamt etwa 2 Mio. Trotzki wird die Sowjetische Staatsbürgerschaft aberkannt. Trotzki gibt dem Erfolg der NSDAP den Kominterne der Moskauer Internationale die Schuld und dem damit verbundenen Versagen der KPD. Er ruft dazu auf, die Kominterne nicht mehr zu befolgen, was jedoch nicht geschieht.

1930-1934
Hitler führt einen Kampf gegen Rechts um die Konservative Mitte zu vernichten. Der Kampf erliegt mit der Verhaftung von Papen und der Ermordung Schleichers.

1930
Kurt Schumacher: "Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt.“

1931
"Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke... Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock."
Joseph Goebbels, in: Der Angriff, 1931

1931/1932
UdSSR: exportiert Weizen für Devisen und lässt in der Ukraine 6 Mio. Menschen verhungern

1932
Herbert Frahm (Willy Brandt): "Das sozialistische Element im Nationalsozialismus, im Denken seiner Gefolgsleute, das subjektiv Revolutionäre an der Basis, muss von uns erkannt werden."

1932-1933
Sowjetunion/Ukraine: Stalin organisiert absichtlich eine Hungersnot gegen ukrainische Bauern mit insgesamt 6 Mio. Toten: Inszenierte Hungersnot durch Deportationen und Zwangsarbeit, 6 Mio. Tote

1933
Moskau: Kampf gegen Kulaken sei ein Kampf auf Leben und Tod
Die Kulakendeportation und die Hungersnot werden von vielen Kommunisten als ein Kampf auf Leben und Tod zwischen städtischer Revolution und dörflicher Konterrevolution angesehen und so gerechtfertigt. Dabei ist es eine Selbsttäuschung.

ab 1933Trotzki bekommt Asyl in Frankreich, nach einem Attentat auf ihn.
Deutschland: Hitlers Machtübernahme.

Nürnberger Parteitage sind Totenfeiern nach Vorbild des Leninkult, der Kampf gegen mythologisierte Tote mit Feier der "Heldentaten" der deutschen Truppen im Ersten Weltkrieg am Anfang und am Schluss als Ritual. Die Toten des ersten Weltkriegs werden zum Hauptpfeiler in Hitlers Politik. Das Horst-Wessel-Lied beschwört die Toten.
Folge:

  • ein Totenheer wird einem Lebendheer gleichgesetzt
  • Hitler lässt das ganze deutsche Volk den Toten weihen, was in der Regel zum eigenen Tod führt (Mythische Abart der Ideologie der Antideutschen)
  • dem 3.Reich wird ein Mythos angeordnet, wie die Sowjetunion ihren Lenin-Mythos hat 
  • die Opposition im Reich muss gegen ein Totenheer ankämpfen, das durch die Beschwörung immer mehr an Kraft gewinnt, z.B. durch die Totenkopfzeichen der SS (Macht der Symbole). Dies hilft, die Angst vor dem Tod zu überwinden und verbreitet gleichzeitig Angst. Menschen die den Tot nicht fürchten, suggerieren, das der Kampf gegen sie nutzlos ist.
Die Nationalsozialisten leben wie die Kommunisten im Mythos. Sie denken nicht, sie Leiden nur und dieses imaginäre Leid ist Grundlage ihres Handelns.

Berlin: Parallelen zwischen der Nazi- und der kommunistischen Diktatur

  • Hitler nennt Roland Freisler seinen Wyschinsky, Stalins Chefankläger
  • in Hitlers wie in Stalins Diktatur wird der "Feind" animalisiert
  • bei Hitler sind Klassengegner "Bazillen"
  • bei Maxim Gorki sind die Klassengegner "Ungeziefer", "Parasiten"
  • Klassengegner meint bei beiden Systemen: die jüdische Bourgosie. (vgl.: die linksradikale NPD und die jüdischen Rechten)
  • für Wyschinsky sind Oppositionelle "stinkendes Aas" oder "widerwärtige Bastarde aus Fuchs und Schwein"
  • Hitler wie Stalin führen eine Versuchsmedizin zur Verminderung der Oppositionellen 

Kommunismus und Nationalsozialismus (Trotzki: Nationalkommunismus) stehen gemäß François Furet in "konfliktueller Komplizenschaft".

1934-1941
Sowjetunion: 7 Millionen Menschen in Konzentrationslagern eingeliefert mit Rotationsprinzip, als Etnische Gruppe sind besonders Juden betroffen.

1934
1. Mai: Adolf Hitler:
"Der Hammer wird wieder zum Symbol des deutschen Arbeiters und die Sichel zum Zeichen des deutschen Bauern werden.”

1935
Gulag-Belegung: 965.000 Häftlinge

Frankreich fordert Trotzki auf das Land zu verlassen. Er geht nach Norwegen, auf diplomatischen Druck aus Moskau, wird er unter Hausarrest gestellt. In einer Nacht und Nebel Aktion lässt ihn die Regierung von Norwegen nach Mexiko flüchten, wo er politisches Asyl erhält.

1936/1937
Stalin-Säuberungen: Liquidierung z.T. der eigenen Leute für die Reinheit der Herrschaft
ist ein nach innen gerichteter Terror, die Juden werden aus der kommunistischen Partei entfernt und in Gulags verschleppt.

1936-1939
Moskau-Spanien: Spanien wird für Stalin zum Experimentierfeld für kommunistische Machtergreifung mit Experimenten von Methoden und Abfolgen.

1936-1938
Sowjetunion: Stalins "große Säuberung": Ermordung von knapp 690.000 Menschen.

Sowjetunion: 681.692 nachweisbare Hinrichtungen gemäß Nicolas Werth im Schwarzbuch über 1937/1938.

Sowjetunion: Stalin-Säuberungen: 1.345.000 Verurteilungen, über die Hälfte davon Todesurteile. 10% der Ermordeten sind Polen, die in der Sowjetunion leben.

Stalins "Grosser Terror", gigantische Gleichschaltungsaktion - knapp 700.000 Hinrichtungen
Alle Reste der alten, vorrevolutionären Ordnung sollen verschwinden, und auch die alten bolschewistischen Kader aus der Bürgerkriegszeit. Alle, die mit dem Ausland Kontakt hatten, werden systematisch verfolgt:

  • Bewohner von Grenzregionen
  • Angehörige nationaler Minderheiten
  • zurückgekehrte Kriegsgefangene
  • Amateurfunker
  • Briefmarkensammler (!!!)
  • alle, die eine Fremdsprache beherrschen.

Das Politbüro und der NKWD legen Verhaftungs- und Hinrichtungsquoten fest, wobei die Quoten von den Einsatzkommandos regelmäßig übertroffen werden, "überfüllt" werden. Es ist ein planwirtschaftlich betriebener Massenmord mit knapp 700.000 Hinrichtungen. Stalin unterschreibt selbst 362 Todeslisten.

1936
In Die verratene Revolution deckt Trotzki Verbrechen der Sowjetunion auf. Dafür wird Trotzki in der Moskauer Propaganda als Nazi bezeichnet, kommt dem Deutschen heute gewiss bekannt vor.

1937
China-Tokio-Berlin: japanische Besetzung von Nanking: Massenmord an 300.000 Chinesen und Vergewaltigung von knapp 80.000 Chinesinnen - Siemens-Vertreter Rabe rettet Chinesen
300.000 getötete Chinesen in "weniger als 6 Wochen" auf Befehl von Kaiser Hirohito, wobei die Kaisersöhne z.T. direkt involviert sind.

Die Japaner haben Befehl, keine Gefangenen zu machen und die Chinesen nicht als Menschen zu behandeln:

  • Beerdigung Lebender
  • Verstümmelungen und Verbrennungen
  • Massenerschiessungen
  • Vereisungen
  • Wettbewerbsveranstaltungen bei Enthauptungen
  • Reihenvergewaltigungen auch an Minderjährigen.
Das Kuriosum:
  • der damalige deutsche Siemens-Vertreter John Rabe, ein Mitglied der NSDAP, wird mit ein paar amerikanischen und europäischen Leuten zur zentralen Figur der internationalen Sicherheitszone für 100.000e von Chinesen
  • Rabe will seine chinesischen Angestellten vor den Japanern schützen, kennt Hitler selber kaum, hat vom deutschen KZ-Regime keine Ahnung
  • Rabe beschützt seine chinesischen Angestellten mit Nazifahne und Hakenkreuzarmbinden, sodass sich plündernde und vergewaltigende Japaner nicht an solchen Leuten mit Hakenkreuzarmbinden vergreifen
  • Rabe klagt in einem Brief an Hilter den japanischen Terror an und bittet um Intervention in Tokio.

1937
Stalins Grosser Terror: Der Kommunismus bedient sich an den Nazis: Der Klassenfeind wird zur einer Biologischen Rassenfrage: besonders bezüglich Juden
700.000 Opfer in einem Jahr

Reaktionäres Handeln, gilt nun als vererbbar. Säuberung richtet sich gegen:

  • ehemalige Kulaken
  • ehemalige Oppositionelle
  • ehemalige Kriminelle
  • in der Sowjetunion lebende Ausländer, v.a. Polen

Der Befehl, die Verhaftungen bei Ausländern nur dann vorzunehmen, wenn aktives antisowjetisches Verhalten nachweisbar ist, nützt nichts, denn die Kommandos morden gemäß Nationalität: Zitat: "und [wurde] in der Praxis die bloße Existenz zum Beweis dieser Aktivitäten."

Zusätzlich: Einführung der Charakterisierung als "Ehemaliger"

  • wird quasi zur "biologischen Eigenschaft"
  • wird auf Kinder und Enkel "vererbbar", womit wieder mehrere Gruppenfeinde geboren sind. Der Kommunismus wird de facto nazifaschistisch.
Sowjetunion: die verschwundene Volkszählung
Die Ergebnisse der Volkszählung 1937 "verschwinden" und die Leiter der Volkszählung werden erschossen, weil die Resultate der Volkszählung Stalins Wünschen nicht entsprechen.

Frankreich: Die Kommunisten Negrin und Aragon wünschen sich eine politische Polizei wie in der UdSSR

Sommer: Sowjetunion: Liquidierung polnischer Aktivisten auf Befehl von NKWD-Chef Jeschow, Deckname N.Etschow.

1937/1938
Stalins Terror: ist völlig überflüssig, vom Regime so gewollt gegen "Ehemalige"

Sowjetunion: destruktive Stalin-Säuberung soll "Größe" beweisen. Stalin lässt Mitkämpfer und Intellektuelle ermorden und schadet damit seinem Regime selbst. Die blutigen Mittel und der "heilige Terror" sollen die "Größe" des Ziels beweisen, das der Kommunismus zu erreichen gedenkt.

bis 1938
3.Reich: Die Gleichschaltung des deutschen Volkes ist abgeschlossen - Juden werden zum "Überfeind"

Ziel: Ein Volk beherrscht alle anderen, ist nach aussen gerichteter Terror.
Nazi-Terror nach innen: gegen Dissidenten, Religiöse, den Roem-Putsch, Hitlers Rache nach dem Attentat von 1944 etc., und kommunistischen Terror nach außen durch den Export der Revolution.

1938
China-Berlin: Rückkehr Rabes ins Reich, Vorträge Rabes über Nanking wird aber bald zum Schweigen gezwungen.

Trotzki gründet die 4. Internationale, da die 3. Internationale unter der Kontrolle Moskaus steht.

Deutschland: 9. Nov. Reichkristallnacht
Ein rechter Putsch gegen Hitler wird vereitelt.

1939
Der Kommunist Otto Rühle, im mexikanischem Exil, schreibt als Reaktion auf den Hitler-Stalin-Pakt einen Aufsatz: Brauner und Roter FaschismusEr verglich darin die Entwicklungen in Deutschland und Russland seit 1914 und fand in den Diktaturen Adolf Hitlers und Stalins, die er beide als „totalitär“ bezeichnete, eine „verblüffende Übereinstimmung in den Grundanlagen der Systeme - in der Machtdoktrin, dem Autoritätsprinzip, dem Diktaturapparat, der Gleichschaltungsdynamik, den Gewaltmethoden."
Erneut wird ein rechter Putsch um Goerdeler und Popitz vereitelt.

Mitte 1939
Sowjetunion: 53 Arbeitslager und 425 Arbeitskolonien mit 3,5 Mio. Häftlingen, 2,3 Mio. Tote.

Okt/Nov 1939/nach der Teilung Polens bzw. Weissrusslands
Moskau: Beschluss von Stalin, 14.000 polnische Offiziere zu erschießen, wobei nicht gesagt wird, wie viele tatsächlich erschossen wurden.

1939-1941
Ostpolen: Deportation von maximal 600.000 Menschen in sowjetische Lager und Spezialsiedlungen
Die Zahl von fast zwei Mio. Deportierten für Ostpolen wird gemäss Schwarzbuch auf 600.000 nach unten korrigiert. Die Berichte darüber bleiben widersprüchlich, Zahlenangaben sind nur bei der Anzahl Toten, die schon während der Deportation sterben, zuverlässig.


ab 1940er Jahre

Frankreich: Le Monde: meldet alles Wesentliche über die kommunistischen Verbrechens des Stalinismus
Trotzki veröffentlicht ein Grundsatzprogramm zur Weltrevolution. Er überlebt ein Attentat am 24. Mai von Moskauer Agenten. Aber am 20. August wurde er vom Agenten Ramón Mercader, in Moskauer Dienst, mit einem Eispickel angegriffen. Unter falscher Identität (alias: Frank Jacson) hatte dieser sich mit der Sekretären von Trotzki verlobt und seit längerer Zeit dessen Anwesen infiltriert und Trotzkis Vertrauen erschlichen. Trotzki starb am folgenden Tag.

ab 1940
Europa: Intellektuelle in Europa verkaufen sich an den Kommunismus, um Front gegen den Nazismus zu machen. Grund dafür ist der Feldzug gegen Polen, sie ignorieren jedoch bewusst, dass sich die Sowjetunion beteiligte.

1941
Sowjetunion: 2 Millionen Menschen in Straf- oder Arbeitslagern

Juni 1941
GULAG-Belegung: 1,9 Mio. Häftlinge, darunter viele Deportierte aus Ostpolen

Herbst 1941/Anfang 1942
Sowjetunion: Entlassung der polnischen Gefangenen aus dem Gulag Sibiriens

1941/1942
Deutsch besetzte sowjetische Gebiete: Hitlers Einsatzgruppen exekutieren werktätige Juden, sodass die Produktion im Reich und in den russisch besetzten Gebieten abnimmt. Hitler schadet dadurch dem Reich, aber die blutigen Mittel und der "heilige Terror" sollen die "Größe" des Ziels beweisen, wie im Denken Stalins, das der Nationalsozialismus zu erreichen gedenkt.

1942 ca.

Stalin an Churchill über die Hungersnot 1932/1933: eine Generation musste geopfert werden, um die Kollektivierung der Landwirtschaft durchzusetzen. Zitat:

"Aber wir mussten es tun, um unsere Landwirtschaft zu mechanisieren. Am Schluss hat sich die landwirtschaftliche Produktion verdoppelt. Was bedeutet schon eine Generation?"
notiert im Tagebuch von Lord Moran, Churchills Leibarzt.

1943
Sep: Italien: Besetzung Nord- und Mittelitaliens durch deutsche Truppen - Deportierung italienischer Juden und Widerstandskämpfer aus dem Piemont
"von denen die meisten nicht zurückkehrten".

1943/1944

Sowjetunion: Stalin lässt die kaukasischen Völker zum Teil deportieren, sodass Schlagkraft gegen die deutschen Armeen verloren geht. Grund ist, dass es Muslime sind, und die Waffen SS unterstützen.

1943-1945
Sowjetunion/Gulag: Tod von über 500.000 deutschen und verbündeten Soldaten in der Sowjetunion im Archipel Gupwi

1944
Rom: Moskau steuert, wo es geht - Der sowjetische Botschafter in Rom, Michael Kostylew, hat täglichen Kontakt mit führenden Funktionären, gibt wöchentliche Berichte an Moskau, wirkt wie eine Art Prokonsul Stalins. In politischen Entscheidungen ist die KPI von Moskau sehr abhängig.

ab Juni: Rom: die "Resistenza" beteiligt Kommunisten in führenden Positionen - keine Aufarbeitung der Geschichte innerhalb der starken Koalition antifaschistischer Parteien. Gleichzeitig agieren die liberalen und demokratischen Gruppierungen aus einer Position der Schwäche heraus. Die Vergangenheit des Totalitarismus spielt in der Geschichtsaufarbeitung Italiens keine Rolle. Die ganze Entstehung und Wirkung wird verdrängt. Kommunistische Historiker beginnen, das Geschehen mit einer "Befreiungs"-Vorstellung zu dominieren.
20. Juli großer Putsch der Rechten gegen Hitler scheitert: Operation Walküre

ab Aug: Osteuropa: Stalinistische Machtergreifungen in den osteuropäischen Staaten
Die in Spanien getesteten Methoden der kommunistischen Machtergreifung kommen in Osteuropa nun konsequent zur Anwendung.

1944-1947

Polen: Bürgerkrieg: Ermordung von 8700 polnischen Oppositionellen
Nicht erwähnt: Massendeportation nationalistischer Polen nach Sibirien, die sich weigern, in der Roten Armee zu kämpfen.

1945
24. Februar
Adolf Hitler: "Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde."

5.April Konzentrationslager Ohrdruf bei Gotha: Befreiung durch amerikanische Truppen
Nach der Zwangsbesichtigung machen der Bürgermeister und dessen Frau Selbstmord.

ab Mai 1945

Osteuropa: neue Deportationen nach Sibirien aus den "befreiten" und annektierten Gebieten

Moskau: Geschichtsmanipulation: Der Kommunismus verfestigt einen "antifaschistischen Mythos" den es nie gegeben hat, sodass der Kommunismus trotz seiner Massenmorde noch lange weiterlebt. 

"Ohne den antifaschistischen Mythos wären die Bindekräfte der kommunistischen Herrschaftsausübung eher gebrochen. François Furet hat zu zeigen vermocht, wie gut sich vom 'Antifaschismus' zehren ließ. Immer wieder wurde der Leichnam des 'Faschismus' exhumiert, sei es aus Furcht, sei es aus Kalkül."
 (Eckhard Jesse, Die einäugigen Vergleicher. Ist der intellektuelle Bann des Kommunismus wirklich gebrochen? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) 8.4.1998)

Die Tatsache, dass der Nationalsozialismus existiert hat, hindert die Aufarbeitung des Kommunismus (Jesse) und schafft eine weltweite wissenschaftliche Blockade. Der Kommunismus kann seine Mechanismen hinter dem Nationalsozialismus verstecken (Jesse).

Nürnberg: Westliche Siegermächte sind sich der Judenmorde der Kommunisten bewußt
und nehmen die Massenexekutionen an Juden nicht in die Anklage auf. Aus rüksicht auf den Verbündeten Sowjetunion.

Sowjetisch besetztes Deutschland: Sowjetische Konzentrationslager sind meist nur von der Waffen SS übernommen. Viele von denen, die unter Hitler inhaftiert waren, bleiben es, oder werden re-inhaftiert nach kurzer Freiheit, da sie auch für Moskau als der Feind gelten. Unterschied ist, dass die Gefangenen nicht arbeiten. Das liegt daran, dass der Kommunist glaubt, dass man sich durch gute Arbeit Freiheit erlangen kann, dies ist aber gar nicht erwünscht. Die "Befreier" verdrängen aber: 
Ein Kulakenkind kann sich unter Stalin auch nicht retten, weil es als Kind eines Kulaken pauschal verurteilt wird und wenn es Hunger hat, keine Arbeit mehr leisten kann. Somit ist die Aussage Courtois "Tod eines Judenkindes im Nationalsozialismus ist gleichwertig dem Tod eines Kulakenkindes im Kommunismus" eben doch berechtigt. Insbesondere da viele ukrainische Kulaken Juden waren.

Mitte 1945 ca.

London: Vorverhandlungen zu Nürnberg: Judenmorde sollen nicht verurteilt werden, so Hauptankläger Robert Jackson. Wegen Rücksichtsnahme auf die Siegermacht Sowjetunion:  "weil wir gelegentlich in unserem eigenen Land bedauernswerte Umstände haben, in denen Minderheiten unfair behandelt werden".

Die Londoner Delegierte weigern sich ebenfalls, die Vernichtung der europäischen Juden als Verbrechen zu verhandeln.

Jackson denkt an die Sowjetunion, dass Nachrichten über das sowjetische Gulag-System die "Siegermacht" Sowjetunion schwer belasten könnten. Jackson will wahrscheinlich auch eine Kontroverse über das englische Verhalten in Palästina (Verbot der Einreise für Juden) und über das amerikanische Verhalten (unausgeschöpfte deutsche Einwandererquote vor der deutschen Kriegserklärung an die "USA" vom 9.12.1941) vermeiden, wo flüchtenden Juden die aus Deutschland die Einreise verweigert wurde. Alle Beteiligten wollen einen interalliierten Konflikt vermeiden. Denn der Kalte Krieg zeichnet sich bereits ab.  In der Folge gesteht die Sowjetunion die Unterdrückung von Minderheiten nie ein. Die europäische Linke ignoriert oder Verteidigt diese bis heute.

Ende 1945

Italien hat die grösste KP Europas, Faszination der Gleichheit, der egalitären Gesellschaft - Hauptmerkmale des Faschismus.

1945-1985
CSSR: 3 Mio. Todesopfer unter dem kommunistischen Regime innerhalb von 40 Jahren

ab 1945
Kommunismus und Stalin als "Sieger" und die Folgen: kein Opfergedenken und Ausbreitung des Kommunismus

  • Gedenkstätten für Kommunismus-Opfer gibt es kaum
  • Stalin wird Vorbild für andere Diktatoren des Kommunismus: Mao in Tibet, Pol Pot in Kambodscha, Kim Il Sung in Korea usw.
  • Stalin wird bis heute von Abgeordneten des deutschen Parlamentes und sonstigen Vertretern "demokratischer" Parteien gelobt.
  • Stalin kann Hitlers Niederlage und die Massenexekutionen an Juden durch das Nazi-Regime zu seinem Vorteil ausnutzen.
  • Moskau kann die Schablone der sowjetisch-kommunistischen Herrschaft duplizieren, herrscht über die kommunistischen Parteiführer der "Volksrepubliken" Osteuropas: Thorez, Togliatti, Cunhal, Ibarruri, Carrillo. Es ist eine Einheitlichkeit erreicht, sodass man mit Recht von demselben politisch-kommunistischen Phänomenen sprechen kann, u.a. das Phänomen des Terrors.

1946
Nürnberg: die "Sieger" und die Folgen

  • Ausklammern der Exekutionen an Juden durch Richter Robert Jackson, dem amerikanischen Hauptankläger
  • "Sieger" müssen schuldlos sein:
  • Die Sowjetunion tritt als "Sieger" im "Lager der Guten" und als Richter auf. Der Sieg über Deutschland ist der Beweis für die militärische und moralische Überlegenheit des Kommunismus. Dadurch kann das kommunistische System seine eigenen genozidalen Tätigkeiten vertuschen.
  • willkürliche Festlegung von 4 Mio. Auschwitz-Toten durch eine sowjetische "Untersuchungskommission", ohne dass die "Untersuchungskommission" je einmal richtig untersucht hat. 

Italien: Verniedlichung von "Totalitarismus"
Der kommunistische Historiker Delio Cantimori tut den Begriff Totalitarismus als Zweckbegriff des Journalismus ab:

"Es ist eine sehr clevere propagandistische Methode, den politischen Gegner zu beschuldigen, ein 'Feind der Freiheit' zu sein."

1946-1956
Bulgarien: 110.000 Bulgaren in Straflagern

ab 1946
Die weltweit manipulierte Geschichtsschreibung, Geschichts-Designer und Verharmlosung des Kommunismus
  • seit 1946 besteht eine "halbseitig gelähmte Geschichte", die nicht mehr akzeptabel sei.
  • Westeuropa bleibt innerhalb einer "gelähmten Geschichtsschreibung" auf den "Holocaust" fixiert und macht es fast unmöglich, die historische Wirklichkeit des wechselseitigen Terrors von links und von rechts zu begreifen. Bis Hannah Arendt's The Origins of Totalitarianism 1951, bleibt dies auch erstmal so.
  • das Dogma "Auschwitz" vertuscht alles andere und vernebelt den Blick auf die Verbrechen des Kommunismus und der Plan der Weltrevolution. Erneut verstecken sich die Kozis hinter den Nazis.
  • Westeuropa wird von linken Geschichts-Designern, die sich Historiker nennen, beherrscht die besonders die Nazi-Herrschaft verdammen, die Herrschaft des Kommunismus und dessen Opfer aber nie untersuchen wollen. [Geschichts-Designer, übernommen von Manfred Funke, Das Schwarzbuch des Kommunismus: "Eine Vorstudie zur Topographie des Grauens"; In: Politische Meinung 8/1998]
  • innerhalb der Weltgemeinschaft werden die Verbrechen des Kommunismus vertuscht, gemäss Funke ein "organisiertes Vergessen und Verharmlosen bis 1989" (Funke, ebenda) Funke irrt jedoch, mit Verharmlosung. Das Erwähnen von kommunistischen Völkermord wird in DDR und UdSSR mit Gulag bestraft.
  • Holocaust-Gedenken gibt es gar nicht. Es wird an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht, mit Schwerpunkt auf die 50 000 Kommunisten. Die 6 Millionen Juden sind hingegen Randnotiz. So lebt der Nationalsozialismus dank des Kommunismus paradoxerweise weiter. Der Mythos und die Stärke des Nationalsozialismus wird mitbeschworen. 

1946/1947 
KZ Buchenwald im Dienst der Siegermacht: Tod 1000er Häftlinge im sowjetischen Speziallager Buchenwald.

1947
Polen: Bürgerkrieg: 1486 ermordete Partisanen, 136 getötete Soldaten

1948
UNO-Konvention: Festlegung des Begriffs Genozid bei Ermordung einer ethnisch-rassischen Gruppe. Für die kommunistischen Regime kommt der Begriff aber nicht zur Anwendung, weil sie keinen Genozid, sondern soziale, politische, religiöse, intellektuelle, medizinische und andere Massenmorde begehen.

April 1948
Frankreich: Raymond Aron: Appell gegen die Utopie und den gewalttätigen Kommunismus als Idiotie in Le Figaro: 

"Wer ein Regime, das Konzentrationslager einrichtet und eine politische Polizei unterhält, die jene der Zaren weit übertrifft, als Station auf dem Weg zur Befreiung der Menschheit betrachtet, der verlässt die Grenzen selbst der für Intellektuelle noch erträglichen Idiotie."
Die Reaktionen auf Aron sind Hass und Anfeindungen gegen seine Logik von Seiten der europäischen Linken.

ab 1948
Moskaus kommunistische Parteien in Duplikation in Südostasien: Mao, Tschu En Lai, Ho Chi Minh, Kim Il Sung: mit Terror. Es ist eine Einheitlichkeit erreicht, so dass man mit Recht von demselben politisch-kommunistischen Phänomenen sprechen kann, u.a. das Phänomen des Terrors.

1948-1954
CSSR: 200.000 Tschechoslowaken in Straflagern

1948-1956
Polen: "eiserner Sozialismus" mit 84.200 Menschen in Arbeitslagern gemäß Historiker Andrzej Paczowski, systematische Unterdrückung mittels der "Außerordentlichen Kommission für den Kampf gegen Missbrauch und Sabotage".

ab 1948
China: Mao lässt "konterrevolutionäre" Klassen ausrotten, die Sowjetunion wiederholt sich nicht etwa, die Mordorgien nehmen noch zu.

1949
Frankreich: Der Linke David Rousset: Aufruf an alle Überlebende der NS-Lager, eine Kommission zur Untersuchung der sowjetischen Lager zu bilden
In der Folge wird Rousset von Jean-Paul Sartre und Maurice Merlau-Ponty als "Abtrünniger" beschimpft.

ab 1950er Jahre

COMECON-Gründung: Sowjetunion plündert osteuropäische Satellitenstaaten aus
v.a. die ehemals ökonomisch starken Länder Polen, CSSR und Ungarn. De facto vollzieht sich ein sowjetischer Kolonialismus, wobei die Hauptmacht schwächer entwickelt ist als die meisten Kolonien (!) Was daran liegt, dass der Kommunismus genauso wie die der proto-kommunismus der karibischen Piraten, und die pro-kommunistischen Kommunen der Spartaner (Ausplünderung der Meriöken und Periöken) nur parasitär existieren kann. Militärmacht ist daher wichtiger als Kultur und Bildung.

China: Umerziehungslager gegen Dissidenten und Oppositionelle

Frankreich: Die französische kommunistische Partei (PCF) schwärmt von Robespierre als Vorbild und exportiert das kommunistische Ideal nach Kambodscha. Der Kreis schließt sich mit der französischen Revolution. Robespierre  ist der Führer der mafiösen Jakobinerlinken, die sich als neue Adelsschicht etablierten. Ähnliches passierte in Deutschland.

Frankreich: Sartre sperrt sich gegen Untersuchung der sowjetischen Lager
Sartre: 

"Jeder Antikommunist ist ein Hund [...] Es ist eine Niedertracht, die sowjetischen Lager untersuchen zu wollen." 
Damit blockiert Sartre jegliche Debatte über die Verbrechen des Kommunismus. Zum Beispiel wird jeglicher Massentod in der Sowjetunion und in China mit Industrialisierung der Landwirtschaft und Beseitigung des Analphabetismus entschuldigt (Nach dem Motto: Willst du das alle Menschen im Kommunismus glücklich sind? Töte die Unglücklichen!), was der Rechtfertigung entspräche, Hitler hätte seine Konzentrationslager zum Bau der Autobahnen und zur Erreichung der Vollbeschäftigung gebraucht. Er sagte aber an anderer Stelle:
„Die Waffe des Rebellen ist der Beweis seiner Menschlichkeit. Daher muss man in den ersten Tagen der Revolte töten: Einen Europäer niederzuschießen ist wie zwei Vögel mit einem Stein zu töten, einen Unterdrücker und den Menschen zu vernichten, den er gleichzeitig unterdrückt… wenn einst der letzte Ansiedler getötet ist, nach Hause verfrachtet oder angeglichen wurde, verschwindet die Brut einer Minderheit, um durch den Sozialismus ersetzt zu werden.”

1950
Margarete Buber-Neumann: Appell an Untersuchung der russischen Lager
Buber-Neumann, ehem. NS-Häftling und Gulag-Häftling im Le Figaro littéraire: Appell unter der Überschrift:

"Für die Untersuchung der sowjetischen Lager. Wer ist schlimmer, Satan oder Beelzebub?"
DDR: Der Jude Alexander Abusch wird alles Funktionen enthoben und aus der SED ausgeschlossen, wegen "zionistischer Verschwörung".
ab 1950
DDR: "Volkspädagogik": alle konvertierten Kommunisten sind frei von Schuld
Wer zum kommunistischen Lager gehört, zählt zu den "Siegern der Geschichte" und ist somit Teil der "guten Welt des Antifaschismus". Verbündeter der Sowjetunion zu sein befreit automatisch von deutscher, brauner Schuld. Viele ehemalige Nazis machen in der SED Karriere. Massenvernichtung gibt es in der DDR ja nicht, also auch keine Diskussion um Kommunismus. 

DDR: ist eine "Versorgungsdiktatur", keine Liberalisierung, stattdessen Menschenhandel
Die Menschen des Klassenfeindes BRD werden gefangen genommen und für harte DM verkauft. Kinderhandel ist staatliches Monopol.
Der Nicht-Jude Paul Merker wird als Zionist der Teilnahme an einer jüdischen Verschwörung beschuldigt und kommt in ein Spezialgefängnis der Stasi. Zitat Merker:
"Es ist ja wie bei den Faschisten. Heute wurde mir vorgeworfen, ein ‘Judenknecht’ zu sein, weil ich 1942 einen illegalen Artikel gegen den Antisemitismus in Deutschland geschrieben und verbreitet habe.“
"Am Abend waren wieder alle drei Halunken über mich hergefallen und haben auf mich eingeredet … Man nennt mich einen König der Juden, weil ich einen Artikel in allen Auslandszeitungen, welcher für die Juden war, geschrieben habe.“
„In sachlicher Form wurde ich gefragt, ob ich zionistischen Organisationen angehöre, man möchte gerne, dass ich ein Jude bin.“

Moskaus kommunistische Parteien in Duplikation in Afrika und Mittel- und Südamerika: Castro, Neto, Nadschibullah: mit Terror

Es ist eine Einheitlichkeit erreicht, so dass man mit Recht von demselben politisch-kommunistischen Phänomenen sprechen kann, u.a. das Phänomen des Terrors.

1951
Hannah Arendt: "Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft". Hannah Arendts Totalitarismus-Theorie findet öffentlichen Zuspruch in den USA. Arendt erläutert den Kampf der Ideologien: die marxistische Lehre vom Klassenkampf gegen die darwinistische Lehre vom Rassenkampf. Die politische Reaktion auf Arendts Buch findet in Europa nicht statt: Weder rechte noch linke Parteien nehmen die Thesen auf.

1952
In der Tschechoslowakei werden Schauprozesse gegen Juden geführt und Todesurteil an ihnen vollzogen. Vorwurf, eine  zionistische Weltverschwörung, um Rudolf Slánsky als Anführer, gegen den Kommunismus.
Alfred Kantorowicz kommentierte am 30. November 1952 in seinem Tagebuch die Berichterstattung über den Slánsky-Prozess im Neuen Deutschland: 
"Das ist die Sprache Streichers, die Gesinnung Himmlers, die Atmosphäre der Gestapoverhöre und der Volksgerichtshof-Verhandlungen unter Freislers Vorsitz, der ‘Moral’ der Menschenschlächter von Dachau und Buchenwald, der Vergaser von Auschwitz und Maidanek. Hitler, du hast Schule gemacht – nicht nur im Westen … , sondern auch im Osten.“

West-Berlin: Februar: Jüdischer Weltkongress: 
"Obwohl es nicht zutrifft, dass rassische Gesetze in der Sowjetischen Republik erlassen wurden, wurde mir bestätigt, dass ‘streng vertrauliche’ Rundschreiben an Partei- und Regierungsinstitutionen gesandt wurden mit der Aufforderung, die Namen von Juden und gemischter Herkunft, die in politischen und administrativen Organisationen aktiv sind, bekanntzugeben."
Dies kommt den Nazirassengesetzen defacto sehr nahe.


1953
DDR: 4. Jan. Neues Deutschland erscheint der Artikel: Lehren aus dem Prozess gegen das Verschwörerzentrum Slánsky, in welchen etliche nationalsozialistische antisemitische Klischees eingesetzt wurden
Lex Ende, und der Chefredakteur des Deutschlandsenders, Bruno Goldhammer, Albert Norden, Hermann Axen und Erich Jungmann, werden aus der SED geworfen und bekommen Arbeitsverbot, weil sie Juden sind.
Der RIAS berichtet über Antisemitismus und Judenverfolgung in der DDR.
Ein Pogrom wird in der DDR vorbereitet führt zu einer Massenflucht von 530 Juden nach West-Berlin, organisiert durch Heinz Galinski.

Russland: "Jüdische Ärzteverschwörung" in Russland, läutet eine neue Säuberungswelle gegen Juden ein. Die Juden werden als Reaktionäre der Bürgertums gleichgesetzt, genauso wie bei Goebbel.
März Tod Stalins: Gulag-Belegung: 2,75 Mio. Häftlinge

ab 1953
Sowjetunion und Satellitenstaaten: System der selektiven Repression und "volksdemokratische Regime" mit Doppelgleisigkeit.

1954
Frankreich: François Furet kündigt 1954 seine Mitgliedschaft in der KPF auf.

ab 1955
geht aus Erkenntnissen des CIA und Organisation Gehlen hervor, dass Adolf Eichmann nach Südamerika flüchten konnte und für den KGB arbeitet.

1956
Moskau: Chruschtschew will wenigstens Lenin heiligen
Chruschtschews Geheimrede will Stalin verdammen, um Lenin von seinen Verbrechen freizusprechen, Chruschtschow wäscht Lenin von allen Sünden rein. Chruschtschew verschleiert durch einseitige Anklage des Stalinismus seine eigenen Verbrechen als Massenmörder in der Ukraine.

Ungarn: Westeuropa und USA lassen sowjetischen Einmarsch zu

ab 1956 nach der Chruschtschew-Entstalinisierung
Sowjetunion: Ersetzung des offenen Terrors durch versteckten Terror, wegen der gesellschaftlichen Ächtung der UdSSR als Verbrecherregime und der medialen Aufmerksamkeit.
Der offene Terror lässt nach, wird aber durch einen versteckten Terror ersetzt, durch Repression im Alltag, durch totale Zensur, Grenzkontrollen und Ausweisung von Dissidenten, Einweisung in Geheimlager und Psychiatrien.

1958
China: Beginn des "Großen Sprungs nach vorn" unter Mao

  • Zusammenschluss von 10.000en Familien zu riesigen "Volkskommunen"
  • Schaffen gigantischer agrarischer Produktionszentren zur Industrialisierung der Landwirtschaft
  • Propaganda: 3 Jahre der Anstrengung und der Entbehrungen, 1000 Jahre Glückseligkeit
Frankreich: Die Fünften Republik hält an der Marseillaise als Nationalhymne fest.

1959
China: "Großer Sprung nach vorn" kostet geschätzte 20 Millionen Tote "grösste Hungersnot der Menschheitsgeschichte" mit Lagerarchipel Laogai.

Sippenhaft in China: Die Tochter muss für den Vater ins Lager, weil der Vater zu früh gestorben ist. Zum Teil Untermenschenpropaganda in China.

Die Hungersnot zeichnet sich ab, aber Mao hält am Plan des "Sprung nach vorn" aus taktischen Gründen fest.

ab 1959
Kuba-Revolution und Castro-Herrschaft: über 100.000 in Lager, Gefängnissen und Arbeitsfronten, 15-17.000 Erschossene. Massemmörder und Psychopath Erneste Ché Guevarra wird zur Popikone der Linken.

1959-1961
China: Hungersnot: grösste Hungersnot der Weltgeschichte: 30 Mio. Tote
verbreiteter Kannibalismus.

1960er-1980er Jahre
Bücher über die Verbrechen des Kommunismus
von Solchenizyn über die Sowjetunion, von Jean Pasqualini über China, von Pin Yathay über Kambodscha.

Äthiopien und Mozambique: Hunger als Waffe der kommunistischen Regime
um den Widerstand der Opposition zu brechen.

Anfang 1960er Jahre
Gulag-Belegung: die Zahl stabilisiert sich bei 900.000 Häftlingen.  Der Gulag ist mit Stalins Tod eben nicht beendet. 

ab 1960er Jahre


1960
Mexiko:Der Mörder Trotzkis wird nach 20 Jahren Haft entlassen, er wird von Fidel Castro auf Kuba empfangen, der gebürtige Spanier lebt dann in Prag, Moskau und Ost-Berlin.

Argentinien: Adolf Eichmann wird vom Mossad nach Israel gebracht. In der Gefangenschaft schreibt er Meine Memoiren und bezeichnet sich darin als Linker. Das Israelische Staatsarchiv gibt den Text erst 2000 frei.

Deutschland: Die Stasi macht eine Geldspende, um die Gründung der Neonazi Organisation DFU zu unterstützen.

1963
Hannah Arendt: Buch: "Eichmann in Jerusalem" These: Das Böse sei nicht deutsches Spezifikum, sondern ein menschliches Verhaltenssyndrom, sei eine universale Banalität.
Reaktionen: Hannah Arendt wird zur "Aussätzigen" erklärt, so wie Albert Camus 1951 mit seinem Aufsatz über die Wahnlogik "L'Homme révolté".

1964
28. November. Die Gründung der NPD wird von der Stasi finanziell unterstützt. Parteigründer Adolph von Thadden ein Agent des britischen MI6. Doch die Stasi wusste das. Sie rissen das Unternehmen NPD an sich, um es für sich zu nutzen. Dies geschah in dem man von Thadden mit Stasiagenten umgab. Zum Beispiel mit den von Thadden Vertrauten Lutz Kuche, der zur Unterwanderung von rechten Gruppen spezialisiert wurde. Fritz Liebenow, war ein IM des MfS gewesen, er vertrat die NPD in der BVV von Berlin Köpenick. Der als V-Mann des BND bekanntgewordene NPD Politiker Kai-Uwe Trinkhaus war ein Doppelagent der Stasi. Er hatte in den 1980er Jahren die Offiziersschule der Stasi durchlaufen. Und zwar um rechtsextreme BRD-Gruppen zu unterwandern für die Stasi. Gesichert gilt ebenso das Kersten Radzimanowski, ein naher Vertrauter von Karl Richter, für den MfS gearbeitet hatte.

1965 ca.
These von Zbigniew Brzezinski über Kommunismus: die "permanente Säuberung". Totalitäre Systeme wie die der Sowjetunion seien eine "permanente Säuberung".

ab 1965 ca.
weltweit: Vietnam-Demonstrationen angeblicher Friedensbewegungen, dabei geht nur darum die Ausbreitung des Kommunismus voranzutreiben. Das religiöse Feindbild nun gegen die USA benutzt.  Kritiker die sich darüber Aufregen, dass der chilenische Sozialismus durch das Regime Pinochet ersetzt wurde, müssten sich logisch auch aufregen, wenn die Diktatur von Saigon mit der kommunistischen ersetzt werden sollte. Sie tun es nicht, denn Linke sind grundsätzlich schizophrene Psychopathen.

1967
2. März.Stockholm/Frankreich: Jean-Paul Sartre fordert ein "Nürnberg" gegen die "USA"
Sartre fordert auf dem internationalen Vietnam-Tribunal in Stockholm einen "Nürnberger Prozess" gegen die US-Regierung wegen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Vietnam.
5. März 5 linke Extremisten werden festgenommen, weil sie einen Anschlag auf den Schah geplant haben sollen.
2. Juni Die Stasi organisiert die Ermordung des Studenten Benno Ohnsorg, um die BRD zu komprometieren und die Studentenrevolte auszulösen. Anlass ist der Besuch des Schah von Persien, der mit der BRD im Bund ist. Die DDR hingegen mit den islamischen Revolutionären, die von den Persischen Kommunisten unterstützt werden.
Rudi Dutschke verbreitet das Konzept des Langen Marsches durch die Institutionen, welches er von der Frankfurter Schule eingeflüstert bekam.

Die Westdeutsche Linke, gibt, als Reaktion auf den 6 Tage Krieg, die Rach-Parole aus: Das auch ein Juden Staat keine Juden beschützen werden kann.

1968
6. SeptemberSimon Wiesenthal auf einer Pressekonferenz in Wien, über die DDR-Medien die aus Alt-Nazis bestanden: in: Die gleiche Sprache. Erst für Hitler – jetzt für Ulbricht, Eine Dokumentation der Deutschlandberichte: 
„Diese Überlegungen erklärten aber noch nicht den großen Unterschied zwischen dem Ton in der DDR und den übrigen Ostblockstaaten; der Verwandtschaftsgrad zum Nationalsozialismus musste im Pressewesen ein höherer sein. Ein kleines Experiment bei der Analyse der Texte führte zu einem verblüffendem Ergebnis: Wenn man in den Kommentaren der DDR-Blätter das Wort ‘Israeli’ durch ‘Jude’ sowie ‘fortschrittliche Kräfte’ durch ‘Nationalsozialismus’ ersetzte, glaubte man plötzlich eine Vorlage aus Goebbels’ Propagandaministerium vor sich zu haben. Die Ähnlichkeit der Gedanken und Begriffe ergab sich aber auch, wenn man den umgekehrten Weg ging und probeweise Artikel aus der NS-Zeit mit Vokabeln aus dem DDR-Wortschatz ausstattete.“
Wiesenthal sieht die Ursache für dieses Phänomen in einer über weite Strecken nachzuprüfenden Identität der Täter, wobei er auf die Schwierigkeit der Recherche hinweist, 
„da sich unsere Untersuchungen gegen fest im Sattel sitzende Funktionäre des Propagandaapparats, gegen anerkannte Autoren und Redakteure in leitender Stellung richteten … Das Ergebnis hat alle Erwartungen – oder Befürchtungen – übertroffen.“
„Da gibt es ehemalige Parteigenossen, SS-Männer, SA-Führer, Vertrauensleute der Gestapo, Angehörige von Propagandakompanien, Mitarbeiter des NS-Rundfunks, des ‘Völkischen Beobachters’, des ‘Schwarzen Korps“, Beamte des Propagandaministeriums, Mitglieder des SS-Rasse- und Siedlungs-Hauptamts, Angehörige der berüchtigten ‘Legion Condor’. Sie tragen heute Orden der DDR, bekleiden in vielen Fällen die Stellung eines stellvertretenden Chefredakteurs (der wenige Repräsentationspflichten zu erfüllen hat), bilden in einigen Blättern – wie in der Redaktion des ‘Neuen Deutschland’ und der ‘Deutschen Außenpolitik’ – eigene Nazi-Cliquen.“

ab 1968
Erlösungssehnsucht in Westdeutschland produziert Verklärung des Kommunismus und blockiert die Forschung. Nach 1968, als die deutsche Bevölkerung lernte, sich zu den Verbrechen des Nationalsozialismus zu bekennen, lernte sie es leider nicht, auch die Verbrechen des Kommunismus zu benennen, was zu einem versteiften Antifaschismus geführt hat, sodass Sozialismus zur Alternative zum Kapitalismus wurde, was als eine Art Erlösungssehnsucht von den nationalsozialistischen Verbrechen verstanden werden muss. Die Zeugen der kommunistischen Lager haben weiter keine Möglichkeit, gegen die monopolistische Geschichtsschreibung im West-Block ihre Erkenntnisse zu präsentieren. 

1969
Die Linksterroristen um Dieter Künzelmann kommen aus dem Jemen radikalisiert zurück und platzieren eine Bombe im Jüdischen Gemeindezentrum Berlin, am Tage der Reichskristallnacht. Wegen eines defekten Zünders explodiert die Bombe nicht. Künzelmann:
"Palästina ist für die BRD und Europa das, was für die Amis Vietnam ist. Die Linken haben das noch nicht begriffen. Warum? Der Judenknax."

Ende 1960er/Anfang 1970er Jahre
Italien: Tabuisierung des "Totalitarismus" - Solschenizyn wird totgeschwiegen
Das Wort wird als anglo-amerikanisches Fremdwort abgetan, z.B. durch den Kommunisten Palmiro Togliatti. Beiträge zur Totalitarismus-Debatte werden spät oder gar nicht übersetzt. Kommunistische Historiker prägen weiter die Diskussion in Italien und verhindern eine neutrale Aufarbeitung der Geschichte. Der Begriff des "Totalitären" bleibt weitgehend tabuisiert. Solschenizyns "Archipel Gulag" findet in Italien nur ein geringes öffentliches  
Echo.

ab 1970er Jahre


1970
13. Februar Linksextremisten (Tupac Amaru München) begehen einen Brandanschlag im Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in München, bei dem sieben Menschen, alles Überlebende des Holocaust. Die Botschaft ist, dass sie in den Flammen sterben, obwohl sie den Krematorien entgangen.

1972
Frankreich: Herausgabe des "Archipel Gulag" von Solschenizyn, 1 Mio. verkaufte Exemplare - Mitterrands Bündnis mit den Kommunisten. Trotz aller Aufklärung begründet Miterrand mit Kommunistenchef Marchais ein "gemeinsames Regierungsprogramm der Linken", gemäß Furet in Das Ende der Illusion das "letzte neobolschewistische Programm der universellen Geschichte". (Focus, 
Der rote Schrecken. Historikerstreit à la française: Sind die Verbrechen der Kommunisten denen der Nazis vergleichbar? In: Focus 48/1997)

Kambodscha: Machtergreifung von Pol Pot, der in Paris mit dem Kommunismus in Berührung gekommen ist. Plan: Er will die kommunistische Gesellschaftsutopie in einem Schlag verwirklichen und dabei auf alle Übergangsphasen verzichten:

  • in zwei Jahren ist die Kollektivierung des Staates "abgeschlossen"
  • die besitzenden Schichten, Intellektuelle und Kaufleute, werden ausgelöscht
  • die Städter werden aufs Land getrieben
  • insgesamt werden in 3 Jahren 2 Mio. Kambodschaner ermordet

Frankreich: Solschenizyns Werke werden von Kommunisten als Propaganda abgetan

Verschiedene Linke, darunter die RAF Terroristen Horst Mahler und Ulrike Meinhoff loben den muslimischen Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft in München. Meinhoff:
"Ohne dass wir das deutsche Volk vom Faschismus freisprechen - denn die Leute haben ja wirklich nicht gewusst, was in den Konzentrationslagern vorging -, können wir es nicht für unseren revolutionären Kampf mobilisieren.“
In ihrem Prozess rechtfertigt Meinhoff Holocaust. Die Juden, so Meinhof, seien ermordet worden, "als das, was man sie ausgab - als Geldjuden. Der Antisemitismus war seinem Wesen nach antikapitalistisch."

1973
11. September: General Pinochet stürzt die Linke Regierung von Chile.

1974-1978
Kambodscha: 2 Mio. Todesopfer unter dem kommunistischen Pol Pot-Regime, die "konterrevolutionäre" Klasse ausgerottet

April 1975
Kambodscha: Ausweisung der Stadtbevölkerung aufs Land - Leerung der Städte

1975-1979
Kambodscha: einzigartige Pol-Pot-Herrschaft: Umsetzung einer Utopie
Ein prominenter Parteidenker Kambodschas: Zitat: Von 8 Mio. "reicht eine Million guter Revolutionäre aus".

1975/1976
Äthiopien: Mengistu lässt "konterrevolutionäre" Klassen ausrotten

1976 ca.
Kambodscha: permanente Umsiedlungen - Säuberungen
an religiösen, ethnischen, politischen und sozialen Gruppen, mit Umerziehungskampagnen, Zwangsehen, Zerstörung von Tempeln, Verfolgung der Intelligenz, Verfolgung von Menschen mit Fremdsprachenkenntnissen, von Menschen mit Erfahrung im Ausland.

Deutsche Linksterroristen und Islamterroristen entführen ein israelisches Flugzeug.

1978
Ramón Mercader stirbt in Havanna, wird nach Moskau überführt und unter dem Namen Ramon Iwanowitsch Lopez auf dem Kunzewoer Friedhof beerdigt.

1979
Kambodscha: Einmarsch der vietnamesischen Armee, Sturz des Pol-Pot-Regimes

Deutschland: Der Spiegel stellt im Oktober die Frage: Nationalsozialismus = Sozialismus? Die Diskussion wird aber unter massiven Druck der Linken abgewürgt.
Franz Josef Strauss hat Probleme mit der Antifa und nennt sie "Himmlers beste Schüler".
Alfred Sauter, Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) Bayern, im Bayernkurier: "Jusos, Judos und sonstige Kommunistenspezies sind kriminelle Gestalten, denn sie imitieren auch mit erkennbarer Lernfähigkeit und schneller Auffassungsgabe Methoden der SS und SA sowie der übrigen Nationalsozialisten vor und nach der Machtergreifung im Jahre 1933 (…) Nationalsozialisten waren eben auch und vor allem Sozialisten.”
Franz-Josef Strauß: "Wir werden auch nicht schweigen in dieser Auseinandersetzung, denn schließlich war der Nationalsozialismus auch eine Variante des Sozialismus, und seine große Schwungmasse hat er nicht von dem Strandgut des Ersten Weltkrieges, von den Freikorps, vom verarmten Mittelstand oder vom Bürgertum bezogen. Seine Schwungmasse hat er von den Millionen Sozialisten bezogen, die der SPD damals als Wähler davongelaufen sind.”

Afghanistan: "Wir werden nur eine Million Afghanen am Leben lassen – das genügt, um den Sozialismus zu errichten.” – Sayyed Abdullah, afghanisch-kommunistischer Gulag-Verwalter.

1980er Jahre

Italien: Hannah Arendt wird erst jetzt wirklich rezipiert

Italien: Ex-Kommunist und Schriftsteller Ignazio Silone prophezeit einen "Endkampf" zwischen Kommunisten und Ex-Kommunisten. Er Prophezeit die Rückkehr des Faschismus, als Antifaschismus. 
Gleichzeitig bewahrt die KPI ihre Archive in Moskau auf, um Aufklärung zu verunmöglichen.

ab 1980
Polen: Solidarnosc-Bewegung: erste Informationen über kommunistische Verbrechen
wie Hitler-Stalin-Pakt, Katyn, die Deportationswellen 1939-1941 etc.

Afghanistan: Vertreibung und Massentod unter kommunistischem Regime
Kabul unter Moskaus Führung:

  • das kommunistische Regime vertreibt von 16 Mio. Einwohnern 5 Mio. Einwohner aus dem Land
  • insgesamt sterben 1,5-2 Mio., 90% davon Zivilisten (Funke, S.156)
  • Das ist der Nährgrund für Muschaheddin und al-Quaida.
Conquest: Darstellung der Hungersnot 1932-1934 und Hunger als politisches Mittel

Dez 1981
Polen: Jaruzelski-Regime: Kriegsrecht: 14 Tote, 4000 Verhaftete, 5000 in "Isolationszentren" Internierte  Die Kommunisten lernen schnell Neue Wörter zu erfinden, die eine alte Natur verschleiern sollen.

ab 1981
Polen: Jaruzelsky-Regime: schränkt die Informationen über die kommunistischen Verbrechen ein, verringert die Möglichkeit der Informationsverbreitung.

1982
Reagan: bezeichnet alle kommunistischen Staaten als "das Reich des Bösen"
Problem: Die demokratische Rechte der westlichen Welt bietet keinen aufgeklärten, demokratisch begründeten Antikommunismus.

1984
Polen: Ermordung des polnischen Priesters Popieluszko auf Befehl Moskaus.

Äthiopien: Asrat Destu, Kommunistischer General: "Wir machen das, was Lenin tat. Man kann den Sozialismus nicht ohne roten Terror errichten."

1985
Entspannungspolitik der SED gegen jüdische Gemeinden in der DDR, beruht darauf, ihrer eigenen Propaganda auf den Leim zu gehen. Im Glauben, dass die Juden in einer weltweiten Verschwörung die USA beherrschen, meinten sie sich so den Markt der USA öffnen zu können.

1986
Kambodscha: 8985 Schädel gefunden: "Killing Fields"
Auffinden von 8985 Skeletten in Choeung Ek, ausserhalb von Pnom Penh. Die Schädel werden in einem gläsernen Turm aufgestapelt und das Umfeld als "Killing Fields" bezeichnet. Die Schädel sind nach Gruppen "sortiert": "senile Frauen über Sechzig", "senile Männer über Sechzig" usw. Die Getöteten wurden fast alle erschlagen, um Munition zu sparen. Die Wahrheit um den Kommunismus wird in Westeuropa aber immer noch verdrängt und erschüttert die europäischen KPs nicht.

1986-1989 ca.
Deutschland: Historikerstreit um Ernst Nolte und Andreas Hillgruber. Faschismusforscher Ernst Nolte setzt Rassenmord gleichwertig neben Klassenmord und löst einen neuen großen Historikerstreit aus.

Semprún, ehem. Buchenwald-Häftling, stellt fest, der Kommunismus sei soziologisch brutaler als Nationalsozialismus, denn:

  • er Nazismus zerstörte die Bourgeoisie nicht, sondern gebrauchte sie
  • der Kommunismus zerstörte die Bourgeoisie und soziologisch gesehen zerstörerischer
Folglich ist der Übergang vom Nazismus zur Demokratie einfacher als vom Kommunismus her.

bis 1989
Sowjetunion: betreibt politische Einschüchterung
als Zentrum eines zentral organisierten Weltsystems von kommunistischen Parteien. Herausgeber und Historiker beider Bündnisse scheuen Kritikarbeit im globalen Sinn.

1988
28. Juli. Stasi-Hauptmann Wolfgang Terpe führt ein erstes Konspiratives Treffen mit Joachim Gauck. Allerdings weist dass Dossier darauf hin, das Gauck abgesehen von Terpe seit vielen Jahren mit der Stasi zusammenarbeitet. Gauck sprach von stabilisierenden Veränderungen zum Wohle der DDR, die durch die Bürgerrechtler dieser Zeit, zu denen er angeblich gehörte, in Gefahr sei.

1989
Osteuropa: Zusammenbruch des Kommunismus durch Zusammenbruch der Legitimation
Der Kommunismus wird "delegitimiert". Viele Staaten Osteuropas verbieten kommunistische Symbole, genauso wie das Hakenkreuz.

Joachim Gauck behauptet, dass ihm die evangelische Kirchenleitung Kontakt zur Stasi untersagt hatte.

9. Dezember Gergor Gysi wird nach Wunsch MOskaus und nach einer Scheinabstimmung, Vorsitzender der SED. Er ersetzt damit den ursprünglich vorgesehen Makus Wolf, letzter Stasi-Chef. Eine Woche darauf nennt sich die SED das erste Mal um, in: SED-PDS.

ab 1989
Zerfall des Kommunismus: nur äusserlicher Zerfall
denn die kommunistischen Eliten bleiben und geben eine kapitalistische Führung vor
Kommunistische Staaten: Auftreten antisemitischer Parteien, die aus alten kommunistischen Kadern bestehen. Der Beweis ist somit erbracht, dass das kommunistische Experiment zur Schaffung eines "neuen Menschen" den Antisemitismus braucht.

11. September .Ungarn bricht den Eisernen Vorhang auf.
Die SED (Die Linke) ordnet an brutale Gewalt gegen die Demonstranten in Leipzig einzusetzen.

ab 1990er Jahre

These Walter Jens: Mord ist Mord, egal ob faschistisch oder kommunistisch
"Wer einen Menschen tötet, verteidigt nicht eine Lehre, sondern tötet einen Menschen. So einfach ist das."
4. Februar: Die SED-PDS entledigt sich des verräterischen Kürzels SED, und ist mit PDS ein zweites Mal umbenannt worden.

1990
11. September: US-Präsident George Bush Senior hält eine Rede, die von linken Demagogen zur Verschwörungstheorie, als anti-Amerikanische Propaganda verwendet wird. Da der Präsident von der Neuen Weltordnung redet, wird das auf von den Linken unter der Anweisung Moskaus auf Freimaurer und Zionisten zurückgeführt. Sie wollen damit das von Moskau konzipierte Konzept der Neuen Weltordnung (Vierte politische Theorie) schützen. Was auch von den Neoliberalen in den USA vertreten wird. In Deutschland aber ist weitgehend unbekannt, dass die Amerikaner mit Neoliberalen eigentlich die Sozialisten meinen und nicht wirklich Liberale (Libertarian). Bush meinte mit Neue Weltordnung nur das Ende der Konfrontation im Kalten Krieg und eine neue Epoche des Friedens. Die Rede Bush, stellt den Marxismus/Leninismus als gescheiterte und verbrecherische Ideologie dar, wass die Moskauer Hardliner verärgert.

4. Oktober Die Liste der Mittarbeiter für die Stasi Unterlagen Behörde, weist 2 Dutzende hochrangige Ex-Stasioffiziere auf. Zusammengestellt wurde sie von Günter Eichhorn, der bereits die Stasi aufgelöst hatte. Leider kam erst zu spät heraus, dass dieser selbst für die Stasi als Spitzel gearbeitet hatte. (IM Adler) Elf dieser Stasioffizieren hatten persönliche Kontakte zu Gauck gehabt. Darunter war zum Beispiel Oberst Gerd Bäcker und Oberstleutnant Bernd Hopfer, die beide in der Abteilung Zentralen Auswertungs- und Informationsgruppe (ZAIG) arbeiteten.
Davon abgesehen werden die Stasi Unterlagen von 50 Wachleuten geschützt, die vorher bei der Stasi waren. Gauck hatte sie eingestellt.

1991
Moskau nach Putschversuch gegen Jelzin: Wladimir Bukowski fordert ein "russisches Nürnberg" im Rahmen der Aburteilung der gescheiterten Putschisten gegen Jelzin.
23. April Die Zeit druckt das Terpe Dossier ab, das Joachim Gauck der Zusammenarbeit mit der Stasi überführt. Dennoch wird er auf Druck von Bertelmann Chef der Stasi Unterlagen Behörde.

ab 1991
Sowjetunion: Öffnung der Archive bringt Licht in die Stalinsche "Sonnenfinsternis"

  • die Listen der Gulag-Insassen 1934-1953
  • erste genaue Zahlen über in Viehwaggons deportierte Kulaken 
  • die Ergebnisse der Volkszählung von 1937, die "verschwunden geglaubt" waren und deren Leiter erschossen wurden, weil die Daten Stalins Wünschen nicht entsprachen.
Sowjetunion: gibt die Forschung [halbwegs] frei, erst jetzt wird Kritikarbeit am globalen Kommunismus möglich. Öffnung der Archive der "kommunistischen Internationale". Immer mehr Dokumente über die Zusammenarbeit von Nazideutschland mit der Sowjetuion tauchen auf.

Ehem. Ostblockstaaten: problemlose Verurteilung von Kommunismus und Nationalsozialismus In Deutschland nicht möglich.

"Aus der Perspektive der Opfer entfällt die moralische Rangfolge brauner und roter Diktatur ohnehin. Das lustvolle Quälen der Opfer hat mit dem aufgezwungenen Druck durch den Feind nichts zu tun."
(Manfred Funke, Das Schwarzbuch des Kommunismus: "Eine Vorstudie zur Topographie des Grauens"; In: Politische Meinung 8/1998)

Ehem. Ostblockstaaten: Moskau verweigert Rechtshilfe  bei der Aufarbeitung der Geschichte.

1993
Moskau: Öffnung der kommunistischen Archive in Frankreich

ab 1993
Moskau: Publikationen durch Gorbatschow-Berater Jakowlew - Kirche als Kollaborantin mit dem Kommunismus - keine Änderungen in den Führungsetagen
Publikationen durch den "Demokratischen Fond", Herausgabe von Dokumentenbänden zur sowjetischen Geschichte: Kronstadt, Katyn, GPU-NKWD etc. Die sowjetische Geschichte wird an den Universitäten (in Hand der Kommunisten) aber weiter verdrängt. Der Vergleich der Quellen mit den Zeugenaussagen wie Solschenizyn kann aber endlich stattfinden.

Zusätzlich kommen neue Werke über Deportationen und Straflager in Russland heraus (V.N.Zemskow, N.Burgai), über die Zwangskollektivierung und gesteuerte Hungersnöte (V.Danilow) und über Zwangsarbeit und den inneren Führungskreis (O.Chlewnjuk) (Scherrer, S.83).

Die orthodoxe Kirche muss die Zusammenarbeit mit dem KGB eingestehen und bereut nie.

Die Gesellschaft "Memorial" versucht, in bescheidenem Rahmen und ohne staatliche Unterstützung, die Opfer der Verfolgung namentlich zu erfassen.

Die russische Bevölkerung fragt sich noch nicht nach ihrer Mittäterschaft. Russland ändert sich nur langsam, die Mentalität ist verwurzelt. Außerdem hat Russland keinen Krieg verloren, sodass man Gebiete verloren oder eine Kapitulation hätte unterschreiben müssen, wodurch kein großer Druck zur Reflektierung des Geschehens besteht. Die kommunistischen Führungseliten werden beibehalten und machen gezielte Aufarbeitung unmöglich.

ab 1994
Russland: erster Tschetschenienkrieg und Demoralisierung im Volk, denn nun weiß das Volk, dass die Zukunft nicht besser wird als unter dem Kommunismus. Das Interesse an der Geschichte des Staates und an Aufklärung geht zurück. Stalin wird zur "Erinnerungskultur" und für die Opfer des Kommunismus wird kein Staatstrauertag eingeführt, sondern nur für den Zarenmord am 17. Juli 1917.

1995
François FuretDas Ende der Illusion ist ein fulminantes Werk über die Faszination der kommunistischen Idee im ganzen 20. Jh. wird in Frankreich ein Bestseller:
  • These der "konfliktuellen Komplizenschaft"
  • These, das Verhalten von Kommunismus und Nazismus sei komplementär und von Rivalität gezeichnet
  • These, Kommunismus und Nazismus seien zwei feindlich-verwandte Ausgeburten des 1.Weltkriegs und des bürgerlichen Selbsthasses, wobei beide die Demokratie verteufeln.
  • Furet lobt Nolte, dass er durch den Vergleich von Kommunismus und Nazismus einen Tabubruch vollzogen habe, denn so erst wird das 20. Jh. in seiner Gewalt erst beidseitig historisch erschossen
  • Noltes Schlussfolgerungen aber seien falsch, denn Nolte relativiere die Verbrechen des Nationalsozialismus
  • Kommunismus und Nationalsozialismus seien zwei Ausgeburten des ersten Weltkriegs gegen das Bürgertum
  • Nazismus sei Reaktion auf Kommunismus, und Furet lobt Noltes Verdienst , das Verbot eines Vergleichs von Kommunismus und Nazismus durchbrochen zu haben.

Furet über Italien: Das Wort "Totalitarismus" ist dort verboten, obwohl es genau dort entstanden sei
François Furet in "Das Ende der Illusion":

"In einem Land wie Italien, wo die Ideologie des Antifaschismus die grösste Verbreitung fand, konnte das Konzept des Totalitarismus niemals heimisch werden. Dieses Theorem wurde ignoriert und quasi mit Verbot belegt - und das in einem Land, wo das Wort ursprünglich entstanden war."

1995 ca.
Italien: Die KPI war eine Marionette Moskaus (genauso wie die KPD).
Die Archive in Moskau widersprechen den Behauptungen, die KPI sei unabhängig von Moskau und national orientiert. Gemäß Elena Aga Rossi/Victor Zaslavsky: Il Pci e la politica estera italiana negli archivi di Mosca im Mulino-Verlag war die KPI stark und kontinuierlich unter Moskauer Kontrolle.

Bilanz: 86.000 verurteilte Nazis - bisher ein Dutzend verurteilte Kommunisten

Rudolph Rummel: Buch: "Death by Government": über Regime der Gewalt, die "nur" 1-10 Mio. Menschen auf dem Gewissen haben

  • Japan unter Hirohito
  • Türkei
  • Nordkorea
  • Jugoslawien
  • Kambodscha.
Rummel findet in den USA aber keinen Verleger wegen Desinteresse am Völkermord in den USA. Rummel vertreibt seine Werke über die Universität Virginia.

ab 1995
Furet-Nolte-Briefwechsel

ab 1995 ca.
Russland: verhinderte Geschichtsaufarbeitung durch allgemeinen Tenor: Die Vergangenheit liegt hinter uns.

Balten und Ukrainer schieben die Schuld am Kommunismus auf die Russen ab.

1996
Daniel Jonah Goldhagen: Buch: "Hitlers willige Vollstrecker"

  • Goldhagen versucht, einen speziell in der deutschen Geschichte tief verwurzelten Antisemitismus zu belegen.
  • Goldhagen präsentiert in Vorträgen sein Buch "Hitlers willige Vollstrecker" und ist stolz, "die Deutschen" als "schlimmste Mörder aller Zeiten" darzustellen. Dies ist aber keine Wissenschaft, sondern es sind nur Jubelveranstaltungen, um den Kommunismus zu rehabilitieren.

Ben Kiernan: Buch: "The Pol Pot Regime, Race, Power and Genocide 1975-1979"
findet bis 1999 keinen deutschen Verleger, ist ein Verdrängungsmechanismus in Kontinentaleuropa und v.a. in Deutschland.

1997
Italien: Norberto Bobbio: Aufsatzsammlung "Weder mit noch gegen Marx"
Bobbio, Nestor der politischen Philosophie in Italien, schildert das Bündnis zwischen Mussolini und Hitler als "Weltgefahr Nummer Eins".

Frankreich: Buch von Jacques Rossi: Le Manuel du goulag - Das Gulag-Handbuch
Rossi spricht mit 19 Jahre langer Gulag-"Erfahrung": Rossi über die "einheitliche Gesellschaft":

"Der Gulag diente dem Sowjetregime als Geheimlabor, in dem es eine ideale - nämlich durch gegenseitige Überwachung und Einheitsdenken charakterisierte - Gesellschaft schaffen wollte." (Das ist Faschismus)
Rossi über das Verhältnis Nazismus-Kommunismus:
"Beide haben ein Einheitsdenken verordnet und Berge von Leichen hinterlassen. [...] Der Nationalsozialismus kann wenigstens für sich in Anspruch nehmen, mit offenen Karten gespielt zu haben. Der Kommunismus dagegen hat im Namen der Gerechtigkeit und Freiheit Milliarden von Menschen betrogen, denn seine Taten waren stets das pure Gegenteil. [...] Was ist das also für ein wunderbares System, das nirgendwo etwas anderes als seine Perversion in die Tat umgesetzt hat? Und wo - um alles in der Welt - haben wir die Praxis, meine Damen und Herren Marxisten?"

China: Iris Chang: "The Rape of Nanking - The Forgotten Holocaust of World War II", berichtet vom japanischen Massenmord der 1930er Jahre an 300.000 Chinesen und Vergewaltigungen von knapp 80.000 Frauen in "weniger als 6 Wochen", auf kaiserlichen Befehl, wobei die Kaisersöhne z. T. direkt involviert sind und bis heute alles verschwiegen haben. Japans Regierungssystem und verdrängte Vergangenheit steht am Pranger.

Iris Chang bringt auch die Tagebücher des damaligen deutschen Siemens-Vertreters John Rabe ans Licht, Ausgabe von Erwin Wickert als "Der gute Deutsche von Nanking" 1997.

Deutschland: Joachim Gauck belügt die Bundesregierung darüber, er habe gewusst, dass seine Mitarbeiter in der Stasi Unterlagen Behörden früher bei der Stasi gewesen werden. Überraschenderweise bekommt er bei dieser Untersuchung die Unterstützung der SED, damals PDS genannt, die ehemaligen Herren der Stasi.

Juli 1997
Frankreich: plötzlicher Tod von Historiker François Furet

Anfang Sep 1997
Italien: Vittorio Strada: Gulag ist auch dem Holocaust zuzurechnen
im Corriere della Sera: "Der Archipel Gulag ist die andere Seite des Holocaust".
Folge für die internationale Forschung: International werden antitotalitäre Figuren neu bewertet, die immer gegen beide Gewaltideologien, gegen Faschismus und gegen Kommunismus waren.

Sep 1997
Courtois: projektierter Sammelband über die Verbrechen des Kommunismus: "Le livre des crimes communistes" - "Das Buch der kommunistischen Verbrechen"
denn "crime" hat im Französischen mehrere Bedeutungen:

  • Mord an einer Person
  • juristisch Tötung
  • Verbrechen im Sinn, dass die Tat nicht mehr nur ein Fehler/Fehltritt ist, durch die Redewendung: "Plus qu'une faute, c'est un crime" - "Das ist kein Fehltritt mehr, sondern ein Verbrechen.".
Courtois: Herausgeber der Zeitschrift "Communisme", ist ein ausgewiesener französischer Fachmann des Kommunismus, einst 1968-1972 strammer Berufsrevolutionär der maoistischen Organisation "Vive la Révolution", Forschungsdirektor am Centre nationale de la recherche scientifique.

Umstrittenes Courtois-Vorwort mit vergleichender Terrorforschung wird bestritten. Die Mitautoren Nicolas Werth und Jean-Louis Margolin distanzieren sich öffentlich mit dem Vorwurf, Courtois habe "die Rahmenbedingungen" des kommunistischen Terrors nicht berücksichtigt.

Okt 1997
Paris: Herausgabe des Schwarzbuch zum 80. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution 1917
Die Moskauer Iswestija spricht von 110 Mio. Todesopfern des Kommunismus.

Das Schwarzbuch ist wie eine Zwangsbesichtigung eines Konzentrationslagers nach der Befreiung, ist ein Rundgang durch die sowjetischen Gulags, durch die chinesischen Laogai-Lager, die kubanischen Kerker und die kambodschanischen "Killing Fields", nur mit dem Unterschied, dass die Konsequenzen ausbleiben und die französischen Kommunisten den Schreiber des Vorworts, Courtois, und die Autoren als Zumutung bezeichnen dürfen. Auch die deutsche Kommunistische Partei DKP leistet Gegenwehr.

Mit dem Schwarzbuch steht ein politisches Lager und eine Weltanschauung vor Gericht, v.a. der Ort Moskau, wo die europäischen kommunistischen Parteien ihren "Anker" besitzen:

1. Feststellung: Überall, wo das kommunistische System realisiert wurde, hat es Verderben gebracht.

2. Feststellung: Die letzten Sympathisanten des Kommunismus sind "unbelehrbare Helfer einer verbrecherischen Politik".

Das Schwarzbuch ist: Zitat: "eine globale Zusammenstellung terroristischer Aktionen in kommunistischen Staaten".

Courtois regt an, über die Ähnlichkeit von Kommunismus und Nationalsozialismus nachzudenken.

Das Schwarzbuch soll das Schweigen brechen, obwohl regelmässig über die Zustände im Gulag berichtet wurde, z.B. durch David Dallin und Boris Nicolaevskij gleich nach 1945, in den 1960er Jahren Robert Conquests Recherchen über ehemalige Insassen und Flüchtlinge, die Dokumentationen von Roy Medwedew und Solschenizyn sowie die Autobiographien von Gulag-Opfern Wassilij Grossman und Warlam Schalamow u.a.

Das Schwarzbuch beinhaltet das "Morderbe" von Lenin bis Pol Pot (
Manfred Henningsen, Der Holocaust und andere Demozide; aus: ders.: Das Jahrhundert der Demozide. Ist der Holocaust wirklich unvergleichbar? In: Die Zeit 4.6.1998): 
  • die Schätzung im Schwarzbuch von 85-100 Mio. Todesopfern erscheint noch zurückhaltend
  • das Schwarzbuch ist eine Anklage gegen den Kommunismus zu "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" analog dem Nationalsozialismus.
  • das Schwarzbuch bleibt sachlich, erarbeitet nur Tatbestände ohne Wertung
  • es ergeben sich moralische Überlegungen
  • es ergeben sich juristische Konsequenzen
  • das Schwarzbuch spitzt die Diskussion zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus zu

Geschilderte Bilanz der Gewalt des Kommunismus weltweit:

  • 85-100 Todesopfer durch kommunistische Gewalt 
  • mit Verbrechen in der Sowjetunion, in Osteuropa, Asien und Afrika
  • 20 Mio. Tote in der Sowjetunion, dazu kommen noch alle Kriegstoten der Kriege, die die Sowjetunion seit 1919 geführt hat
  • 65 Mio. Tote in China unter Mao, dem grössten Menschenschlächter aller Zeiten, gemäß Mitautor Jean-Louis Margolin ein "langer Marsch in die Nacht"
  • 2 Mio. Tote in Kambodscha bei 7,8 Mio. Einwohnern unter Pol Pot
  • These von Manfred Funke: Das Schwarzbuch ist erst eine Vorstudie
  • Schwarzbuch: es sind nur "linke Historiker" daran beteiligt
  • Courtois-Vorwort: Thesen: die Leiden unter dem Kommunismus sind gleichwertig der Leiden unter dem Nationalsozialismus
  • der Kulak ist bei Stalin das, was der Jude für Hitler ist. Beide Systeme waren erbarmungslos.
  • die Gemeinsamkeiten zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus seien größer als die Unterschiede
  • Massenverbrechen seien im kommunistischen Regierungssystem mit eingeschlossen. 
  • der gezielte Einsatz des Hungers als politisches Mittel durch die kommunistischen Regime sei ebenso "einzigartig", und der Kommunismus habe den Massenterror als politisches Mittel eingeführt und die Nazis ihn kopiert, nicht umgekehrt.
  • Courtois knüpft an die These Noltes an, wonach Kommunismus und Nazismus miteinander verglichen werden können.
  • Courtois will die Leiden der vom Kommunismus geknechteten Völker berücksichtigt wissen und erklärt den Unterschied zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus. 

Courtois: Zitat:

"Der menschliche Schaden, der durch den Kommunismus angerichtet wurde, war atemberaubend. [...]. Wenn man den Blick auf die gelebte Erfahrung der Betroffenen richtet, wäre es obszön, eine Unterscheidung zwischen Kommunismus und Faschismus zu treffen. Dennoch gibt es einen elementaren Unterschied zwischen einem System, das, so grotesk immer es gewesen sein mag, Leute ermordet und ausgerottet hat, um seine Projekte durchzusetzen, und einem System, dessen Projekt es war, Leute zu ermorden und auszurotten. Analytisch ist das eine extrem wichtige Unterscheidung, die man ständig im Gedächtnis haben muss." 

Frankreich: Kommunistische Partei Frankreichs KPF (CPF): Behauptung der Kommunisten:
die französische Kommunistische Partei KPF will Kommunismus mit Antifaschismus rechtfertigen:
  • Kommunismus sei ursprünglich "etwas Gutes"
  • Emanzipation der unterdrückten Teile der Gesellschaft sei das Ziel
  • "Befreiung der Menschheit" sei das Ziel (Winkler, S.181)
Gute Absichten können aber keine Rechtfertigung für schlechte Taten sein!

Die Hetzer gegen das Schwarzbuch koalieren:

  • orthodoxe Kommunisten
  • trotzkistische und maoistische Gruppen
  • anarchistische Gruppen.
Zusammen vertreten diese Gruppen erschreckende 15-18% der Wählerstimmen. Das ist ein gewaltiges Potential um erneut ein Verbrecherregime zu installieren.

Chervel über die phantasierenden französischen Kommunisten:

"Werths kühl erzählter Text [im Schwarzbuch] verbaut den französischen Restkommunisten die letzte Rückzugslinie. Wer ihn liest, kann nicht mehr den Stalinismus beklagen und sich dann auf den ursprünglich guten Lenin zurückziehen."

Dufay über die französischen Kommunisten und deren Verwunderung:

"Die Geschichte hielt die französischen Kommunisten - gegen deren Willen - immer fern von der Macht und gab ihnen so keine Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen." 

Die französischen Kommunisten leugnen, dass die kommunistischen Verbrechen im Namen des Kommunismus begangen wurden, denn diese Verbrechen hätten "mit dem Wesen des Kommunismus nichts gemein".

These von Revel: Braune Kriminalität ist gleichwertig mit der roten Kriminalität. Zitat:

"Diese Beschreibung der braunen Kriminalität passt ebenfalls haargenau auf die rote Kriminalität. Auch das 1992 verabschiedete neue französische Strafgesetzbuch stimmt völlig damit überein. Denn es bezeichnet als Verbrechen gegen die Menschlichkeit auch 'das Verschleppen, das Versklaven, die systematisch und in massiver Form durchgeführten Hinrichtungen ohne ordentliches Gerichtsverfahren, das Entführen von Personen, die daraufhin spurlos verschwinden, die Folter und unmenschlichen Handlungen, die aus politischen, philosophischen, rassischen oder religiösen Motiven heraus und gezielt gegen bestimmte Gruppen der Zivilbevölkerung durchgeführt wurden.'"

Polen: Gleichsetzung von Nazi- und Kommunismusregime ist problemlos .

Und wenn immer noch die gegenwärtigen Kozis, sei es in Deutschland oder anderswo, vom humanistischen Ansatz", "guten Kern" und Gute Absicht" faseln, mit dem der Kommunismus als "Befreiungsreligion" über Wasser gehalten werden soll, so kann man dieses Gefasel getrost als das "Opium für die Linken" abtun.
Die Linke (SED/PDS) hat sich definitiv delegitimiert
Die Linke bezeichnet das Schwarzbuch als Element einer rechten Kampagne, statt endlich einmal Schlussfolgerungen zu ziehen. Menschen in Not brauchen Illusion und akzeptieren Gewalt. Und darum akzeptieren Menschen die Gewalt und Massenmord: Funke:
Zitat:

"[Hier ist] Saul Bellows Wort hilfreich [...]. Danach kann selbst höchste Intelligenz in den Dienst der Ignoranz gestellt werden, wenn das Bedürfnis nach Illusion nur gross genug ist." 
Es stellt sich heraus, dass Noltes Ausgangsfrage, ob die kommunistischen und nazistischen Diktatursysteme gleichwertig sind, legitim war. Die Kommunisten können kaum eingestehen, dass sie mitschuldig am Aufstieg der faschistischen Parteien sind.

Okt/Nov 1997
Frankreich: Revel: Der Kommunismus täuschte Ideale vor
Philosoph Jean-François Revel, Mitglied der Académie française, stellt im Figaro fest: Die Kommunisten haben Ideale vorgetäuscht, womit zum Verbrechen noch die Lüge komme, was schlimmer sei als der Nationalsozialismus (Focus, 
Der rote Schrecken. Historikerstreit à la française: Sind die Verbrechen der Kommunisten denen der Nazis vergleichbar? In: Focus 48/1997).

ab Okt 1997
Russland: die Propaganda kann sich gegen Fakten nicht mehr wehren
denn die politischen Entscheidungen sind bis ins kleinste Detail nachvollziehbar, die kriminelle Dimension des Kommunismus wird erst jetzt sichtbar. Weshalb die Kommunisten inzwischen ungern sagen Kommunisten zu sein.

5.11.1997
Philippe Cusin über den verbrecherischen Kommunismus: "Die Hölle"
Paris: Urteil von Philippe Cusin über den Kommunismus:
"Das versprochene Paradies auf Erden ist zu einer Hölle geworden." (
Philippe Cusin, Das Jahrhundert des Kommunismus in einer Schreckensbilanz; In: Le Figaro 5.11.1997)

Urteil von Philippe Cusin:
"Das Töten gehört zu den unverzichtbaren Grundlagen des Kommunismus." (Cusin, ebenda)

Cusin:
"An die hundert Millionen Tote, zum Teil mit, zum Teil ohne Grabstätte..." (Cusin, ebenda)

1998
Ein Bekennerschreiben der RAF gibt die Selbstauflösung bekannt und schließt mit dem Satz: "Wir werden die GenossInnen der palästinensischen Befreiungsfront PFLP nie vergessen."

28. März: Albert C.Sellner in Die Zeit: versucht eine erste Analyse der Elemente im Kommunismus durch die Frage: "Wo steckt also das Falsche im Richtigen?" und analysiert so die gewalttätigen Elemente im Kommunismus heraus:
  • militärische Färbung des Wortschatzes von Marx und Engels
  • Marktkräfte dienen als Waffen (geschieht gerade)
  • Herstellung neuer "Produktionsverhältnisse" gilt als "Mobilmachung" (geschieht gerade)
  • die einzelnen Wirtschaftszweige fungieren als Teilarmeen, als soldatisch organisierte Arbeitermassen, als Industriesoldaten mit hierarchischer Überwachung
  • dabei wollte die Bourgeoisie nie Gewalt, sondern Marktfreiheit
19.Juni. Deutschland: Volkhard Knigge klagt über fehlende Forschung über Linksextremismus Deutsche Historiker der linken 1968er Generation forschen nicht über den europäischen Linksextremismus nach. Extrem-These von Volkhard Knigge: 
"Im Namen der KZ-Befreiung, des Antifaschismus, wäre man möglicherweise zum Lagerwächter geworden, wenn man politisch gewonnen hätte."
 in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt 

25. Juni: Deutschland: Richard Herzinger in Die Zeit: Linke Intellektuelle verweigern die Erkenntnis zum Teil bis heute, die kommunistische Mordmaschinerie als kriminell anzuerkennen.

bis Mitte 1998: Die Verbrechen des kommunistischen Systems sind "für die Forschung an den Hochschulen und Akademien [des westlichen Bündnissystems] weiter nahezu völlig tabu"

August: These Alexander Schuller in Merkur (Berlin), Nr.52: Der Kommunismus ist scheinbar "die gute blutige Sache"

4. September: Sowjetunion: Eine Dokumentation über Massengräber der Stalin-Säuberungen 1936-1938 fehlt bis heute.
10. September Cem Özdemir: „Was unsere Urväter vor den Toren Wiens nicht geschafft haben, werden wir mit unserem Verstand schaffen.” zitiert in Die Welt

ab 2000er Jahre


2001
11. September. Der russische Geheimdienst benutzt Islam Terroristen zu einem Angriff auf die USA. Das ist der Auftakt zur Konfrontation, die zu einer neuen Weltrevolution führen soll. Signal zur Neuen Weltordnung Kommunistischer Art.

2005
17. Juli: Die PDS nennt sich in Linkspartei.PDS um. 3. Namensänderung.

2007
15. Juni Lothar Bisky (Linkspartei.PDS) ruft zum Kommunismus auf:
 „Ja, wir diskutieren auch und immer noch die Veränderung der Eigentums‐ und Herrschaftsverhältnisse und auch das unterscheidet eine neue Partei links von der Sozialdemokratie in Deutschland von anderen. Kurz gesagt: Wir stellen die Systemfrage! Für alle von den geheimen Diensten noch einmal zum Mitschreiben: Die, die aus der PDS kommen, aus der Ex‐SED und auch die neue Partei DIE LINKE – wir stellen die Systemfrage.
So offen hatte noch keine im Deutschen Bundestag vertretene Partei angekündigt, die Ordnung unseres Gemeinwesens, ja die Verfassung "überwinden“ zu wollen. Ein weiterer Grund, der zum Anwachsen des Linksextremismus und Antisemitismus in Deutschland geführt hat.
16. Juni: Linkspartei.PDS (SED) und WASG fusionieren zur Die Linke. Das ist die vierte Umbenennung der SED.

Klassifiziert erscheint die Untersuchung Gutachten über die Beschäftigung ehemaliger MfS-Mitarbeiter bei der BstU der Bundesregierung. Darin werden schwere Vorwürfe gegen Joachim Gauck erhoben. Das Gutachten sagt das Joachim Gauck schon 1991 mindestens 79 bedenkliche MfS-Offizieren mit sehr bedenklichen Vollmachten ausgestattet hatte. Es heißt wörtlich: 
„Nahezu alle ehemaligen MfS-Bediensteten hatten in den ersten Jahren des Aufbaues der Behörde die Möglichkeit des Missbrauches.“
11. September: Unter Beteiligung deutscher Firmen, in Form eines neuen "Schwarze Reichswehr" Projektes. Testet Russland eine Aerosolbombe, die stärkste konventionelle Bombe der Welt.

2008
Parteienforscherin Viola Neu: 
"Die Linke werde daher mittlerweile als Parteineugründung verstanden, obwohl von der Mitgliederstruktur und dem Programm her es sich im Wesentlichen weiterhin um die alte SED/PDS handele."

ab 2010er Jahre

Immer wieder kommt es zu islamischen und palästinensischen Demonstrationen, organisiert von der deutschen Linken, mit antisemitischen Äusserungen und Verherrlichung des Holocaust. Linke marschieren hier mit Nazis und Muslimen gemeinsam.

2011
Gesine Lötsch von der Die Linke erklärt während der Programmdate den Kommunismus zum Ziel der Partei. Ihren Kinderglauben an die moralische Überlegenheit des Kommunismus hat sich Die Linke in Deutschland bis heute nicht nehmen lassen, das gilt weit über die Linkspartei hinaus. Niemand klaren Verstandes käme auf die Idee, am Nationalsozialismus noch irgendetwas Gutes zu sehen, beim Kommunismus, der anderen und größeren mörderischen Ideologie des 20. Jahrhunderts, ist das selbstverständlich anders. Der Trick besteht darin, Idee und Ausführung zu trennen. Gregor Gysi vergleicht den Kommunismus mit etwas "sehr edlem".

2012
11.März in Die Welt erscheint der Artikel: Wie die DDR Linke und Terroristen der BRD kaufte:
"Als besonders anfällig erwiesen sich jene intellektuellen Kreise (der BRD), deren beißende Gesellschaftskritik sich ausschließlich auf den Westen bezog...Am deutlichsten lässt sich das Verhältnis großer Teile der westdeutschen Linken zur DDR vielleicht an jenen Kommentaren ablesen, die sie im Augenblick ihres Untergangs formulierten. Schon die Massenflucht von DDR-Bürgern in den Westen im Spätsommer 1989 löste bei vielen Linken und Linksliberalen keineswegs Anteilnahme und Hoffnung, sondern schwere Irritationen und panische Abwehrreflexe aus.“
2015
Oktober: Sigmar Gabriel plant geheime Tribunale, die die Gerichte ersetzen sollen. Diese Paraleljustiz erinnert an die Revolutiontribunale von 1793.

2016
März: Geheimtreffen zwischen Sigmar Gabriel (SPD) und Oscar Lafontaine (Die Linke) im Saarland. Es geht um den Aufbau einer Querfront, die daraufhin arbeiten soll, dass sie beide Parteien vereinen. Um die Demokratie in Deutschland im Sinne Moskaus endgültig zu beseitigen.